Posts by Cygniat

    Nee, das mit den 21 Tagen ist korrekt, zumindest für die ersten zwei Jahre:

    § 3 Abs. 3.2 Manteltarifvertrag: "Während der ersten 2 Jahre des Beschäftigungsverhältnisses kann das Arbeitsverhältnis mit einer Frist von 21 Kalendertagen zum Schichtende gekündigt werden. Die Bestimmungen zur Probezeit gemäß Ziffer 3.1. bleiben hiervon unberührt. Während des dritten, vierten und fünften Jahres des Beschäftigungsverhältnisses beträgt die Kündigungsfrist einen Monat zum Monatsende. Ab dem sechsten Jahre des Beschäftigungsverhältnisses gelten die Kündigungsfristen gemäß den länderspezifischen Tarifverträgen."

    Bereitschaftszeit ist Arbeitszeit. Dazu gibt es genug Urteile, google it^^. Es muss folglich bezahlt werden, wenn auch nicht mit den gleichen Entgeld.


    Wenn du viel kaufmännisch arbeitest ergibt sich aber ein anderes Problem: Du darfst nur länger als 8 Stunden in der Regel arbeiten, wenn ein Großteil der Arbeit in den Bereitschaftsdienst fällt. Das ist zumindest in der Theorie beim Wachdienst der Fall. Bei einem anderen Tätigkeitsschwerpunkt ist dies genauer zu prüfen.

    Sorry meinte Absatz 4 nicht 3.


    Dort steht übrigens weder Arbeitgeber noch Arbeitnehmer.


    Man darf also im Tarif abweichen wie man will... Extrem nach AN Seite, aber auch extrem nach AG Seite.

    Nein, Nach §4 Abs. 4 (vormals stand dort versehtnlich Abs. 3) in Kombination mit § 4 Abs. 1 EntFG kann in alle Richtungen abgewichen werden, also auch zum AG.


    Aber zurück zur Originalfrage, die Antwort steht im Manteltarifvertrag. In der Regel richtet sich das Krankengeld an den Zahlungen über einen bestimmten Zeitraum der Vergangenheit. Dieser schwankt aber je nach Quelle und Bundesland zwischen 3 Monaten und 12 Monaten.

    Das Gewerkschaften lieber für sich selber als für ihre Mitglieder kämpfen ist bekannt.


    In meiner Firma hat die NGG dieses Jahr auf biegen und brechen eine Tarifbindung eingeführt.


    Das Ende vom Lied: Massendegradierungen, im Schnitt 5 Jahre keine Lohnerhöhungen (um die Degradierungen finanziell anzupassen), massive Senkung der Zuschläge, Zwangsfrei ab der 40 Überstunde per Betriebsvereinbarung (vorher selbst entschieden ob ausbezahlt oder freiwillig abgebaut). u. s. w.


    Man hat gemerkt, dass es dem Gewerkschaftssekretär nicht im geringsten um seine Mitglieder oder die Arbeiter ging, sondern nur darum einen neuen Betrieb nach Hamburg vermelden zu können. So muss man sich über Vertrauens- und Mitgliederverluste nicht wundern.

    Solange du mehr verdienst, auf die Stunde umgerechnet, als für die gleiche Tätigkeit im Tarif angegeben, so ist eh alles im grünen Bereich. Wobei die Meisterstelle meist die höchste Eingruppierung ist, danach kommen nur noch die AT-Angestellten.


    In vielen Tarifverträgen gibt es ein Abstandsgebot zwischen den Tarifangestellten und AT-Angestellten (Festgehalt) von min. 10 % bis 25 % durchschnittlich. Diese Klausel existiert aber leider im Sicherheitsgewerbe nicht.


    Alternativ fällt ein "leitender Angestellter" nicht unter den Tarifvertrag. Er kann also sogar unterhalb des Tarifes entlohnt werden. Jedoch sind die Anforderungen dafür sehr hoch, so darf er u. a. Mitarbeiter selbstständig entlassen und einstellen. Jedoch hoffe ich, dass niemand der diese Kompetenzstufe annimmt, sich unterhalb des Tarifes entlohnen lässt!

