Posts by flea

    Mensch, dass ich den Thread erst heute sehe...


    Diese Sicherheitspartnerschaft war bitter nötig. Das größte Problem war (zu Beginn der ganzen Aktion) die Kommunikation DBS-Intern. Von den Teamleitern hast du kaum Input bekommen was du nun darfst und was nicht. Von weiter oben gab es rein gar keinen Input. Diese Unsicherheit hat in den ersten Monaten dafür gesorgt, dass die wenigsten MA von DBS was in der U-Bahn getan haben. Es kam als Azubi natürlich auch immer darauf an, mit wem du unterwegs warst. Die jüngeren Kollegen waren da eher dabei als die Alten. Immer wieder gab es Aussagen von den Alten, dass es nix schriftliches gäbe und man sich somit aufgrund des EKA auf ziemlich dünnes Eis begäbe, §42a WaffG lässt hier grüßen.


    Schwierig war auch immer wieder die Kontaktaufnahme zwischen DBS und BVG. Als MA DBS warst du ja nicht berechtigt, Telefonnummern der Tim&Leo-Handys rauszugeben. So konnte man sich auch nicht zu solchen Aktionen verabreden. Schlussendlich musste man sich also tatsächlich mal über den Weg laufen, damit man gemeinsam auf Streife ist.


    Insgesamt ist diese Kooperation schon eine Bereicherung, gerade auf den Kreuzungsbahnhöfen U- und S-Bahn, denn unliebsame Personen können dir nicht mehr so einfach auf der Nase herumtanzen.

    Hallo,


    Pfeffersprays sind in Deutschland nicht erlaubt, wenn sie nicht zur Tierabwehr bestimmt sind. CS-Sprays mit BKA-Prüfzeichen wären wiederum legitim. Da aber die Prüfvorschriften die Anwendung an Tieren vorsehen, jedoch Tierschutzbestimmungen das verbieten. Aus diesem Grund müssen in Deutschland alle Pfeffersprays zur Tierabwehr deklariert sein.

    Gerade die Veranstaltungsbetreuung ist doch ein Aushängeschild des Gewerbes. Man könnte sicher auch Ausnahmen zulassen, so dass bei Veranstaltungen eben auf jede Fachkraft 5-10 Hilfsarbeiter kommen. Wichtig ist eben in meinen Augen, dass es keine reinen Hilfskraftunternehmen und -einsätze gibt. Zumindest in Berlin sind mir so einige "Sicherheitsfirmen" bekannt, wo nicht ein einziger Mitarbeiter über die SKP hinaus geht. Nur wem hilft die Hilfskraft denn in diesem Falle?

    Hallo Kunstleder,


    die Abschaffung einer Prüfung als Mindesvoraussetzung wird zwangsläufig zum Qualitätsverlust führen. Wie sonst soll man Essentielles Wissen nachweisen? Nur weil ich mich hab berieseln lassen bedeutet das ja nicht, dass ich mir auch gemerkt habe, was "der Typ da vorne" erzählt hat. Dein Plan lautet also noch mehr unqualifiziertes Personal auf die Menschheit loszulassen. Das kann nicht im Interesse unserer Branche liegen.


    Viel eher müsste §34a GewO dahingehend verändert werden, dass man eine deutlich höhere Qualifikation benötigt, um überhaupt ein Sicherheitsgewerbe eröffnen zu dürfen. Ich denke da an Servicekraft aufwärts. Dann sollten die Unterrichtungen abgeschafft werden. Mindesteinstieg ab SKP. Weiter sollte gesetzlich geregelt sein, dass ein gewisser Prozentsatz der Belegschaft eine Berufsausbildung im Sicherheitsgewerbe besitzen müssen oder aber sich die Zahl der Hilfskräfte an der Zahl der vorhandenen Fachkräfte orientiert. Verhältnis 1:3 wäre doch nicht schlecht. Wird diese Vorgabe nach Zeitraum X nicht erfüllt, wird die Bewachungserlaubnis erlischen.


