Posts by Baldrian

    Hallo, Auf öffentlichen Veranstaltungen existiert ein Allgemeines Waffenverbot. Ausnahmen davon vergibt die zuständige Waffenbehörde.

    Ohne Ausnahmegenehmigung macht man sich strafbar, ob man allerdings als Teil der Veranstaltung gilt, müsste konkret abgeklärt werden. Immerhin bewegt man sich auf dem Platz auch im Sommer und kannst an sich dem Weihnachtsmarkt nicht wirklich zugerechnet werden.


    Zum Führen von Hiebwaffen brauchst du keine Genehmigung einer Behörde, hier reicht die Dienstanweisung aus. Und hier wirds spannend. Disclaimer: Dienstanweisung unterliegt dem Geschäftsgeheimnis. Aber, wenn in der DA steht, das während des Dienstes der Hausrechtsbereich nicht verlassen werden darf, dann erstreckt sich das Waffenbedürfnis auch nur auf den Hausrechtsbereich, ergo ist das Bewegen und Führen einer Hiebwaffe im öffentlichen Raum nicht vom Bedürfnis gedeckt.

    Hi, welche Qualifikation und auf welcher Basis läuft denn diese Umschulung?


    Falls du skss oder fkss durch arge oder Jobcenter machst, wäre dies zutreffend, da du ein Ausbildungsverhältnis eingegangen bist.

    Eventuell kreuzen sich hier auch Bestimmungen aus der AZAV.

    Gruß

    Als ob der Tarifvertrag dafür sorgt dass das "Paket" stimmt. Ich kenn noch 5,14 brutto trotz oder grad wegen dem Tarifvertrag. Da stimmte das "Paket" nur, wenn man 220 Stunden gerissen hat. Quasi ein sklavisches Arbeitsverhältnis. Für mich persönlich ist das sittenwidrig.


    Ein TV der nichtmal von 13 % der Mitarbeiter mitgetragen wird, hat für mich persönlich keine Rechtsbindung. Wachpersonen gehören für mich zu den Menschen mit der geringsten Gewerkschaftsaffinität überhaupt. Liegt wahrscheinlich auch an der Entpolitisierung der Massen und dass linke Standpunkte nicht mehr in sind.

    Die Arbeiterklasse schaufelt sich ihr eigenes Grab.


    Meinen Lohn verhandele ich selbst, dafür brauch ich nicht die Verräter von der Ver.Di!

    Jop schon einige, diese Verletzungen resultierten alle aus Zugriffsszenarien im Kontext einer Detektivtätigkeit im Einzelhandel.

    Umgeknickter Knöchel bei der Nacheile, 2 mal ne Faust im Gesicht ohne wirkliche Auswirkungen, paar blaue Flecke...


    Was ein weiterer Punkt ist, der häufig aus der "männlichen Attitude" unserer Gewerbes resultiert, ist die psychische Seite.

    12 Stunden Wechselschichten, spontanes Einspringen bei Ausfall, undankbare Vorgesetzte die nur das Humankapital sehen, schwierige Situationen die zu bewältigen sind, Verletzungen von Kollegen...

    Ich würde mich freuen wenn diese Probleme in der DIN 77200 berücksichtigt werden würden.


    Bleibt gesund

    Ich denke nicht, dass dieses seperatistische Denkweisen uns als Branche und als Land voranbringen.

    Aber wenn es wen interessiert, in Bayern läuft auch nicht alles glatt.

    Stichwort PKW-Maut (53 Millionen)... Und wie war das noch mit den E-Rollern, welche die Straßen der Städte verstopfen? Danke Scheuer!


    Zitat Bundesfinanzministerium:

    Quote

    Das System des Länderfinanzausgleichs hat nun die Aufgabe, die sich durch die Steuerverteilung ergebenden Finanzkraftunterschiede unter den Ländern angemessen auszugleichen, so dass alle Länder in die Lage versetzt werden, den ihnen zugewiesenen Aufgaben nachzukommen.


    Wie Nemere es propagiert, verhält es sich schlicht nicht. Aber ist okay, jeder wie er kann... Jedem Zipfelklatscher sein Berlinlakai, wenn ich sowas schon höre, muss ich mich doch sehr darüber wundern.

    Jedes Bundesland hat unterschiedliche Gewichtung von Ausgaben, Einnahmen und Potential.

    Berlin als Bundeshauptstadt, Stammsitz der meisten Ministerien, dem Bundesrat, Universitätsstadt und und und, hat einfach mehr Ausgaben als die bayerische Provinz.

