Posts by Cygniat

    Ja darf man.


    Es ist eine Kombination aus § 7 Abs. 1 Satz 1a ArbZG (Das 12 Stunden Schichten erlaubt) und § 3 ArbZG (Wonach jeden Werktag, also 6 Tage die Woche, gearbeitet werden darf).


    D. h. die Sechs-Tage-Woche ist lt. Gesetz der Standard. Die Fünf-Tage-Woche hat sich nur irgendwann einmal glücklicherweise etabliert.

    Mhh, der Kunde kann den Schaden natürlich vom Unternehmen verlangen.


    Wobei keine grobe Fahrlässigkeit vorliegt, da es dank der Kleidung nicht ganz naheliegend falsch ist. (Siehe vgl. Palandt/Heinrichs, Rn. 277 Rn. 2). Eine einfache Fahrlässigkeit liegt allerdings vor.


    Dann folgt die Frage in wie weit das Unternehmen Schadenersatz vom Arbeitnehmer verlangen kann. In wie weit eine einfache oder mittlere Fahrlässigkeit vorhanden ist hängt auch davon ab, wie weit die "betriebliche Übung" erfolgt ist in der Vergangenheit. Wenn es betriebliche Übung war so zu reagieren hat er Glück, wenn nicht, hat er Pech.


    Im Endeffekt kann man nur hoffen, dass das Unternehmen ordentlich versichert ist, bzw. der Arbeitnehmer über die GUV-Fakulta.

    Solange da kein "Mindestens 173 Stunden / Monat" steht, ist die Klausel leider zu neutral, zu nichts sagend.


    Denn damit gilt es als Regelstunden, jedoch nicht als Pflichtstunden.


    Im Zweifelsfall gilt dann §106 GewO, wonach der Arbeitgeber als Arbeitszeit festlegen kann was er will, solange er dich nicht übermäßig benachteiligt. Eine übermäßige Benachteiligung liegt aber nicht vor, wenn das konkrete Objekt erst später begonnen wird.

    Da hilft nur eines: Widerspruch einlegen^^.


    Mir wollte man eine selbstgezahlte Fortbildung nicht anrechnen, da sie vermeintlich privat war. Widerspruch eingelegt, begründet und gemeckert, danach wurde sie anerkannt.


    Ähnlich kann man auch mit der Reinigung vorgehen oder anderen Dingen die etwas "schwammig" sind. Wobei die Ablehnung wegen "KANN kostenlos" schon nicht mehr schwammig ist, sondern schon dreist seitens des Bearbeiters.

    Da der Urlaub in Werktagen (Werktage sind Kalendertage BUrlG §3. Abs. 2) und nicht in Arbeitstagen berechnet und genommen wird, ist der Dienstag dein erster Urlaubstag in dem Fall.

    Das Bundesdatenschutzgesetz ist da unproblematisch.


    Nach § 32 ist die Erhebung des Krankenscheines erlaubt. (in Verbindung mit § 13). Es steht nicht dort, dass es keine externen Kräfte tuen können.


    Nach § 6 ist der Datenschutz einzuhalten. Darauf muss natürlich in einer gesonderten Dienstanweisung hingewiesen werden, damit der Mitarbeiter das auch weiß.


    Es sind sinngemäß, wegen der Sparsamkeit, möglichst wenige Personen zu beteiligen. Aber wenn nur ein Pförtner und ein Personalbearbeiter Zugriff auf die Daten haben, ist es unproblematisch. Wobei eine ordentliche Dienstanweisung existieren muss, um diese Sparsamkeit, Sicherheit und andere Dinge zu gewährleisten.

    Moin,


    1. Kannst du die genaue Formulierung des Paragrafen im Vertrag nennen? Das Problem ist, oft werden sie so allgemein formuliert, dass man nicht direkt eine Mindeststundenzahl schlussfolgern kann, auch wenn man dies vermutet. Ansonsten gilt GewO §106, d. h. im Prinzip kann er machen was er will, solange er es nicht übertreibt, d. h. deine Interessen übermässig benachteiligt.


    2. Das kann dir keiner Beantworten, da es von sehr vielen individuellen Faktoren abhängt, wie Mobilität, Finanzsituation,... Ich bin jung, habe einen Sicherheitsmeister, ich würde schnell wechseln. Wenn man ein Haus gebaut hat und zwei Kinder, sieht das schon ganz anders aus.


    3. Das Krankengeld wird lt. den mir bekannten Tarifverträgen berechnet wie das Urlaubsgeld. D. h. es wird der Grundlohn der letzten 3 Monate genommen (manchmal auch 12 Monate je nach Bundesland) und dies ohne Zuschläge auf die Krankheitszeit umgerechnet. D. h. die Anzahl der Schichttage hat keinen Einfluss.


    Im Endeffekt bleibt dir nichts anderes übrig, als das Gespräch zu suchen.


    Es gibt durchaus interessante juristische Mittel wenn du Druck ausüben möchtest, wie zum Beispiel das Abmahnen des Arbeitgebers (es ist nicht nur einseitig von AG zum AN, es geht auch umgedreht), aber die wahrscheinlichen Folgen kannst du dir ja denken.


    VG

    Lieber Theoderich:
    Es liegt gerade in der Natur der Nichtbeanstandungsgrenzen, dass es zu diesen eben keine rechtlich verbindlichen Dokumente gibt. Sie sind oft aus Vereinfachungsgründen der Praxis heraus entstanden. Ein Beispiel: Der Klassiker der 16 € Kontoführungsgebühren ist auch so eine Grenze, sie ist allgemein Bekannt, ABER du wirst nirgendwo eine offizielle Quelle dazu finden.


    Zur Grenze:
    Eine Quelle findest du z. B. hier: Checkliste zum Steuern sparen: Wo das Finanzamt nicht so genau hinschaut -
    Ratgeber -
    Bild.de

    Ja, ich weiß Bild^^... Aber ich hab jetzt keine Lust Neujahr mit dem Wälzen von "Mandantenbriefchen" zu verschwenden ;-). Ich gebe diesen Wert jedenfalls immer an und er wurde auch Seitens des Finanzamtes diskussionslos akzeptiert. Und wenn doch jemand meckert, schickt man eine "optimierte" Berechnung hinter her.


    Zur Berechnung:
    Btw: Offensichtlich bist du Selbstständig, ansonsten fehlt in der Berechnung u. a. der Urlaubsabzug :-P.