Posts by Fynnarium

    Im Allgemeinen bedeutet das für den Arbeitnehmer, dass die Arbeitszeit pro Tag 9 Stunden inklusiv der Pausenzeiten nicht überschreiten darf. Dies ist festgeschrieben im § 3 ArbZG. In Absatz 2 sind aber auch Ausnahmefälle geregelt, die besagen, dass die tägliche Arbeitszeit auf 10 Stunden ausgedehnt werden kann. Allerdings ist der Arbeitgeber, bei Ausdehnung der Arbeitszeit, dazu verpflichtet, Ausgleich zu schaffen.


    12h sind eigendlich dafür gedacht, wenn davon min. 6h Bereitschaft herschen.
    Das trifft nicht auf den einfachen Revierdienst zu.
    Ausnahme Revierdienst mit Alarmverfolgung, wenn Bereitschaftszeiten dabei sind.

    Ja

    Jedenfalls theoretisch. Denn es kommt automatisch zu Unterstunden, wenn man weniger arbeitet, als im Arbeitsvertrag steht.
    Minusstunden können nur angerechnet werden, wenn der Arbeitnehmer selbst verantwortlich ist für die Minderarbeit.

    Sprich: Er hat zu wenig gearbeitet, obwohl er dazu in der Lage gewesen wäre.


    Aber auch bei der Arbeitszeit gilt: Ohne Konto kein Minus. Werden in Ihrer Firma keine Arbeitszeitkonten geführt, gibt es theoretisch keine Minusstunden.
    Bei sogenannter Vertrauensarbeitszeit gleichen Sie eine längere Pause oder einen früheren Feierabend einfach selbstständig aus, indem Sie an einem anderen Tag länger arbeiten.



    Darf die Firma bei Minusstunden das Gehalt kürzen?
    Ja, allerdings nur, wenn Sie damit gegen vertragliche Vereinbarungen verstoßen, z.B. wenn Sie

    • mehr Minusstunden anhäufen als ggf. erlaubt sind.
    • Minusstunden nicht im vereinbarten Zeitraum ausgleichen.
    • weniger arbeiten als vertraglich vorgesehen (s. o.).




    Am Ende, ist es so.
    Lehnen Sie Arbeitsaufträge ab, sind auch Sie verantwortlich.
    Wird Ihnen die Arbeit nicht angeboten, ist der Chef/Firma verantwortlich.

    Freiwünsche sind keine Grund, und können ja vom Arbeitgeber abgelehnt werden.
    Wenn sie dann drauf bestehen, liegt die Verantwortung, wieder bei Ihnen.

    Ich persönlich, gehe davon aus, dass sich das Gewerbe immer mehr aufspalten wird.

    Low Dienst und gehobenen Dienst.

    Würde auf einfachen Weg den Mangel etwas abmildern.

    Macht wenig Sinn, ein Facharbeiter auf der Baustelle zu verheizten.


    Das zieht die Moral runter und die Person wird langfristig das Gewerbe verlassen.


    Das gibt es in anderen Bereichen auch.

    So kauft jemand eine Premiumfahrzeug und ein anderes ein gerade so fahrendes Auto.


    So wird es auch mit Kunden sein, im Sicherheitsgewerbe.

    Wer billig will, bekommt Billig.

    Aber, wer Wertigkeit verlangt, sollte diese auch angeboten bekommen werden.

    Meine Frau ist seit 7 Jahren in der Sicherheit.

    Und leider ist genau so etwas in der Nachtschicht vorgekommen.

    Sie wurde bei einer nächtlichen Streife von einem Betrunkenen, der eine Bierflasche als Waffe nutzte angegriffen.


    Sie hat das einzig richtig gemacht, und hat den Rückzug angetreten und die Zentrale verständigt.


    Das war genau die Zeit, in der die Doppelstreifen eingespart wurden und nur noch Einzelstreifen tätig waren.

    Kunde will ja sparen.


    Da Verteidigungsmittel, so eine Sache sind im Sicherheitsdienst, gab es so etwas auch nicht.

    Bin dann mit ihr zum Wing chun, was meine Frau aber nicht gefallen hat.

    Zum Glück hat sie durch Weiterbildung es bis in die Sicherheitszentrale geschafft.



    Ich kann dein Chef also verstehen.

    Markus, erst einmal Willkommen.


    Ich kenne Kollegen die werden jede Nacht von Außerirdischen entführt.

    Oder andere sind Mitglied in Geheimbünden.


    Würde nicht alles Glauben…



    Natürlich kann es auch Wahr sein, was ich nicht hoffe.

    Ja es gibt Kontrollen, aber wie überall, haben die zu wenig Personal.

    https://www.welt.de/sport/fuss…ngskraefte-fluechten.html


    Da kommt dann gerne mal so was raus, es ist aber ein Fass ohne Boden.



    Meine Anfänge waren auch so, geh hin und sei Security, fertig.

    Ich hatte damals keine Ahnung, wusste nicht was die Gewerbeordnung ist.


    Genau dafür ist auch mein Video, das Aufklären, was es gibt und mehr.


    Nimm dir also bitte kein Beispiel an deinen Nachbarn.



    Die Wahrheit ist, aber auch, dass die Security eine Niedriglohnsektor ist.

    Der aber auch Möglichkeiten bietet kann, diese sind aber oft an Weiterbildung geknüpft.


    So gibt es sehr viele Kollegen die mit 11-12€/h arbeiten, dafür aber 280h machen.

    Aber es gibt auch Stellen über 20€/h, dort fehlen dann aber meist die Nachtzuschläge oder die Feiertage.



    Für mich selbst, reichen 180h und ein Nebenerwerb als Dozent.


    Das Thema Security ist bei Weiten nicht nur der Bereich, großer starker Kerle.


    Wünsche dir viel Glück, und schau dich hier im Forum um.

    Das sind 99%-mal besser Informationen als einen Nachbarn, der x-mal vorbestraft ist.