    §6 letzte beiden Sätze: "Beim Zusammenfallen mehrerer Zuschläge ist jeweils nur der höchste zu zahlen. Ausgenommen davon ist der Nachtzuschlag."


    D. h. der Nachtzuschlag wird immer gezahlt. Dazu kommt der Sonntags ODER Feiertagszuschlag (jeweils der höhere).


    Zu beachten ist, dass der Zuschlag nur von 00:00 bis 24:00 bezahlt wird. D. h. wenn du an einem Sonntag anfängst, erhälst du den Sonntagszuschlag nur für 3 Stunden in deinem Beispiel.

    Wenn eine andere Firma das Objekt übernimmt, kann er selber entscheiden was er macht. D. h. ob er neues eigenes Personal einsetzt oder vorhandenes übernimmt, ist ihm frei überlassen. Ob ein Betriebsübergang vorliegt ist die Folge seiner freien Entscheidung und keine gesetzte Grundlage.


    Den Kurs selber muss er nicht zurückzahlen, da im letzten Satz des §4 des Arbeitsvertrages steht, dass dies nur bei Eigenkündigung oder bei Kündigung wegen Verstoßes gegen die arbeitsvertraglichen Pflichten erfolgt. Beides liegt bei einen Objektverlust nicht vor.

    Im Manteltarifvertrag NRW steht im § 10 Erfüllungsortprinzip: "Die Ansprüche aus den tariflichen Bestimmungen dieses Manteltarifvertrages und des jeweils gültigen Lohntarifvertrages richten sich nach dem Ort der Erbringung der Arbeitsleistung".


    Damit ist das recht eindeutig und schnell geklärt.


    Allerdings wundert es mich, dass der Betriebsrat anscheinend nicht viel unternimmt. Er hat nach § 87 Abs. 1 Nr. 10 BetrVG ein Mitbestimmungsrecht bei der Ausgestaltung, dazu zählt natürlich auch die Auswahl des zuständigen Tarifes. Und wenn der BR eine andere Meinung hat als der AG, dann muss man halt zum Arbeitsgericht gehen (also der BR, nicht der Mitarbeiter). Das zieht dann meist auch recht schnell, weil das kostet denen richtig Geld...

    Ahoi,


    Rolly: ja, er darf es nicht einfach abziehen, wenn du max. 6 Stunden arbeitest. Der Sachverhalt klingt auch insofern obskur, da die Mindestpausenlänge 15 min. beträgt.


    DerSheriff: Ab 6 Stunden Arbeit MUSS eine Pause gemacht werden. Also sie steht dir nicht nur zu, du musst sie sogar machen.


    Für beide Antworten ist §4 ArbZG einschlägig.

    Der Arbeitgeber hat gemäß §3 ArbSchG dafür zu sorgen, dass du geschützt bist.


    Es wird also andersrum ein "Schuh" daraus. Der Arbeitgeber hat sorge zu tragen dass dir nichts passiert, nicht du musst dir Angst machen.


    Insofern also erstmal Nein.


    Aber wie dies im Detail aussieht, kann dir niemand ohne weitere Details sagen.

    Dein letzer Arbeitstag wäre der 07.12.
    (Die Frist beginnt immer erst am Folgetag zu laufen § 187 BGB).


    Allerdings gilt das Datum nur bei direkter Abgabe. Wenn du es per Post schickst, musst du z. B. den Postweg mit einrechnen (§ 130 BGB). Die Frist läuft ab Folgetag der Kenntnisnahme des Arbeitgebers.


    Ja du musst exakt kündigen.
    Du kannst auch die Frist verlängern (§ 190 BGB) oder verkürzen (Aufhebungsvertrag), aber dafür benötigt man ein gegenseitiges Einvernehmen.


    Da es sich bei den 21 Tagen um Kalendertage handelt (lt. Manteltarivertrag) und nicht um Werktage, musst du das Wochenende mitzählen und kannst direkt hochrechnen.