Posts by flea

    Urteil: Erstattung von Anwaltskosten durch Arbeitgeber nach dessen Strafanzeige | Rechtsindex


    Kurzer Umriss: MA im GWT lässt Geldschein auf Echtheit prüfen. Anschließend gibt er den Schein in der Firma ohne Beleg ab. Kunde fragt ob des Verbleibs des Scheins, was nicht nachvollzogen werden kann. MA wird nicht befragt, sondern es wird direkt Strafanzeige erstattet. MA nimmt sich einen Anwalt, das Verfahren wird eingestellt, da der Schein wieder gefunden wird.


    Die Firma muss nun die Anwaltskosten erstatten, weil sie den MA hätte befragen können und der SV sich so aufgeklärt hätte.


    Darum: NIEMALS ohne Beleg arbeiten!

    Das zweite Video ist ja der Hammer. Wie immer total aus dem Zusammenhang gerissen. Das ganze war zur Salafistendemo in Bonn, wo einer dieser Bande versuchte, drei Polizisten abzustechen.

    Hallo Tomas,


    Viele Informationen bekommt man schon in der deutschen Wikipedia: Sicherheitsdienst – Wikipedia


    Dennoch beantworte ich dir gerne deine Fragen:


    1.
    a) Die Berechtigungen des Sicherheitsmitarbeiters sind die Jedermannrechte. Sonderberechtigungen gibt es nur im Rahmen des Hausrechts. Relevante Paragrafen sind die folgenden:


    §32 StGB - Notwehr (Abwehren eines Angriffes, Schutz vor strafrechtlicher Verfolgung)
    §34 StGB - Rechtfertigender Notstand (Abwehren einer Gefahr, Schutz vor strafrechtlicher Verfolgung)
    §227 BGB - Notwehr (Abwehren eines Angriffes, Schutz vor zivilrechtlichen Ansprüchen, Schadensersatz)
    §228 BGB - (defensiver) Notstand (Abwehren einer Gefahr, Schutz vor zivilrechtlichen Ansprüchen, Schadensersatz)
    §904 BGB - (aggressiver) Notstand (Abwehren einer Gefahr mit einer Beeinträchtigung fremder Rechtsgüter, Schutz vor zivilrechtlichen Ansprüchen, Schadensersatz)
    §229 BGB - Selbsthilfe (Festnahmerecht bei zivilrechtlichen Ansprüchen)
    §859 BGB - Selbsthilfe des Besitzers (Das klassische Hausrecht)
    §127 (1) StPO - vorläufige Festnahme (Festnahmerecht bei beobachteten Straftaten)


    Diese Rechte hat jeder Bürger in Deutschland, deshalb heißen sie Jedermannrechte.


    b) Die Aufgaben sind sehr vielfältig. Im Prinzip die gesamte Bandbreite des Sicherheitsspektrums (Objektschutz, Werksschutz, Personenschutz, Brandschutz und noch vieles vieles mehr)


    c) Werkzeuge sind in der Regel Funkgerät/Handy, in Bereichen mit viel Personenkontakt kann das auch mal ein Schlagstock oder auch Tierabwehrspray sein. Schusswaffen trägt man in Deutschland nur sehr sehr selten.


    d) Jeder Beschäftigte im Sicherheitsdienst muss mindestens die Unterweisung nach §34a Gewerbeordnung besitzen. In besonders konfliktträchtigen Aufgabengebieten muss die Sachkundeprüfung abgelegt werden.



    2.
    a) Probleme sind ganz traditionell die im Durchschnitt schlechte Bezahlung mit schlechten Arbeitsbedingungen. Hier gibt es viele Firmen, die die Mitarbeiter ausbeuten, aber auch das gegenteil ist wohl vorhanden. Weitere Probleme stellt die hohe Stundenbelastung dar, viele Mitarbeiter müssen regelmäßig mehr als 48 Stunden in der Woche arbeiten, obwohl das Arbeitszeitgesetz nur 48 Stunden im Durchschnitt erlaubt.


    b) Der Lohn ist von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. In Berlin liegt der Mindestlohn bei 8,15€ pro Stunde (bis 31.12.2014). Ab 01.01.2015 liegt der Mindestlohn bei 8,60€ pro Stunde. In manchen Bundesländern gibt es allgemeinverbindliche Tarifverträge, an die sich jeder halten muss. Ein durchschnittlicher Sicherheitsmann bekommt also im Durchschnitt zwischen 1500 und 1900€ brutto. Der durchschnittliche Deutsche Verdienst liegt derzeit bei 2700€ im Monat.


    c) Die öffentliche Wahrnehmung ist in weiten Teilen negativ. Die Meinung der Öffentlichkeit ist, dass die Sicherheitsbranche meist von Schulabbrechern und Taugenichtsen bearbeitet wird. Aktuell gibt es da besonders viele Berichte in der Presse.


    d) Auf Arbeitgeberseite gibt es den "BDWS", der etwa 900 Sicherheitsfirmen vertritt. Auf Arbeitnehmerseite steht die Gewerkschaft ver.di, die die Interessen des Arbeiters schützen will. Schätzungen zufolge sind etwa 5% der 180.000 Sicherheitsmitarbeiter in der Gewerkschaft organisiert.


    e) Das durchschnittliche Bildungsniveau lässt sich nicht ohne weiteres bestimmen. In der Branche arbeiten Schulabbrecher genauso wie Ingenieure oder Doktoren.

