Posts by IQI Bremen UG

    Erst einmal einen schönen Abend an alle Kollegen und Kolleginnen!


    Ich komme in der letzten Zeit arbeitsbedingt leider nicht mehr so häufig ins Forum. Was aber immer wieder auffällt / aufkommt, ist die Frage nach mangelnder Qualifikation und fehlender Eignung für unser Gewerbe. Hier auch in einigen Posts und / oder immer wiederkehrenden Threads.


    Was mich einmal interessieren würde, wie war und ist es bei euch bestellt mit Motivation und Eigeninitiative hinsichtlich des Themas Weiterbildung? Leider vermisse ich das sehr bei vielen (offen gestanden den meisten..) Kollegen... :-/


    Ich habe auch sehr viel Aufwand betreiben müssen in dieser Hinsicht. Leider begegnen mir immer wieder Leute / Kollegen / angehende Kollegen, die mit möglichst wenig Aufwand möglichst viel erreichen und / oder haben wollen. Es wird sich beklagt ohne Ende....aber selbst mal etwas zu tun um seine eigene Situation zu ändern......sowas vermisse ich dann...


    Ich weiß dass unsere Branche nicht leicht ist, bzw. es den meisten nicht leicht gemacht wird, (woran das mitunter liegt wissen die meisten hier und ich denke die Gründe müssen nicht mehr wirklich erläutert und begründet werden....das wäre vermutlich ein Roman, aber mich persönlich nervt es ziemlich, wenn ein nicht all zu kleiner Anteil an (angehenden) Kollegen sich ständig darüber beklagt, wie scheiße doch alles in unserem Job ist, aber nicht bereit dazu sind, selbst etwas zur Änderung beizutragen.


    Seht ihr das ähnlich? Bzw., wie sind eure Erfahrungen mit den benannten Aspekten?


    MfG

    Oh weih....da sieht man mal wieder was so alles auf dem markt herum kreucht. Bei der Erwähnung von 20 Tagen Urlaub wäre ich einfach und wortlos gegangen....finde es schon schwach, dass bei der Ausbeutung von SMA im Großteil diverser Sicherheitsunternehmen nur der gesetzliche Mindestanspruch von 24 Tagen gewährt wird......aber DAS ist wirklich mehr als dreist.


    In meinen Augen lohnt sich die Qualifizierung zur geprüften Schutz und Sicherheitskraft schon. Für mich hat es sich damals in jedem Fall gelohnt. Wichtig ist, dass du dir vorweg Gedanken machen solltest, was konkret deine Ziele diesbezüglich, bzw. nach Erlangung der Qualifikation sind....

    Wie es ja schon im Vorfeld erwähnt wurde, gibt es keine Berufsbezeichnung für eine absolvierte Sachkundeprüfung im Bewachungsgewerbe. Eine >Berufsbezeichnung< gibt es i.d.R. für sog. Ausbildungsberufe, d.h., dass du eine bestimmte Berufsbezeichnung nur zu führen berechtigt bist, (ob rechtlich geschützt oder nicht etc. lasse ich mal außen vor), wenn du die entsprechende Abschlussprüfung in dem jeweiligen Ausbildungsberuf erfolgreich absolviert hast. In diesem Zusammenhang wären beispielsweise die Fachkraft-, oder Servicekraft für Schutz und Sicherheit eine Berufsbezeichnung. Als "Sachkundler" hast du, wie es ebenfalls schon erwähnt wurde, lediglich eine Lizenz erworben, um (auch als "Ungelernter") in diesem Gewerbe beruflich tätig werden zu dürfen. Was mich etwas überrascht, ist die Frage danach, in welchen Bereichen man tätig werden darf und in welchen nicht etc.......
    Wenn du doch einen Vorbereitungskurs besucht hast, wurde das dort denn nicht erläutert? Die Erwähnung sowie Erläuterung der sachkundepflichtigen Tätigkeitsbereiche sowie der Differenzierung zwischen den Unterrichtungsverfahren und der Sachkunde nach § 34a GewO sind an sich absolute Grundlagen die in jedem vernünftigen Kurs und auch gleich zu Beginn in der Regel vermittelt werden. Ich denke mal, dass mit deiner Aussage;
    "Ich habe heute gehört, das man damit nicht überall eingesetzt werden kann. Es gibt nur bestimmt Bereiche"
    wird mit Sicherheit das reine Unterrichtungsverfahren der IHK´s gemeint gewesen sein und nicht die Sachkundeprüfung.


    Hieß es in deinem Vertrag dass die Waffensachkunde vermittelt wird, oder "nur" der Umgang mit Waffen? Letzteres wäre nämlich "lediglich" ein i.d.R. rein theoriebasierter Anteil in der Vermittlung der prüfungsrelevanten Themengebiete zur Sachkundeprüfung.


    Wenn es aber -tatsächlich- aus dem Vertrag so hervorgehen sollte, wie auch entsprechend genanntes Praktikum, und dies nicht durchgeführt wird (ich nehme mal an dass dies selbstverständlich mit in die Teilnahmegebühr) einkalkuliert wurde?!!), liegt definitiv ein Vertragsbruch seitens des Anbieters vor.


    Hinsichtlich der Frage mit der Bezeichnung nochmal:


    Solltest du dich bewerben, bewirb dich einfach als Sicherheitsmitarbeiter. Damit ist es denke ich am ehesten getan und das trifft es wohl ganz einfach auf den Punkt.


    Wichtig ist weder eine Bezeichnung, ein Titel oder sonstiges, sondern, dass du deine Arbeit vernünftig und bewusst verrichtest und das Berufsbild mit entsprechendem Handeln und Auftreten vernünftig vertrittst!

    Also mir geht es mit meinen Qualifikationen (oberhalb des § 34a) nicht schlecht in der Branche und ich bin durchaus zufrieden. Ich bin seit 2009 in der Aus- und Weiterbildung von Sicherheitskräften tätig. Bin hauptberuflich Ausbilder und bekleide mittlerweile eine angemessen honorierte Führungsposition im Bildungssektor. Ich für meinen Teil habe meine Entscheidungen bzgl. meiner eigenen Qualifizierung bis dato nicht Einmal bereut.
    Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied. Ich weise nicht von der Hand, dass es kein Zuckerschlecken ist und man sich manchmal ganz schön den Ar.... aufreißen muss, um etwas im Gewerbe zu reißen, aber wie es zumal schon von einigen Kollegen vorher beantwortet / kommentiert wurde, ist ein gewisser Grad an Flexibilität manchmal erforderlich.
    Und auch hier im Norden gibt es Chancen für ausgebildete und qualifizierte Kräfte! Natürlich sind diese vergleichsweise im Süden des Landes vermehrt zu finden, aber wie auch hier bereits schon "gezeigt" wurde, bestehen durchaus Chancen und Möglichkeiten. In den Schoß fallen sie einem allerdings sicher nicht, das ist auch Fakt.