    Klasse statt Masse muss hier die Devise sein.

    War doch klar, dass die Medien es entsprechend hinstellen. Ich bleibe dabei: Das taktische Vorgehen und der Einsatz der EzN waren nicht im Einklang mit dem Notwehrrecht.

    Nochmal: Die Vorgeschichte ist absolut egal. Wenn drei Mann auf einem Hocken, weitere drei Mann rundherum stehen, dann kann ich dem nicht aus 20cm Pfeffer ins Gesicht sprühen oder den Stock ins Kreuz schlagen. Auch in eurer FOI müsste doch gelehrt worden sein, dass EKA nur auf Extremitäten.

    Das Video an sich präsentiert Tatsachen. Wer das nun veröffentlicht oder wie der Titel heißt ist sowas von zweitrangig, Ich würde das Verhalten genauso kritisieren, wenn es die SPD hochgeladen hätte und die Kollegen alles Deutsche gewesen wären.

    Was mir besonders negativ auffällt: Der Kollege, der mitten im Getümmel den Stock einsetzt. Es geht mir nicht um das robuste Auftreten insgesamt, das ist soweit okay. Es waren aber ausreichen kräfte da, so dass der Stock und das Pfeffer aus nächster Nähe nicht nötig waren. Da braucht man auch keine Vorgeschichte um das bewerten zu können.

    Geschäftsführung ohne Auftrag bedeutet so viel wie: "Du mischt dich in Dinge ein, die dich eigentlich nichts angehen." Oder anders:


    Du bist als Ladendetektiv bei einem Elektronikfachgeschäft eingesetzt und stellst im Rahmen deiner Tätigkeit fest, dass in der benachtbarten Boutique etwas gestohlen wird. Ohne dass du den Auftrag des Geschäftsführers der Boutique bekommen hast ziehst du nun Maßnahmen nach dem BGB durch (Selbsthilfe des Besitzdieners zum Beispiel). Hier führst du Geschäfte ohne Auftrag, weshalb 677 ff. einschlägig sind.

    Nunja, es gibt durchaus die Möglichkeit, Selbsthilfe auch für andere, Fremde, auszuüben, nämlich dann, wenn man sich auf die §§677ff. BGB berufen kann. Vielleicht wäre es lohnenswert, sich diese mal zu Gemüte zu führen.

    Ich glaube wir sind alle alt genug, dass wir nun keine Wortglauberei machen müssen ... Die Bundes- wie auch die Landspolizeien (in Nds auf jeden Fall, mW auch in zahlreichen anderen Ländern) im regulären Streifendienst tragen ihren EMS, eingeführt 2004 in Nds., unter der Jacke.


    Nö. Manche Innenministerien haben den Fehler gemacht und haben aus Kostengründen den EMS Leicht und den EKA beschafft, einfach aus dem Grund, dass Tonfa-Training verdammt teuer ist. Zweckmäßig ist jedoch anders.


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    Zufällig komme ich aus dem Verein, da musst du mir nun keinen Vortrag halten. Und wenn du nun mit MP5 und schusssicheren Westen in besonderen Lagen kommst, machst du dich grad lächerlich. Denn wir wissen alle, dass das keine alltäglichen Situationen sind.


    Beschusshemmende Westen sind mittlerweile absoluter Standard. Ich kenne nur wenige Polizisten, die die Weste nicht tragen. Diejenigen die sie nicht tragen scheinen nichts von ihrem Leben zu halten. Vor einigen Jahren gabs da mal einen Vorfall beim Zoll, wo bei einer Kontrolle beide Beamte angeschossen wurden. Seitdem trägt eigentlich jeder die Weste.


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    Um es bildlich dar zu stellen:


    Herzlichen Glückwunsch. Der EMS-Leicht. Das Teil ist nur wenig brauchbar. und wird hauptsächlich deshalb am Rücken getragen, weil keine andere Trageweise sinnvoll ist.


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    Schluck Wasser, schiefes Barett etc. stellen aber kein Verhalten dar, sondern ebenfalls das Erscheinungsbild ;) ... Damit untermalst du sogar noch meine Aussage.