    Also in der Produktionsleitung haben wir nicht gesessen. Und: Ich hatte ja erwähnt, dass sich im Mittel an die tarifliche Arbeitszeit gehalten wird (38h), auch wenn mal eine 60-Stunden-Woche ansteht. Das kann ja nur funktionieren, wenn man auch kürzere Wochen hat.


    Soweit ich mich erinnere, hatte man im Tarifvertrag den Passus gestrichen, dass Azubis erst am dem 2. LJ Zuschläge bekommen. Das nahm der RB NO dann wohl zum Anlass, zum Angriff zu blasen.


    Auch ich hatte viel rumgestöhnt, als dritter Mann mitzulaufen. Allerdings war ich im 1. LJ auch voll motiviert. Ich wollte anpacken und meine Kenntnisse auf die Strecke bringen. Als ich dann gemerkt hab, wie diese Firma tickt, war ich ganz froh drum, zumindest im 1. LJ nicht als Melkkuh missbraucht zu werden. Allerdings war das bei dem Mitarbeiterstamm mit dem Anpacken dennoch drin, aber ich denke, dass sich NO und SW massiv in der Mitarbeiterstruktur unterscheiden.

    Fump:


    Also in Berlin hat man alles im Ausbildungsplan gestrichen, was irgendwie unproduktiv sein könnte. RSL von 3 Monaten auf 3-4 Tage, OPG von 3 Monaten auf einen Monat, Praktikum bei Fremdfirmen (Werksschutz). Neulich hat man wohl gekippt, dass Azubis im ersten Lehrjahr ausschließlich als dritter Mann mitlaufen dürfen. Inhouse wird nur noch die SKP geschult, ansonsten nur noch wie normale MA auch ihre 16 Stunden im Jahr FOI. Für den Rest sei ja die Berufsschule zuständig. Zumindest in Berlin ist der Azubi froh, dass die Gewerkschaften durchgesetzt haben, dass Azubis in einer Schulwoche nicht eingesetzt werden dürfen, wobei auch das durch die Firma gefordert wurde. Aber um nicht nur negativ zu schreiben: Im Durchschnitt hält man sich in deiner Firma an die Arbeitszeiten aus den Tarifverträgen, auch wenn es Wochen mit 60 Stunden gibt. Und das Geld kommt pünktlich.

    Fump: Die SKP legst du als Azubi in deiner Firma auch nur ab, damit die dich als billige Arbeitskraft missbrauchen können. Man kann beim Auftraggeber den vollen Stundensatz für einen SMA abrechnen, muss aber nur Azubivergütung bezahlen. Wobei man fairerweise sagen muss, dass Azubis in deiner Firma nicht ganz so schlimm behandelt werden wie der TE. 60 Stunden-Wochen kennen die Azubis deiner Firma aber auch.


    Bei 30 Azubis kann man da im Jahr schon mal hohe 6-Stellige Beträge Gewinn verbuchen.

    Und da beißt sich die Katze in den Schwanz. Gem §10 SGB II ist jede Beschäftigung zumutbar, also auch diejenige, die 87km entfernt ist.


    Du kannst zu deinem JC gehen und einem Umzug aufgrund der Arbeit beantragen. Geht in der Regel glatt durch.

    Die Konzernsicherheit ist quasi dem Bahnvorstand direkt unterstellt, während DB Sicherheit eine eigenständige Firma ist. Die Konzernsicherheit erstellt Sicherheitskonzepte und -analysen und bestellt entsprechend DB Sicherheit für die geplanten Aufträge.

    Referent Operations wird wohl eher der DB Konzernsicherheit untergeordnet sein. Das sind die tollen Leute, die die Sicherheitsmaßnahmen in die Theorie umsetzen :D


    Der Einsatzleiter ist ein Einsatzleiter und der Qualitätsbeauftragte ist derjenige mit QM-Aufgaben. Zumindest war das in meinem Bereich so.

    Normaler Vorgang.


    Der MA DBS ist verpflichtet, sich nach Gebrauch von Pfeffer selbst anzuzeigen. Da Gef. KV ein Offizialsdelikt ist und die Polizei dem Legalitätsprinzip unterliegt, muss sie ermitteln.