    Und immerhin sind das doch Peanuts, verglichen mit 31,8 Milliarden Euro, welche unserem Staat durch Cum-Ex Geschäfte geraubt wurde.

    16 Milliarden, mit denen die HSH Nordbank 2 mal "gerettet" wurde.

    18,2 Milliarden, mit denen die Commerzbank saniert wurde.

    Der Abbau von Atommeilern und die Endlagerung kosten dem Steuerzahler 170 Milliarden Euro, obwohl das doch alles bereits bezahlt wurde und zwar vom Endkunden.

    Und hier Jammern Leute rum wegen Solidarität unter Bundesländern. Unfassbar!


    Ich sage Danke Bayern, Hessen und BaWü!

    Irgendwann bekommen wir den Flughafen auch noch hin!

    Danke für deine Antwort.

    Das private Bewachungsgewerbe ist per Definition ein atypisches Beschäftigungsverhältnis, weil Arbeitnehmerüberlassung, und damit ein prekäres Arbeitsverhältnis. Dafür zieht niemand um und das finde ich nachvollziehbar.


    Jeder hat so seinen Lebensentwurf, ich würde nicht aus der Hauptstadt aufs Dorf ziehen, schon garnicht nach Bayern.

    Hatte ich schonmal, mit 16 Jahren für ne Kochausbildung im Allgäu. War keine schöne Erfahrung.


    Ich zieh mich zurück, es wurde von meiner Seite alles gesagt.

    Natürlich ist das ernstgemeint. Deutsche bewegen sich nicht einmal von Brandenburg nach Bayern, obwohl es dort Stellen für Fachkräfte Schutz und Sicherheit gäbe.
    Die Erklärung warum alle nach Deutschland wollen (was ich im übrigen nicht gutheiße) gibst Du Dir selbst - weil es nämlich entsprechende Anreize gibt. Der Unterschied zu vielen Deutschen ist eben, das sich viele Deutsche nicht einmal dann bewegen, wenn es diese Anreize in Form von gut bezahlten Stellen gibt.
    Wir sind in Deutschland und eigentlich in ganz Mitteleuropa auf dem besten Weg eine alte müde Gesellschaft zu werden, die wahrscheinlich in wenigen Jahrzehnte von jungen dynamischen Gesellschaften überrannt werden wird.

    Hallo Nemere.

    Ich lebe in Berlin und hier gibt es sehr viele Menschen, die nicht in Berlin geboren wurden. Das zeigt, dass Deutsche durchaus den Wohnort wechseln. Auch die Landflucht kann hier als Gegenargument angeführt werden, in Brandenburg sind viele Dörfer entvölkert, bzw. nur die alten leben noch dort.

    Selbst ich, als gebürtiger Berliner, habe vielen Freunde aus Jugendtagen Adieu sagen müssen.

    Deutsche sind nicht per se unbeweglich. Es muss sich nur lohnen und die richtigen Umstände dafür stimmen.

    Und wie gesagt, FKSS verdienen nun nicht die Welt, also lohnt es sich nicht. Zumal die Besonderheiten in unserem Gewerbe definitiv kein sicheres Standbein ermöglichen.

    Auschreibung verlieren, in anderes Objekt versetzt werden, Geschäftsführer verliert die gewerberechtlichen Erfordernisse. Niemand zieht für ein prekären Job in ein anderes Bundesland. Und prekäre Stellen gibt es in unserem Gewerbe zu Hauf.

    Das wär vielleicht anders wenn wir keine Zeitarbeiter wären, sondern in Direktanstellung.


    Und bitte nimm mir das nicht krumm, aber ich finde dass du ein bisschen überheblich rüberkommst.

    Ich missgönne dir deine Stelle nicht, ich finds nur deplatziert, dass du von deinen Turm auf andere zeigst, ohne die Gegebenheiten zu berücksichtigen und zu hinterfragen. Es würde sich lohnen!

    Das ist ja der Oberhammer!!!

    Vielen Dank dass du dieses Erlebnis mit uns geteilt hast! Die kommt in meine Top5!

    Ich hätte zu gern die Gesichter deiner EL gesehen als er gemerkt hat, dass er sich grad tierisch zum Klops macht und das auch noch vorm Kunden.

    Unfassbar peinlich!

