Posts by Einsatz24

    Ich muss dazu sagen, dass es die Meisterfortbildung ist. Und da wage ich jetzt einfach mal zu behaupten, dass die da absoluten Überzeugungstäter sitzen und auf die trifft dass dann schon zu - im Vergleich zu den meist sonst eher üblichen Branchenjammerlappen (auf die Du vermutlich anspielst).

    Quote from "Kraftsport"

    Na das sind ja tolle Aussichten....


    wieso tut man sich das freiwillig an? Gibt es eine Art "Suchtverhalten" auf die Sicherheitsbranche?


    Eine Dozentin (BWL und KLR) bei mir in der Fortbildung hat es einmal so formuliert:


    Sie selber schätzt die Kurse mit den Leuten aus der Sicherheitsbranche, denn die Wachmänner sind allesamt hart im nehmen, haben einen trockenen guten Sinn für Humor und packen an, wenn es sonst keiner tut und zicken nicht rum, wenn es mal länger dauert, weil die meisten recht gelassen und nüchtern an die Sache herangehen.


    Das - so sagt sie - erlebt sie sonst bei den anderen Kursen nicht.

    Quote from "kriegsrat"

    [...]und wenn man im Arbeitsvertrag als arbeitsort speziell Objekt xy vereinbart hat, ist man auch nicht verpflichtet, woanders zu erscheinen[...]


    Gibt es sowas überhaupt? Habe ich bisher jetzt noch nie gesehen oder angeboten bekommen (Deine Aussage, kriegsrat, ist aber richtig).


    Ich bin zwar meistens der Erste der nach seinen Rechten schreit, aber bei einem Personalgespräch würde ich das jetzt nicht tun. Gründe dafür siehe weiter oben.


    Wenn man aber sowieso gehen will und meint nochmal auf die Kacke hauen zu müssen, dann sieht das natürlich anders aus. Man sollte sich dann aber selber fragen, ob es das wert ist.

    Dein AG hat Dir gegenüber Direktionsrecht gem. §106 GewO.


    => <!-- m --><a class="postlink" href="http://dejure.org/gesetze/GewO/106.html">http://dejure.org/gesetze/GewO/106.html</a><!-- m -->


    Du bist daher verpflichtet zu dem Gespräch zu erscheinen.


    Personalgespräche im Dienstobjekt sind nicht sinnvoll. Immerhin müssen hier wichtige Themen (z.B. Deine beruflichen Entwicklung oder Probleme) unter vier Augen besprochen werden. Dies im Ojekt zu tun wo man keine Ruhe hat schließt sich daher von ganz alleine aus.


    Ich schlage vor hier den Weg des geringsten Widerstandes zu gehen und einfach zu erscheinen. Rumngezicke wegen Fahrtkosten, etc. würde ich mir an Deiner Stelle wirklich sparen. Sollte das Gespräch positiv verlaufen, dann würde ich am Ende einfach danach fragen, wie Du es auf Deinem Stundennachweis vermerken sollst.

    Quote from "Kraftsport"

    habe mir nochmall alles hier durchgelesen und bin mal wieder erschrocken....
    An die erfahrenen: hat sich das mit der stundenschieberei ind „unmenschlichkeit" seitens der AG die letzten janre eher verschlechter oder sogar verbessert?


    Aus meiner Warte gesehen hat es sich massiv verschlechtert. Speziell in meiner bald ehemaligen Firma setzt man eher darauf, dass man die vorhandenen Leute mehr arbeiten lässt, als dass man neue einstellt.


    Angeblich kriegt man kein Personal.


    Komisch nur, dass die Schulungsanbieter vor Ort regelmäßig Leute schicken, die dann aber aus irgendwelchen Gründen nicht genommen werden...


    Mein Kollege ist seit November krank. Seitdem decken ich und eine MAin aus der Tagschicht die Nächte zu Zweit. Nachschub kam nicht, auch als der Kranke mehrfach weiter krankgeschrieben worden ist.


    Laut EL klappt es ja, da wir alles decken.


    Was übersehen wird ist, dass ich mich alleine aufreibe, da ich kaum abgelöst werden kann, weil wir jetzt auch Kranke in der Tagschicht haben. Ende vom Lied: Ich bin jetzt auch krank geworden, nachdem ich mir mit verschlepptere Erkältung im Dienst den Leistenbruch gehustet habe.


