Posts by Baldrian

    Jop und zwar die DIN 77200.

    Die DIN ist eine Qualitätsnorm nach der sich SDL zertifizieren lassen können, also eher eine Selbstverpflichtung. Aber wenn du bei einem großen BDSW-Verbandsmitglied angestellt bist, ist das Unternehmen wahrscheinlich auch nach dieser DIN zertifiziert, unterwirft sich also freiwillig den Qualitätsnormen.

    ... und musste mich damals dennoch damit abfinden erst mal mit einem befristeten Vertrag zu starten...

    Ja das waren damals noch (schlimme) Zeiten.

    Glücklicherweise arbeiten wir heute auf einem Arbeitnehmermarkt und die Firmen haben mehr offene Stellen als Mitarbeiter. Und dieser Trend wird sich fortsetzen. So viele alte Kollegen die bald in Rente gehen, durch Corona ist der Prüfbetrieb aller IHK ausgesetzt, das führt nunmal zu akuten Personalmangel.

    Was uns dazu führt, dass Bewerber durchaus auch selbstbewusst Forderungen stellen dürfen und können.

    Vielleicht nicht beim ersten Gespräch oder beim zweiten Gespräch. Aber es ist alles eine Frage des Auftretens und des Dranbleibens.

    Am Tag nach der Absage rufst du nochmal im Betrieb an und fragst ob sie es sich anders überlegt haben. Nochmal nach einen Termin bitten, dann wieder hingehen, deinen Standpunkt nochmal erklären, Opportunitätskosten anführen (während wir hier sprechen, könnte ich bereits für Sie arbeiten) und zeigen dass man Bock hat aber eben klare Vorstellungen hast (die sollten natürlich realistisch und erfüllbar sein). Das macht auch einen hervorragenden Eindruck, weil man klare Ansprüche hat und auffällt.

    Es gibt keine schlechte Publicity, außer wirklich schlechte. Bei meinem Vorstellungsgespräch hab ich zur Voraussetzung gemacht, dass mein Abschluß (SKSS) im AV als Stellenbeschreibung steht und ich danach mindestens bezahlt werden, völlig unabhängig von der letzendlichen Tätigkeit. Auch 26 Urlaubstage waren mir zu wenig, hab 28 im ersten Jahr rausgehandelt und keine kurzen Wechsel. Nach nem halben Jahr war ich Objektleiter. Hab meinen GF gefragt, warum er mich als OL haben will, er meinte dass ich ihn und das Büroteam beim VG beeindruckt habe daher im Fokus geblieben bin und gute Arbeit geleistet habe.


    Kurzum, der Markt hat sich gewandelt und Humankapital ist das Blut der Unternehmen.

    Traut euch was, jedes Unternehmen dürstet nach Mitarbeitern die was leisten können.


    An deiner Stelle würd ich mich bedanken und mein Bedauern kundtun, dass es nicht geklappt hat und dem Unternehmen mitteilen dass du dich freuen würdest, wenn sich das Unternehmen bei dir meldet, sobald sich der Personaler mit seinen Chefs zu einem unbefristeten Vertrag abgesprochen hat. Und du hoffst natürlich, dass es dann nicht zu spät ist, da du einen guten Eindruck vom Unternehmen hattest aber natürlich weiter auf Stellensuche bist.

    Die Unternehmen haben 33 % Krankenstand und du willst arbeiten, aber hast eben diesen einen Anspruch der erfüllt werden muss, aus genannten Gründen.


    Ich hoffe du findest was du suchst

    Deine Reaktion werte ich als Zustimmung und Argumentationsleere, wenn du dich an Begrifflichkeiten aufhängst.

    Die Vorgaben des MTV bezüglich 12 Stundenschichten erachtest du als "realitätsfern". Ich erachte es als prekäre Arbeitsverhältnisse und das in einer Branche die sich dem Recht und Gesetz verschrieben hat.


    Ein Urteil des BAG dazu: BAG v. 26.4.2006 – 5 AZR 549/05

    Ein Auszug:

    Sittenwidriges Handeln ist ein Verstoß gegen die guten Sitten. Das von den guten Sitten Zugelassene erschließt sich aus dem Gesamtzusammenhang der Rechtsordnung. Zu den maßgebenden Normen zählen die Regeln des Grundgesetzes sowie sonstige gesetzliche Regelungen.