    Sagen wir einfach: Verhalten, welches das Erscheinungsbild beeinflusst.


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    Aber wie gesagt, wie werden da eh nicht auf einen Nenner kommen, da ich grundsätzlich eine andere Einstellung habe und die Sicherheit im ÖPNV primär im Servicebereich sehe und paralel durch die Anwesenheit das Sicherheitsgefühl zu stärken. Man könnte auch sagen, ich wäre viel eher für mehr Fahrkartenkontrolleure in einer Jacke mit dem Logo der Verkehrsbetriebe, ähnlich den Zugbegleitern der Bahn.


    Ich lade dich gern mal ein Wochenende nach Berlin ein. Kontakte in die DB Sicherheit kann ich dir gern vermitteln, vielleicht kriegen wir dich in ein Praktikum unter. Die reine Anwesenheit von Servicepersonal (Nein, NICHT Sicherheit!) führt bei entsprechendem Klientel bereits zu Agrgressionsanfällen. Angriffe auf Servicemitarbeiter sind nicht selten. Jetzt stell dir vor, du musst als Besitzdiener auch noch gegen solche Leute agieren, ohne Einsatzmittel gehst du da vollends unter.



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    Vielleicht kommen wir auf einen Nenner bei den Kollegen der DB Sicherheit. Die fallen mir gerade als guter Kompromiss ein, und vielleicht stellen die auch dein Bild dar. Die haben ein solides, freundliches aber dennoch bestimmtes Auftreten von dem Outfit her.



    Es geht halt auch ohne groß Handschellen und Schlagstock tragen.


    Ich sehe beim linken Kollegen EKA, Funk und Pfeffer. Beim rechten Kollegen sehe ich zumindest den EKA. Je Nach Regionalbereich haben beide Kollegen auch Handfesseln am Mann. Jetzt stell dir aber mal vor wir haben Sommer. Da tragen die Kollegen mit Sicherheit keine Jacke (so wie die Kollegen auf deinem ersten Bild), da ist jedes Einsatzmittel gut sichtbar:



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    Die beiden würde ich als Fahrgast gerne ansprechen um eine Frage zu stellen. So manche, VORSICHT ÜBERSPITZT ausgedrückt Ledernacken oder Djangos aus dem ÖPNV eben nicht. Da würde ich mich eher sogar bedroht als sicher fühlen.


    Das ist vielleicht deine Sicht der Dinge. Ich denke eher, dass Sicherheitsmitarbeiter in erster Linie für Sicherheit sorgen sollen. Wenn sie nebenher noch Service machen ist das toll. In Zeiten, wo die Polizeien immer mehr abbauen und somit immer längere Response-Zeiten entstehen (mein Rekord: 45 Minuten bei gegenwärtiger gef. KV mit Sonderrechten), ist die Ausstattung der zuerst gezeigten Mitarbeiter einfach nur zweckmäßig.

    Lieber Pandrion,


    hast du in den letzten 5 Jahren im ÖPNV gearbeitet? Wenn ja: Welchen Dienst hast du verrichtet? Dein "Fazit" klingt für mich derart weltfremd, ich würde mit jemandem mit deiner Einstellung nicht arbeiten wollen. Was bringt dir ein Pfeffer, was du erst irgendwo rauskramen musst, bevor du es einsetzen kannst? Was bringen dir Handfesseln, an die du nicht gescheit ran kommst? Schlussendlich entscheidet die Firma, welchen Stock und welche Fessel du trägst, ja gegebenenfalls sogar wie du sie trägst.


    Wie gesagt: So wie die Mitarbeiter ihr Geraffel tragen ist die in meinen Augen einzig sinnvolle Konfiguration. Die Zeiten, wo Funk und Lampe ausreichten sind schon sehr sehr lange vorbei.

    Technische Mängel lassen sich durch Beschau und Reproduktion ausschließen. Liegt kein technischer Mangel vor ist das auch der Beweis für fehlerhafte Handhabung.