Drogenhandel? Razzia gegen Sicherheitsfirma in der Bayernkaserne

Die Bayernkaserne kommt nicht aus den Schlagzeilen. Frauenverbände schlagen Alarm, weil es unter den Flüchtlingen tagtäglich Vergewaltigungen und Prostitution gebe. Außerdem stehen Vorwürfe im Raum, dass Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma mit Kokain und Amphetaminen handeln sowie gegen das Waffenrecht verstoßen.


Wie die Behörden dem Münchner Merkur bestätigten, führte die Polizei am Dienstag eine Razzia auf dem Gelände der Bayernkaserne durch. Grundlage dafür waren offenbar mehrere anonyme, aber glaubwürdige Schreiben.


„Wir wurden von der Polizei vorab vertraulich über Ermittlungen gegen Sicherheitsdienstmitarbeiter in diesem Bereich informiert,“ teilte die Regierung von Oberbayern auf Anfrage mit. Durchsucht wurden Büroräume und Spinde der Sicherheitsfirma Siba sowie die Privatwohnungen von vier Mitarbeitern des Unternehmens.


Dort fand die Polizei Kokain, Amphetamine, eine Schusswaffe, Munition, Wurfsterne und einen Schlagring. Die Staatsanwaltschaft ermittelt jetzt wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittel- und das Waffengesetz, die Mitarbeiter befinden sich auf freiem Fuß.


Die Sicherheitsfirma äußerte sich zu den Vorgängen. In einer E-Mail schrieb die Siba-Zentrale in Karlsruhe: „Wir gehen davon aus, dass die erhobenen Vorwürfe (...) haltlos sind.“ Man setze bei der Auswahl der Mitarbeiter hohe Qualitätsmaßstäbe an.


Ob die betroffenen Mitarbeiter derzeit weiterhin für die Sicherheit von aktuell rund 1000 Flüchtlingen verantwortlich sind, teilte Siba gestern indes nicht mit. Die Regierung von Oberbayern kündigte an, „umgehend klare personelle Konsequenzen zu ziehen“, wenn sich die Vorwürfe bestätigen sollten.


Die Sexualdelikte in der Kaserne prangert das Aktionsbündnis für Flüchtlingsfrauen an – das Bündnis besteht aus Helferinnen etwa des Sozialdienstes katholischer Frauen, des Hilfsvereins Condrobs, des Frauenvereins IMMA und der lesbischen Beratungsstelle Letra. „Beobachtungen in der Bayernkaserne zeigen, dass tagtäglich Vergewaltigungen, sexuelle Gefälligkeitsdienstleistungen und Prostitution stattfinden“, stellen sie fest. „Wir sind das größte Bordell der Stadt,“ klagte gar eine Helferin gegenüber der tz.


Die Landtags-SPD hat eine Anfrage an die Staatsregierung gestellt. Ein großes Problem sei auch die Gewalt in den Familien. Der sozialpolitische Sprecher der Landtags-SPD, Hans-Ulrich Pfaffmann, berichtet sogar von Zwangsprostitution!


Es gebe auch Hinweise auf eine mögliche Beteiligung von Wachdiensten. Dabei sind viele Frauen vor Krieg, Mord und Gewalt in ihren Heimatländern geflohen! Die Ursache sehen die Helferinnen in der Unterbringung: Männer seien mit einem Anteil von 80 Prozent unter den Flüchtlingen in der Überzahl. Die Geschlechter würden absichtlich selten getrennt.


Selbst im Haus 18 nur für Frauen hätten Männer Zutritt. Die Betroffenen würden aus Angst nie zur Polizei gehen. Tatsächlich führt die Staatsanwaltschaft kein Ermittlungsverfahren. Die Regierung von Oberbayern erklärt: „In der Bayernkaserne wie in anderen Unterkünften kommt es vereinzelt zu Vorwürfen, auch im Bereich der Sexualdelikte.“ Die neuen Vorwürfe würden an die Polizei weitergeleitet.


D. Costanzo, P. Lehner

Comments 1

  • Tag zusammen. Ich kenne die Bayernkaserne von meiner früheren Firma die dort vor der Firma Siba war. Auch kenne ich die Firma Siba war aber für Siba nicht in diesem Objekt. Die Zustände in der Bayernkaserne waren schon immer katastrophal. Zu wenig Wachpersonal für zu viele Asylanten. Anfragen um das Wachpersonal aufzustocken bei der Einrichtungsleitung durch meinen damaligen Chef wurden stets zurückgewiesen. 5 Wachleute sind halt doch zu wenig pro Schicht für damals schon rund 400 Asylanten. Jeden 3. Tag Massenschlägereien, Diebstahl, Vergewaltigung und Prostitution durch die Bewohner waren an der Tagesordnung. Das alles unter den Augen der Sozialarbeiter und der Einrichtungsleitung. Vergehen und strafbare handlungen wurden entweder durch die Einrichtungsleitung und Sozialarbeiter teilweise vertuscht wenn möglich. Ein nachweislich erwischter Vergewaltiger der dann noch in seinem Rausch mit einer Schere auf einen wachmann losgegangen ist war am nächsten Tage nachdem er bei der Polizei war wieder in der Einrichtung und es kam nichts nach. Sicher gibt es leider im Wachdienst auch schwarze Schafe die alle anderen in Verruf bringen. Diese sollten auch bestraft werden und nie wieder im Sicherheitsbereich arbeiten dürfen. Aber alles auf die Wachleute zu schieben ist so nicht richtig. Und ein Spind...wenn Sie noch da sind wo Sie damals waren, sind auch für Asylanten frei zugängig gewesen. Ich will hier niemanden verurteilen, aber die Asylanten wurden schon immer von den Sozialarbeitern dazu angewiesen sich nichts von dem Wachpersonal sagen zu lassen, da wir der Meinung der Sozialarbeiter dazu keine Rechte hatten Bei Massenschlägereien hat mann dann natürlich keinen dieser Sozialarbeiter gesehen. Auch wurde ein Hundeführer der Polizei dessen Hund auf einen Asylanten losgelassen wurde Pro Forma Hausverbot erteilt. Das sind nur wenige Beispiele von vielen weil sonst würde ich warscheinlich noch tagelang hier schreiben müssen.