    Nun unterstellt man mir krank zu machen und nur unwillig zu sein.


    Und jetzt erst fängt man tröpchenweise an provisorisch Ersatz einzuweisen (aber minimal - fragt nicht, wie das klappt). Zum Glück ist der Kontakt zwischen mir und dem Kunden mehr als gut. Man hat mich von deren Seiten aufgefordert solange daheim zu bleiben bis ich 100% gesund bin. Derweil kriege ich von befreundeten MA des Kunden über Facebook berichtet, wie katastrophal das momentan laufen muss, weil die Ersatzleute "alles Deppen sind und nichts auf die Reihe kriegen". Aus Loyalität meiner Firma gegenüber habe ich mich dazu verhalten geäußert.


    Das Ende vom Lied: Der Vorfall hat mich darin bestätigt, dass es richtig ist aufzuhören.


    Speziell auch deswegen, weil ich ein Jobangebot des Kunden bekommen habe... und die Zusage aus meinem Verwandtenkreis für Unterstützung habe, wenn ich wieder zurück an die FH gehe.


    Das versüßt es natürlich jetzt.


    Wobei ich auch so vermutlich bald gegangen wäre, nachdem man mich so behandelt hat.

    Quote from "kriegsrat"

    ich glaube, mit ein bisschen mehr Abstand wird dein Resümee weniger bitter ausfallen


    Du, ich hab' mich da noch zurückgehalten.


    Quote


    Ich muss im Zusammenhang mit dem Wechsel in diese Branche von Glück verfolgt gewesen sein...


    Schön für Dich.

    Wie es ja mittlerweile bekannt ist verabschiede ich mich demnächst aus unserer glorreichen Branche und ziehe daher ein Resümee.


    Ich könnte jetzt viel schreiben, aber ich begnüge mich mit passenden Videos:


    Über Firmen, Chefs und Kollegen:


    <!-- m --><a class="postlink" href="http://www.youtube.com/watch?v=zArdpAawVeM">

    </a><!-- m -->



    Über den alltäglichen Dienst:


    <!-- m --><a class="postlink" href="http://www.youtube.com/watch?v=lGPvoNBGiy0">

    </a><!-- m -->



    Anforderungen der Kunden:


    <!-- m --><a class="postlink" href="http://www.youtube.com/watch?v=1DhNaQhjxYo&feature=related">

    ... re=related</a><!-- m -->



    Ausbildung:


    <!-- m --><a class="postlink" href="http://www.youtube.com/watch?v=tZmDWltBziM">

    </a><!-- m -->



    Wie sich die letzten Jahre angefühlt haben:


    <!-- m --><a class="postlink" href="http://www.youtube.com/watch?v=GLf1_PI_jaU">

    </a><!-- m -->




    Naja, dann mal Gott mit uns... :devil:

    Quote from "kriegsrat"


    was gefällt euch an eurem Job am besten ?


    Teilweise der Zusammenhalt unter den Kollegen. Der Umgang mit anderen Menschen. Draußen arbeiten. Unterwegs sein. Das man sehr leicht glänzen kann (weil der Rest meistens so grottenschlecht ist).


    Quote

    was stört euch am meisten ?


    Inkompetente, korrupte Chefs. Unmenschliche Kunden. Unfähige oder desinteressierte Kollegen. Die ganzen Militär- und Profilierungsidioten. Korruption in den Firmen. Korruption zwischen Kunde und Dienstleister. Nichteinhaltung von üblichen Geschäftsregeln. Umgang mit den Mitarbeitern allgemein. Der Ruf der Branche. Korruption. Inkompetenz. Alibiaufträge ohne Sinn und Verstand. Zweiklassengesellschaft. Desinetressierte Chefs. Das man sich zerschleißt. Keine Aufstiegschancen, wenn man nach den Regeln spielen will. Schlechte Bezahlung ohne Aufsicht auf Besserung. Erschwernise im Privat- und Sozialleben.


    Verdi. BDWS. Das jeder Depp eine Firma aufmachen kann und damit die Preise ruiniert. Korruption. Gleichgültigkeit der Kunden. "Ausnahme von den Regeln für Herrn XYZ" in der vom Kunden ansonsten 100% gewünschten Umsetzung der Dienstleistung.