    Auch dass einige SMA Hausverbot bekommen haben, spricht ja nun nicht grad für diese "Schwedische Sicherheitsfirma"(als ob nicht jeder wüsste von welcher Fa. die Rede wär ^^)


    Vielleicht wärs gut, wenn du erstmal dort bleibst und dem Kunden loyal bleibst. Solche Erlebnisse schweißen zusammen und bei der nächsten Ausschreibungsperiode kannst du vielleicht eine andere Firma vermitteln und als OL eingesetzt werden, oder eine unternehmenseigene Sicherheit aufbauen.


    Was ich an deiner Stelle überdenken würde wäre, die EL in die Pflicht zu nehmen, in Zukunft auf solche Späße zu verzichten und da die ja gesehen haben, was durch solche SMA mit eingeschränkten Sprachkenntnissen passiert, in Zukunft Muttersprachler ins Objekt zu schicken.

    Ist ja durchaus auch grenzwertig zur Verleumdung und kann deinen Ruf massiv schaden. Gut dass du die Nr vom Kunden parat hattest.


    Ich kann auch verstehen, dass du dass auf Dauer wohl nicht lustig finden dürftest, ich drück dir die Daumen dass bei dir bald bessere Zustände kommen!


    Danke!

    Danke für deine Antwort,

    grundsätzlich hast du ja nicht Unrecht, auch wenn ich den Vergleich des hungernden Afrikaners der um sein Leben fürchtet, mit einem lohngedumpten outgesourcten SMA schon krass und diskutabel finde.

    Aber ich verstehe was du so pointierst zum Ausdruck bringen möchtest.

    Im Arbeitsvertrag muss nach § 2 des NAchweisgesetzes auch eine Aufgabenbeschreibung enthalten sein. Auch diese sollte dann eben so formuliert werden, dass daraus deutlich hervorgeht in welcher Funktion (Fachkraft oder Sachkundeprüfung) Du eingesetzt bist.

    Dies stimmt allerdings so nicht, § 2 gibt vor, Zitat:

    Quote

    5.eine kurze Charakterisierung oder Beschreibung der vom Arbeitnehmer zu leistenden Tätigkeit,

    Das wars und der Vermerk das Bewachungsdienstleistungen Vertragsgegenstand sind, reicht hier vollkommen aus.

    Möglich dass es in anderen Regionen üblich ist, die Qualifikation zum Vertragsgegenstand zu machen. In Berlin ist dies nicht üblich, soweit ich das Überschauen kann und würde unternehmerisch auch wenig Sinn machen.

    Im Arbeitsvertrag ist doch auf jeden Fall die Entlohnung angegeben. Und daraus ergibt sich wie der Arbeitnehmer bezahlt wird - als Fachkraft oder für die Sachkunde.

    Hallo Nemere ,

    Unter dem Punk Vergütung steht doch häufig sowas:

    Der Arbeitnehmer erhält eine Vergütung nach dem jeweils geltenden Tarifvertrag.


    Wenn auf deinem Vertrag numerisch festgelegt ist, wieviel du verdienst, beglückwünsche ich dich zu deinem scheinbar tollen AG :)

    Hallo, danke für die Antworten.

    Wenn die Fachkraft also den Arbeitsvertrag für eine Sachkundestelle unterschreibt, ist sie selber schuld und braucht nicht herumzujammern, dass sie keinen Fachkrafttarif bekommt.
    Nötigenfalls muss eben auch die Fachkraft dorthin gehen, wo Fachkräfte gebraucht werden und zumindest nach Tarif, inzwischen teils auch übertariflich bezahlt werden, z.B. in Südbayern.
    Nicht die Arbeit kommt zur Fachkraft, sondern die Fachkraft muss dorthin gehen, wo ihre Qualifikation gebraucht und auch bezahlt wird.

    Die Fachkraft unterschreibt erstmal einen Arbeitsvertrag. Die geplante Stelle ist selten Vertragsgegenstand, korrekt?

    Auf welche Stelle diese dann kommt, ist mehr oder weniger Unternehmerwillkür.

    Man darf nicht vergessen, dass wir Zeitarbeiter Deluxe sind und keine Festangestellten beim Kunden.

    Und nebenbei zu erwähnen bleibt auch, dass durch die ARGE und JC zumutbare Arbeit angenommen werden muss. Es verhält sich also nicht grad so, dass man sich den Job aussuchen könnte. Sicher, wenn man unter Vertrag ist, kann man sich umsehen und Bewerbungen schreiben. Manche machen dass auch, aber letzendlich siegt doch häufig die Bequemlichkeit des Bekannten. Da ist jeder für sich in der Verantwortung, da hast du schon recht.


