Kritik an privaten Kontrolleuren

Der Bundesverband der Sicherheitswirtschaft hat die rund 7000 privaten
Luftsicherheitsassistenten an den Flughäfen gegen gewerkschaftliche Kritik in
Schutz genommen. Die miteinander konkurrierenden Polizeigewerkschaften GdP und
DPolG nutzten jede Gelegenheit, die Arbeit der Menschen an den
Passagierkontrollen zu diskreditieren, sagte der Hauptgeschäftsführer des BDSW,
Harald Olschok, der Deutschen Presse-Agentur. Wenn sie forderten, die
Kontrollaufgabe wieder in die Hände der Bundespolizei zu legen, gehe es ihnen
nur um neue Mitglieder.


Derzeit führt die Bundespolizei lediglich die Aufsicht über die privaten
Kontrolleure an den Zugängen zu den Flugsteigen. Die Gewerkschaft der Polizei
sieht in der privatrechtlichen Organisation eine Ursache für Sicherheitsmängel,
wie sie bei Stichproben unter anderem am größten deutschen Flughafen in
Frankfurt aufgetreten sind. Die GdP fordert, die hoheitlichen Aufgaben der
Luftsicherheit wieder in die Hände der Bundespolizei zu legen. Eine ähnliche
Position vertritt die kleinere Deutsche Polizeigewerkschaft.


Olschok wies auf von der Bundespolizei veröffentlichte Zahlen zu den
Kontrollerfolgen hin. Danach wurden im vergangenen Jahr an den 15 größeren
Verkehrsflughäfen fast 340.000 verbotene Gegenstände sichergestellt, darunter
mehr als 1100 Schusswaffen, 6200 Schusswaffen-Nachbauten und 5770 Sprengstoff-
und Munitionsteile. „Dies haben alles die privaten Sicherheitsleute gefunden und
nicht die Bundespolizei.“


Mängel gebe es auch nach Einschätzung der Bundesregierung vor allem bei den
Qualitätsprüfungen der Dienstleister durch die Bundespolizei, erklärte Olschok.
Dies hatte zu Kritik der Europäischen Kommission und einem nachfolgenden
Vertragsverletzungsverfahren geführt. Die häufig als zu lang kritisierten
Wartezeiten an den Kontrollstellen würden unter anderem durch unzuverlässige
Fluggastdaten, zu enge Räumlichkeiten und schlechte Passagierführung in den
Flughäfen hervorgerufen, erklärte Olschok.


Der Vertreter der Sicherheitsdienste erinnerte außerdem an die Gründe, die
seinerzeit zur Privatisierung der Dienstleistung geführt hätten. Unter der Ägide
der Bundespolizei habe es schlechte Qualität, hohe Kosten und lange Fehlzeiten
der beim Staat angestellten Kontrolleure gegeben. „Die Kontrollen sind auch
früher nicht von Beamten durchgeführt worden“, sagte Olschok. (dpa)

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  • Wer schon mal am Röntgenscanner gearbeitet hat, weiß Folgendes: Eine Pistole, Messer, Wurfstern, Handgranate und viele andere Handwaffen mehr zu erkennen ist kein Problem! Anders mit USBV: 1. Das Zeug kann auf mehrere Gepäckstücke verteilt eingebracht werden. 2. Jedes einzelne Teil kann normalen Gebrauchsgegenständen ähneln und ist damit unverdächtig. 3. In Anbetracht der kurzen Kontrollzeit ist eine ultragenaue Kontrolle nicht machbar. 4. 100% Sicherheit gibt es bei diesen Kontrollen nicht. 5. Jetzt soll es ja 3D-Scanner geben, die das Bild von allen Seiten sichtbar machen, das wäre eine große Steigerung der Sicherheit, wenn die Zeit der Kontrolle angepasst wird.