    Folgende Regelungen bezüglich Fürsorgepflicht kommen hier in Betracht:

    § 138 Abs. 2 BGB

    § 62 HGB

    §§ 617 bis 619 BGB


    Ein weiteres Urteil was denn Vollzeit bedeutet: BAG vom 25.03.2015 – Az. 5 AZR 602/13

    Auszug: Vollzeit bedeutet 40 Stunden, in sämtlichen AV die ich bisher in diesem Gewerbe in der Hand hatte stand 173,5 Stunden, also 40 Stunden durchschnittlich.

    Ausnahmen sind möglich klar, z. B. durch die Regelung im MTV bezüglich 12 Stundenschichten. Aber dafür ist nunmal Arbeitsbereitschaft vorzugeben und die Mehrarbeit ist durch Freizeitausgleich innerhalb von 3 Monaten auszugleichen.


    Noch ein weiteres Urteil:

    BAG vom 23.03.2016 – Az. 7 AZR 828/13


    Ein Arbeitgeber kann von einem Arbeitnehmer eine befristete Arbeitszeiterhöhung verlangen, wenn dies etwa durch Erkrankung mehrerer Arbeitnehmer oder einen außerplanmäßigen Arbeitsanfall betrieblich notwendig ist.


    Bei einer Aufstockung der Arbeitszeit in erheblichem Umfang müssen jedoch Umstände vorliegen, die die Befristung eines Arbeitsvertrags insgesamt über das erhöhte Arbeitsvolumen nach § 14 Abs. 1 des Teilzeit- und Befristungsgesetzes (TzBfG) rechtfertigen. Nur dann ist eine unangemessene Benachteiligung des Arbeitnehmers ausgeschlossen. Das Bundesarbeitsgericht sieht eine Arbeitszeiterhöhung von 25 Prozent eines entsprechenden Vollzeitarbeitsverhältnisses bereits als erheblich an.

    Das wären dann 50 Stunden bei einem Vollzeitvertrag. Überstunden müssen gesondert mit Aufschlag vergütet werden.


    Und hier hat das Gewerbeamt einer Bewachungsfirma den Weiterbetrieb untersagt, weil diese nicht nicht an die MTV-Vorgaben gehalten hat:

    Verwaltungsgericht Ansbach, 3.1.2018, Az. AN 4 S 17.02428


    Ich habe soviele Kollegen kennengelernt, deren Beziehungen kaputtgegangen sind oder die durch die Arbeit krank geworden sind, das mich dieses Thema durchaus stark beschäftigt.

    Aber ich bleibe bei meiner ersten Kernaussage, was andere so treiben interessiert mich nicht wirklich. Wer glücklich ist bis an das Maximum von ~233? Stunden im Monat zu arbeiten, soll das gerne tun.

    Ich halte es aber weiterhin für sittenwidrig und ein strukturelles Problem dieser unserer Branche.

    Nachtrag: auch die europäische Arbeitszeitrichtlinie gibt eine wöchentliche Höchstarbeitszeit von 48 Stunden vor. Und ich habe nun bereits mehrfach Urteile und Sachberichte gelesen, wo sich das Gewerbeaufsichtsamt sehr für Wachunternehmen interessiert, die ihre SMA 12 Stunden schieben lassen.

    Und das erstaunlicherweise völlig unabhängig vom Schutzobjekt. Beispiel: Ein SMA der ein Krankenhaus bewacht, unterliegt nicht den Ausnahmeregeln die für die KH-Mitarbeiter gelten.

    Quote

    Aber wie es hier schon erwähnt wurde, 6 Tage Woche ist erlaubt, auch jeweils 12 Stunden an jedem dieser Tage.

    Genau das stelle ich in Abrede. Das ist mindestens sittenwidrig, ein Ordnungswidrigkeitentatbestand und ein direkter Verstoß gegen die Fürsorgepflicht des AG.



    Falls es dazu Widerspruch oder Anmerkungen gibt, wär ich für Feedback dankbar.

    Deine Meinung in allen Ehren, aber das hat nichts mit der Realität zu tun.