    Bisher haben sie alle pünktlich bezahlt. Mein aktueller AG achtet sogar darauf, dass wenn der Zahltag auf ein Wochenende fällt wir unser Geld am Freitag haben.


    Ganz anders sieht es leider aus, wenn es um Tariferhöhungen geht. Hier muss man jedesmal massiv Druck machen und sogar dann wird es versucht zu verschleppen.


    "Die Firma XYZ ist gut, weil die zahlen pünktlich." (was man oft hört) ist für mich übrigens kein Argument für Qualität. Das ist deren verdammte Pflicht und Schuldigkeit und verdient keinerlei Anerkennung.

    Quote from "Dr. Brown"


    Vorteile AN:
    -Mehr Freizeit am Stück im gegensatz zu anderen Arbeiten.


    Auch nur, wenn man wenige Stunden macht. Ich mache 180 und habe daher 15 Tage frei. Aber wer von uns macht schon so wenig? Die Regeln sind doch 220 bis 240. Und dann in Nachtschicht, dann ist auch nichts mehr mit Freizeit.


    Quote


    -Mehr Geld durch Stunden(kloppen) ohne Doppelschicht zu fahren.
    -Einfacher zu planen.
    -Weniger kollegen die wegen Bauchnabel-sausens krank feiern.


    Sind für mich keine Argumente mehr.


    Quote

    Nachteile AN
    -Die Konzentration lässt nach 8-10 Stunden rapide nach.
    -Nach einer Woche Dienst, kriecht man auf dem Zahnfleisch.


    Richtig. Also genau ein Grund mehr keine 12 mehr zu machen.


    Quote


    -Wenn man von 07.00 - 19.00 Uhr Dienst hat, so wie ich und Arvasi, schafft man es kaum zu den "normalen" Ladenöffnungszeiten.
    -Behördliche dinge kann man überhaupt nicht mehr wahrnehmen.


    Behördliche Dinge - wie oft hat man das? Einkaufen hatte ich bisher nie Probleme.


    Quote


    -Kaum Freizeit vor Dienstantritt, oder danach.


    Das ist für mich das Hauptproblem. Ich gehe gerne Laufen, Schwimmen, etc. . Da ist es besser, wenn man vor oder nach dem Dienst mehr Freizeit hat, dann kann man schön täglich regelmäßig machen. Ich habe es den Sommer über trotz 12er-Nachtschichten auch geschafft, aber das hat mich ziemlich geschlaucht.


    Die 12er Schichten sind meiner Meinung nach ein Konzept das komplett weg muss. Arbeit muss sich auch lohnen, ohne das es auf Lasten meiner Gesundheit und meines Soziallebens geht. Und es kann auch nicht sein, dass aus reiner Profitgier (und was anderes ist es nicht) die Notlage von Leuten die dringend Kohle brauchen ausgenutzt wird (denn das ist bei vielen Stundenklopfern der Fall).

    Kraftsport, den Tarif gibt es eh immer nur, wenn der Kunde das auch verlangt und bezahlt. Die werden kaum einen Meister für "Schranke auf, Schranke zu" haben wollen.


    Aber vielleicht wollen die ja einen Meister als Gesamtleiter des externen Sicherheitsdienstes?


    SIEMENS macht das ganze gerne mit FSS in Wachleiterfunktion.

    Quote from "kriegsrat"


    zumindest solltet ihr eure Kosten wieder reinbekommen, wenn das als zusätzlicher Service zum Auftrag gedacht ist


    Aber auch nur dann.


    Eigentlich sollte entsprechendes Material samt der notwendigen Software, (Karten)Drucker, Lamniergeräte, etc. vom Kunden gestellt werden, wenn er ein Ausweismanagement wünscht.


    Dieses dann als zusätzliche Dienstleistungen dem Kunden zu berechnen - wie euer Vertrieb das auch immer geschafft hat: Respekt. Hut ab und reingebissen! Da habt ihr die mal ordentlich über den Tisch gezogen. :top:


    Wobei ich hier aber auch andere Probleme sehe. Bei einem Besucherausweissystem spielt ja auch irgendwo das interne QM des Kunden mit und dann stellen sich auch wieder ganz andere Fragen, z.B. die des Datenschutzes (was wird wann von wem wie und warum erfasst? Sparsamkeit in der Datenerhebung) oder vergleichbare rechtliche Implikationen und vorallem die Umsetzung.


