Posts by Engel14

    Kann Ex-Rezi nur zustimmen.
    Arbeite zZ an einer Uni und habe noch nie so viel mutwillige Zerstörung, Schmutz und Dummheit auf einem Haufen gesehen.
    Ich frage mich jeden Tag mindestens einmal wozu manche hier ein Abi haben bzw wie manche ihr Abi gemacht haben.

    Es ging um die grundsätzliche Feststellung, dass im Rahmen der Notwehr auch (absehbar) Dritte zu Schaden kommen können und die Notwehrhandlung trotzdem gerechtfertigt sein kann.


    Das hast Du bestritten und Deine Dozenten und Juristen haben ja gesagt, dass das in Deutschland angeblich nicht so sei. Das ist eben falsch. Thoma Fischer deutet das in seinem ZEIT-Artikel auch so an.
    Und ich brauche auch keinen Dozenten zu wechseln, ich bin selber einer, der sich seit über 10 Jahren mit dem Thema beschäftigen muss/darf und dementsprechend auch regelmäßig mit der Juristerei darüber im Austausch steht. Das deutsche Notwehrrecht ist eines der weitgehensten der Welt, das ist den Allerwenigsten bewusst - dafür muss man sich halt an gewisse Grundregeln halten, hat dann aber viele Rechtfertigungsgründe. wDurch den einen oder anderen Richter wird das zwar nach und nach aufgeweicht, aber dafür gibt es ja den Weg über die Instanzen.


    Dass der hier zu Grunde liegende bisher rein hypotetische Fall anders gelagert ist, ist glaube ich jedem klar.
    Dennoch ist es im Verhältnis zwischen Bürgern eben anders als im Verhältnis zwischen Bürgern und Staat.


    Darum ging es nicht.
    Das Szenario auf das sich die Umfrage bezieht gibt der Film bzw das Buch vor.
    Dort geht es um das absichtliche (vorsätzliche!) töten der (unschuldigen!) Passagiere und nicht um das versehentliche töten von Unschuldigen.


    Wenn Sie über andere Szenarien disskutieren möchten, ist vielleicht ein neuer Beitrag dafür geeigneter.
    Für mich ist das Thema damit durch.

    Damit hat sich bereits der BGH beschäftigt. Da ging es um abgegebene Schüsse in (berechtigter) Notwehr, die einen unbeteiligten Dritten getroffen haben.
    Ein LG hatte verurteilt und mit objektiver Pflichtwidrigkeit und der Vorhersehbarkeit des Treffens Dritter und Eintritts der Todesfolge argumentiert. Der BGH kassierte das Urteil und widersprach dem bedingten Körperverletzungs- und Tötungsvorsatz und sogar der fahrlässigen Körperverletzung und stellte auf die Notwendigkeit der Verteidigungshandlung ab, da keine anderen Möglichkeiten ersichtlich waren, den rechtswidrigen Angriff abzuwehren.

    Das suche ich Dir jetzt aber nicht raus, zumal das zum Einmaleins der Rechtskunde zum Thema Notwehr gehören sollte.
    Zumindest kann man drüber nachdenken, ob das nicht auf die hier postulierte Situation nicht auch anwendbar ist.


    Es scheint nicht zum Einmaleins der Rechtskunde zu gehören.
    Da ich dieses Szenario einfach interessant fand habe ich versucht eine Bestätigung für deine Theorie zu bekommen.
    das gelang nicht trotz Rücksprache mit diversen Dozenten für Aus- und Weiterbildung im Sicherheitsgewerbe und mit einem Dr. Jur.nicht.
    Alle erklärten mir das die Tötung Unbeteiligter durch Notwehr nicht gerechtfertigt ist. Auch den von die geschilderten Fall kannte niemand.

    Wer sagt das ich den Tod Dritter in Kauf nehmen darf ?


    Vielleicht kannst du mir ein Fall nennen wo das in Deutschland schon mal durchgeführt wurde.

    §32 StGB?


    Notwehr ?
    Welchen Angriff der Passagiere und der Crew wird abgewehrt ?
    Sie begehen keinen Angriff der abgewehrt werden kann.
    Notwehr kommt meiner Meinung nach nur für eine Tötung des Entführers in Frage (z.B. durch einen Sky Marschall),
    aber nicht für die Tötung aller Flugzeuginsassen.



    Gerichte sollen nach Gesetzen und Paragraphen urteilen.
    Jemand kann sich Gesetzeskonform verhalten und trotzdem unmoralisch handeln.
    Nach welchen Gesetzen und/oder Paragraphen soll dann das Gericht verurteilen.


    Genauso kann sich jemand strafbar machen und trotzdem moralisch richtig handeln.
    Sollen Gerichte Täter freisprechen weil sie Moralisch richtig handeln ?
    Die Moral kann wichtig sein bei der Strafe aber nicht bei der Schuldigkeit.

    Schuldig !


    Das er die Menschen getötet hat steht außer Frage.
    Und da mir keine Rechtfertigungsgründe, Schuldausschließungsgründe oder Entschuldigungsgründe bekannt sind ist er für mich rechtlich schuldig.


    Ob er auch moralisch schuldig ist, ist ein ganz anderes Thema.
    Eine eventuelle moralisch Schuld sollte aber auch nicht vor Gericht oder vor dem TV geklärt werden werden.

    Und was hat das mit der Suche nach körperlich robusten Mitarbeitern zu tun? Eine Schlägertruppe als Sicherheitsdienst, die es vor vielen Jahren mal in München U-Bahn-Wache – Wikipedia gab, wird die Bahn nicht rekrutieren. Die möchten Leute haben, bei denen das Gehirn den Sitz nicht im Oberarm hat! Leider wird das bei der gebotenen Bezahlung schwierig werden.


    Ich poste nächstes mal mal das Sarkasmus-Schild daneben.


    Vielleicht wird es dann verständlicher.....

    Wenn du ein Objekt mit den Öffis nicht erreichst und kein Auto hast kommst du halt nicht hin, das sollte dein Chef eigentlich verstehen.
    Wenn er dich deswegen raushaut sollte es in der heutigen Zeit kein Problem sein eine neue Anstellung zu finden,

    @Engel14
    Schön das du hier Gesetzestexte zitierst, verstehst du diese auch?
    In dem hier beschrieben Fall gibt es weder eine Wohnung noch Geschäftsräume oder aber ein befriedetes Besitztum... usw.


    Ja ich verstehe die Gesetzestexte die ich zitiere.
    Ich habe mich auf die fehlenden Befugnisse, die vom Aufseher erwähnt wurden, bezogen und dabei leider überlesen das im Ausgangspost die Rede von einem nicht befriedeten Gelände handelt. Mein Fehler.


    Dann bleibt wohl nur der zivilrechtliche Weg: Verbotene Eigenmacht --> Besitzstörung --> Besitzwehr durch den Besitzer bzw den Besitzdiener

    Warum kann es kein Hausverbot aussprechen? Natürlich nur wenn ihm das Hausrecht als Beauftragtem übertragen worden ist.
    § 123
    Hausfriedensbruch

    (1) Wer in die Wohnung, in die Geschäftsräume oder in das
    befriedete Besitztum eines anderen oder in abgeschlossene Räume, welche
    zum öffentlichen Dienst oder Verkehr bestimmt sind, widerrechtlich
    eindringt, oder wer, wenn er ohne Befugnis darin verweilt, auf die
    Aufforderung des Berechtigten sich nicht entfernt, wird mit
    Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft.


    § 123 StGB Hausfriedensbruch - dejure.org