    Jeder erschafft sich seine eigene Realität und in meiner Realität arbeite ich um zu leben. Davon ab, ist die vorgegebene Arbeitsbereitschaft keine Erfindung von mir sondern Grundlage für 12 Stundenschichten und im Tarifvertrag geregelt. Da musst du nicht so abwertend reagieren Siegfried.

    Und der Unterschied zwischen Theorie und Praxis hat einen Namen, er heißt Dienstleistungsqualität.

    Danke Woife, ich kann dir nur beipflichten.


    Und davon ab find ich 12 Stundenschichten garnicht schlimm.

    Ich hab lieber 4 x 2 Stunden Fahrweg, also tote Zeit für 48 Stunden bei 12 Stundenschicht als 6 x 2 Stunden Fahrweg bei 8 Stundenschichten.


    Hatte den Betriebsleiter von Pond auf dem BDSW Essen im Hauptstadt Studio kennengelernt vor 2 Jahren. Wir hatten ein sehr gutes Gespräch und hab einen guten Eindruck von dem Laden.

    Frohes schaffen und bleibt gesund

    Ich war und bin der Meinung dass bei einem 12 Stundentag die regelmäßige Arbeitszeit pro Woche nicht mehr als 4 Tage sein sollte. Das schlägt auf die Gesundheit, macht depressiv und ist sittenwidrig.

    Also nur für mich, was andere so machen ist ja nicht mein Thema.


    Bei einem 8 Stundentag und einer 6 Tagewoche komme ich wieder auf die 48 Stunden. Daher ist das kein Unterschied. Aber bei 6 12 Stundenschichten wären das 72 Stunden. Das ist deutlich heftiger.

    Erschwerend kommt hinzu das äußerst selten die tarigvertragliche Regelung zur Bereitschaftszeit berücksichtigt wird. Und 12 Stunden am Stück zu arbeiten ist eh schon heftig.

    Eventuell ist Gegenbauer auf einem höheren Qualifikationsniveau ein adäquater AG.

    Anyway, jetztbmusst du wenigstens die Kollegin nicht weiter ertragen

    Ich halte ebenfalls nichts von dieser Firma.

    War in der Personalstelle zum unterschreiben des AV.

    Der AV wurde beidseitig unterschrieben, da kamen der Personaler mit einem Vertragszusatz um die Ecke aus dem hervorgeht dass ich mich bereiterkläre mehr als 12 Stunden täglich und mehr als 5 Tage die Woche zu arbeiten.

    12 Stunden täglich war für mich kein Problem, das ist Realität im bewachG.

    Aber mehr als 5 Tage wollt ich nicht unterschreiben, zumal die Arbeitsschutzgesetze nicht verzichtbar sind.

    Dann hat der Personaler einfach die 2 Verträge genommen und sie zerrissen und mich verbal rausgeworfen.

    Hände weg von dieser Firma und am besten auch aus diesem lohngedumpten low intelligence und low quality Gewerbe.

    Die sind mich nicht wert

    Hallo, Auf öffentlichen Veranstaltungen existiert ein Allgemeines Waffenverbot. Ausnahmen davon vergibt die zuständige Waffenbehörde.

    Ohne Ausnahmegenehmigung macht man sich strafbar, ob man allerdings als Teil der Veranstaltung gilt, müsste konkret abgeklärt werden. Immerhin bewegt man sich auf dem Platz auch im Sommer und kannst an sich dem Weihnachtsmarkt nicht wirklich zugerechnet werden.


    Zum Führen von Hiebwaffen brauchst du keine Genehmigung einer Behörde, hier reicht die Dienstanweisung aus. Und hier wirds spannend. Disclaimer: Dienstanweisung unterliegt dem Geschäftsgeheimnis. Aber, wenn in der DA steht, das während des Dienstes der Hausrechtsbereich nicht verlassen werden darf, dann erstreckt sich das Waffenbedürfnis auch nur auf den Hausrechtsbereich, ergo ist das Bewegen und Führen einer Hiebwaffe im öffentlichen Raum nicht vom Bedürfnis gedeckt.

    Hi, welche Qualifikation und auf welcher Basis läuft denn diese Umschulung?


    Falls du skss oder fkss durch arge oder Jobcenter machst, wäre dies zutreffend, da du ein Ausbildungsverhältnis eingegangen bist.