    Ich kenne das vom eigenen Objekt bei dem das Besucherausweismanagement über ein selbstgestrickets (und daher leider entspr. unpraktisches) System bedient wird, u.a. mit solchen Späßen wie der Erfassung von KFZ-Kennzeichen, Personalausweisnummern (für längerfristige Passierscheine - besonders lustig wenn die halbe GUS ihre Ausweise vorlegt und man dann aus dem kyrillischen Kauderwelsch raussuchen darf, welche von den Nummern den vielleicht die Ausweisnummer ist...) und verschieden bunten Scheinen für die Gültigkeit (Tagesausweis, "verlängerter Tagesausweis", Passierschein Quartal).


    Die Kosten für eine Erstausstattung dürften hier nicht ungering sein:


    > braucht man einen PC/Laptop oder kann ein evtl. vorhandenes System verwendet werden?
    > siehe oben für den Drucker
    > Ausweisrohlinge (Plastik, Papier, Karton, etc.)
    > Laminierung?
    > Bänder oder Klipse?
    > kann eine handelsübliche Software benutzt werden (z.B. Badgepoint) und wie muss sie lizensiert werden?


    Da sind schnell mal 1500€ weg und das Verbrauchsmaterial muss auch irgendwo finanziert werden. Wer trägt die Kosten für das Erstdesign und das Anlernen der Mitarbeiter die das System bedienen müssen?


    Fragen über Fragen.

    Quote from "kriegsrat"


    aber mal ehrlich - wer verlangt bei Urlaubsantritt das Urlaubsentgelt im voraus ?
    ich kenn keinen.........
    hinterher fehlt es mir dann wieder, ...


    Denkbar, wenn man z.B. am 12ten in den Urlaub verschwindet und im Zielland nicht an den Geldautomaten kann oder will.


    Habe ich schon gemacht.

    Beim Urlaub auch bitte folgendes beachten:


    1. einmal pro Jahr zwo Wochen am Stück müssen sein
    2. Sonderurlaub nicht vergessen, wenn Bedarf besteht
    3. nehmt niemals Urlaub, nur damit er "weg kommt, aber das Geld bezahlt wird" (das berühmte Urlaub als "frei" eintragen für Extrakohle)
    4. niemand muss im Urlaub erreichbar sein
    5. auf die Abrechnung achten, dass euch die Tage genau abgezogen werden (Stichwort Sonntage)

    Mein Einsatzleiter überlässt es uns im Objekt wie wir das machen (so spart er sich Arbeit und muss sich nicht damit rumärgern).


    Einige Kollegen und Kolleginnen wissen bereits im Januar wie sie Urlaub wollen, andere entscheiden mehr oder weniger kurzfristig. Was in etwa aber fest abgemacht wird ist, wer in welchem Monat in den Urlaub geht - damit die Funktionen vernünftig besetzt sind und auch diejenigen die z.B. im Jahr davor keinen Sommerurlaub hatten dann einen kriegen können.


    Schulpflichtige Kinder hat Gottseidank niemand.


    Hier müsste man sowieso einmal dagegen arbeiten. Ich sehe nicht wirklich ein, dass ich als einer der wenigen kinderlosen dann in der Urlaubsplanung benachteiligt wird. AGG lässt grüßen.

    Kombination aus allgemeiner Perspektivlosigkeit, dringend einen Ausbildungsplatz brauchen und keine anderen wirklichen Alternativen.


    Von ungefähr 300 Bewerbungen auf alle möglichen Ausbildungsplätze war die FSS der einzige den man mir letzendlich angeboten hatte und da ich auch nicht jünger werden, hab' ich angenommen und da stehe ich jetzt, nicht wirklich schlauer als zu vor.

    ... und muss sich privat versichern und so schnell wird man heute auch nicht mehr verbeamtet.


    Wie gesagt, wenn man eine Fachkraftstelle in unseren Breiten hat kommt man teilweise besser weg. Zumal dann, wenn man alleinstehend ist.