    Und bezüglich der angesprochenen Binnenmigration.

    Es ist doch eher nicht zu erwarten Frau, Kinder und soziales Umfeld für einen Job zu verlassen der regelmäßigen Ausschreibungen unterliegt und unterm Strich ein paar mehr Euro zu bekommen, die dann wieder für die höheren Lebenshaltungskosten draufgehen, oder?

    Die Arbeitgeber im bezugnehmenden Interview sagen doch dass sie für den Eigenbedarf ausbilden, also wo sind dann die Fachkräfte in den neuen Bundesländern? Warum sind mittlerweile viele GSSK bis FKSS am Markt, die nicht Qualifikationsorientiert eingesetzt, bzw. bezahlt werden?

    Allein in meinem Cholerikum gibs 4 GSSK die Sachkunde, bzw. Unterrichtungstarif bekommen.

    Ok, vielleicht ist mein AG (hoffentlich) nicht representativ für Sicherheitsunternehmen, aber das ist halt meine Wahrnehmung ^^.


    Baldrian, du tust hier vielen Leuten Unrecht, viele dieser von dir benannten Personen machen einen sehr guten Job.

    Ich habe schon manch gut ausgebildeten gesehen, der ist an unserem Objekt verzweifelt, von furchtbaren Fehlern in der Rechtschreibung, zum Beispiel bei Verbandbuch Einträgen mal abgesehen.

    Ist das nicht ein wenig ungerecht gegenüber den (einfachen) Mitarbeitern?

    Hey, keine Frage. Es gibt Sachkundler, die haben mehr drauf als eine GSSK. Wer 15 Jahre als SK-SMA gearbeitet hat, der bekommt einiges mit und hat sicherlich Vorteile zu jmd. der vor 3 Monaten die GSSK anerkannt bekommen hat.

    Bei SKSS und FKSS seh ich das schon bissl anders, bei den Prüfungen bekommt man nix geschenkt und diese Abschlüsse sind hart erarbeitet. Da setz ich schon voraus, dass der SMA auch entsprechendes Fachwissen und Kompetenzen vorhalten kann. Aber klar, nicht jeder ist für die Praxis geschaffen und Theoretiker braucht die Branche auch.


    Aber grundsätzlich würde ich mir wünschen dass langfristig die Sachkundequalifikationen und Unterrichtungsqualifikationen abgeschafft werden und die GSSK, oder eine vergleichbare QUalifikation, als Mindestqualifikation genommen wird. Und die von dir angesprochenen Mitarbeiter, die einen hervorragenden Job machen, freuen sich bestimmt auch, dass Ihr Wissen und Berufserfahrung nun endlich auch finanziell anerkannt wird, weil der Arbeitgeber die MA. in Weiterbildungen stecken muss um weiter marktfähig zu bleiben.

    Dadurch wird das Humankapital verknappt, welches dann im Wert steigt und es findet eine Professionalisierung unserer Branche, ähnlich wie in Schweden, statt.

    Und die Gesellschaftliche Anerkennung steigt damit auch und läst sich gut mit der geplanten Umsiedlung zum Innenministerium vereinen.


    Nochmal, es geht mir nicht darum unsere SK-SMA zu diskreditieren. Es geht mir um eine Professionalisierung und Wertsteigerung unserer Branche. Und da ist Ausbildung und Weiterqualifizierung im Rahmen des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses unverzichtbar.


    Danke und ich bin gespannt auf eure Antworten oder Feedback :)

    Hallo, danke für den Input.

    Ausbildung, Fachkräfteförderung und Mitarbeiterakquise ist ein spannendes Thema und bewegt mich seit 2012.

    Meiner Wahrnehmung nach haben wir leider immer noch zu viele Fachkräfte auf dem Markt, welche Sachkundetarif bekommen.

    Oder aus einer anderen Perspektive haben wir zu viele Sachkunde- und Unterrichtungsmitarbeiter. :D


    Diese Diskrepanz lässt sich leider nicht schönreden. Ich sehe hier die Firmen in der Verantwortung die Qualifikation stärker zu honorieren.

    Natürlich haben die Auftraggeber ebenfalls einen großen Einfluß, es wäre zu begrüßen wenn das kommende Sicherheitsgesetz unter dem Innenministerium stärker auf die Qualifikationen bei spezifischen Tätigkeiten eingeht und hier verpflichtende Standards setzt.

    Schauen wir mal wie sich das Gewerbe entwickelt.


    Bleibt gesund!