    Eventuell kreuzen sich hier auch Bestimmungen aus der AZAV.

    Gruß

    Als ob der Tarifvertrag dafür sorgt dass das "Paket" stimmt. Ich kenn noch 5,14 brutto trotz oder grad wegen dem Tarifvertrag. Da stimmte das "Paket" nur, wenn man 220 Stunden gerissen hat. Quasi ein sklavisches Arbeitsverhältnis. Für mich persönlich ist das sittenwidrig.


    Ein TV der nichtmal von 13 % der Mitarbeiter mitgetragen wird, hat für mich persönlich keine Rechtsbindung. Wachpersonen gehören für mich zu den Menschen mit der geringsten Gewerkschaftsaffinität überhaupt. Liegt wahrscheinlich auch an der Entpolitisierung der Massen und dass linke Standpunkte nicht mehr in sind.

    Die Arbeiterklasse schaufelt sich ihr eigenes Grab.


    Meinen Lohn verhandele ich selbst, dafür brauch ich nicht die Verräter von der Ver.Di!

    Das ist ja der Oberhammer!!!

    Vielen Dank dass du dieses Erlebnis mit uns geteilt hast! Die kommt in meine Top5!

    Ich hätte zu gern die Gesichter deiner EL gesehen als er gemerkt hat, dass er sich grad tierisch zum Klops macht und das auch noch vorm Kunden.

    Unfassbar peinlich!

    Auch dass einige SMA Hausverbot bekommen haben, spricht ja nun nicht grad für diese "Schwedische Sicherheitsfirma"(als ob nicht jeder wüsste von welcher Fa. die Rede wär ^^)


    Vielleicht wärs gut, wenn du erstmal dort bleibst und dem Kunden loyal bleibst. Solche Erlebnisse schweißen zusammen und bei der nächsten Ausschreibungsperiode kannst du vielleicht eine andere Firma vermitteln und als OL eingesetzt werden, oder eine unternehmenseigene Sicherheit aufbauen.


    Was ich an deiner Stelle überdenken würde wäre, die EL in die Pflicht zu nehmen, in Zukunft auf solche Späße zu verzichten und da die ja gesehen haben, was durch solche SMA mit eingeschränkten Sprachkenntnissen passiert, in Zukunft Muttersprachler ins Objekt zu schicken.

    Ist ja durchaus auch grenzwertig zur Verleumdung und kann deinen Ruf massiv schaden. Gut dass du die Nr vom Kunden parat hattest.


    Ich kann auch verstehen, dass du dass auf Dauer wohl nicht lustig finden dürftest, ich drück dir die Daumen dass bei dir bald bessere Zustände kommen!


    Danke!

    Jop der uzi pen ist sehr überzeugend.


    Zitat: Eine Waffe hat man schließlich nicht immer dabei.


    Pfeffer oder Kubotan sind ja keine Waffen...

    Daher hab ich immer beides dabei, auf Veranstaltungen natürlich nur einen "stabilen Kugelschreiber".


    Zum SV Kurs:

    Halt ich nicht viel von.

    Keine Praxisnähe, keine Vorbereitung auf die Brutalität, kein Abbau der Schlaghemmung, zu großes Risiko verletzt zu werden im Verteidigungsfall, monatliche Kosten.

    Da muss schon ein guter Trainer gefunden werden der das auch wert ist. Dann kanns gut laufen.

    Dann doch lieber Abzug runterdrücken und zielen.

    Hi Leute, witziges Thema, da es mich grad betrifft.

    Sitze grade beim Arzt für den gelben Schein da ich mich langsam dem Burnout nähere. Mit meiner Frau am Wochenende über die Arbeit gesprochen und hab dabei einen Heulanfall bekommen.

    Seit 7 Monaten im Objekt, keinen Tag Urlaub gehabt, habe keinen stellv. Und der Kunde besteht auf einer Stellv für Krankheit, Urlaub und Lehrgänge.

    Aber keiner will den Stellv. machen.

    Tja nun lass ich mich wegen Überarbeitung und Herzschmerzen krankschreiben.


    Mit einem Auge hab ich paar Stellenanzeigen im Blick. Mich nervt das langsam wirklich und leere Worte wurden genug gewechselt.


    Hoffe ich bin der nächste.

    Bleibt gesund