Arbeitszeit Nachfrage

  • Was sagen denn die älteren Beiträge dazu? Die zulässigen Arbeitszeiten haben sich die letzten Jahre nicht grundlegend geändert.


    18 Tage am Stück sind natürlich nicht zulässig. Gut wären 3-4 Tage am Stück, normal ist oftmals 5-6 Tage am Stück, maximal sind es 7 Tage am Stück. Für alles was darüber rausgeht sollte der Planer einen sehr guten Grund nennen können. Und der Grund müsste natürlich mit jedem Tag zusätzlich noch besser werden. Ich wüsste spontan aber keine Begründung warum man überhaupt mehr als 7 Tage am Stück macht selbst wenn Urlaub und Krank geballt zusammenkommt in einem Objekt.

    Generell 193 Stunden sind im grünen Bereich wenn man Vollzeit arbeitet.

    Und eine Ruhezeit von 25 Stunden (6 Uhr morgens bis zum nächsten Tag 7 Uhr) ist auch soweit ok. Allerdings ist es natürlich nicht wirklich gut für den Körper wenn man so kurze Wechsel zwischen Nacht und Tagschicht hat.


    Was sagen denn Ihre Vorgesetzen dazu? Haben Sie mal nachgefragt warum das so geplant wurde?

    Der Preis des Erfolges ist Hingabe, harte Arbeit und unablässiger Einsatz für das, was man erreichen will (Frank Lloyd Wright)


    Der überlegene Mensch vergisst nicht die Gefahr, wenn er in Sicherheit ist (Confucius)

  • Bleibt weiterhin meine Frage: Haben Sie Ihre Vorgesetzten auf die Probleme angesprochen? Wenn der Objektleiter (sofern vorhanden) nichts macht, dann weiter zum Teamleiter/Einsatzleiter/Bereichsleiter/...


    Scheinbar hat der versetzte Kollege ja auch kein Problem mit der Praxis gehabt. Wenn man dann nichts sagt gehen die Vorgesetzten davon aus das das alles so passt und machen weiter.


    Sich hier zu beschweren wird in der Praxis wenig bis Garnichts bringen.

    Der Preis des Erfolges ist Hingabe, harte Arbeit und unablässiger Einsatz für das, was man erreichen will (Frank Lloyd Wright)


    Der überlegene Mensch vergisst nicht die Gefahr, wenn er in Sicherheit ist (Confucius)

  • Im Durchschnitt hab ich generell 220-250h.

    Andere Mitarbeiter haben kein Problem damit nur ich finde das schon sehr arg hart.

    Ich hätte kein Problem 7 Tage am Stück zu arbeiten aber 18 ist da schon eine ordentliche Hausnummer.

    Dieses Thema sollte man mal Gen Z zeigen. :-)


    Nachtrag: Was ich vergessen habe zu erwähnen ist , dass der Kollege den Tag davor bis 22 Uhr arbeiten musste und am folgenden besagten Tag um 7 wieder Dienst hatte. Also verständlich daß er da kurz weg genickt ist. Der Grund für das einspringen war " Krankenschein eines Kollegen"

    Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung, Personalnot etc. spielt keine Rolle. 11 Std. Ruhezeit müssen eingehalten werden.

    https://www.gesetze-im-internet.de/arbzg/__5.html


    Ich arbeite (Bei der selben Sicherheits Firma) auf 2 Objekten. Insgesamt belaufen sich meine Stunden diesen Monat auf ~250.

    Im Durchschnitt hab ich generell 220-250h.


    Zu viel ist zu viel...

  • Was bitte sollte man den da bitte der Gen Z zeigen? Wenn es da Kollegen gibt die wohl kein Privatleben haben und 250Std und mehr kloppen wollen bitte. Können dann gleich im Objekt einziehen. Aber das ist dann deren "Einstellung"


    Ich habe noch ein Privatleben und da ist bei mir auch spätestens nach 220Std im Monat Schluss und da ist mir dann auch Egal wie die Personaldecke und die Besetzung ist.

    Es ist nicht mein Problem wenn die Führungsebene nicht genug Personal hat, ich bin kein Leibeigener auf Rufbereitschaft.


    Und Tipp an den Threadersteller, Junge lauf und such dir einen neuen Arbeitgeber. Du bist da bei jemandem gelandet der auf Kosten seiner "Mitarbeiter", sind wohl eher Leibeigene, soviel Geld für sich einnehmen will wie möglich.

    Junge lauf das meine ich Ernst.

  • Das der Chef nichts davon gewusst hat (sofern es denn so ist) ist nicht verwunderlich. Der Kümmert sich wahrscheinlich wie bei so vielen Firmen nur dann um die Arbeitszeiten wenn es Probleme gibt oder der Zoll vor der Türe steht.


    Ansonsten einfach mal die Tarifverträge lesen das hilft schonmal sehr gut weiter was z.b. maximale Arbeitszeiten pro Monat angeht etc.

    Der Preis des Erfolges ist Hingabe, harte Arbeit und unablässiger Einsatz für das, was man erreichen will (Frank Lloyd Wright)


    Der überlegene Mensch vergisst nicht die Gefahr, wenn er in Sicherheit ist (Confucius)

  • Was bitte sollte man den da bitte der Gen Z zeigen? Wenn es da Kollegen gibt die wohl kein Privatleben haben und 250Std und mehr kloppen wollen bitte. Können dann gleich im Objekt einziehen. Aber das ist dann deren "Einstellung"

    Habe dieses Jahr das eine oder andere dazu gelesen / gesehen. Selbst 8 Std. / Tag ist einigen schon zu viel. Auch sind Teilzeitverträge einigen lieber, weil sie mehr Freizeit wollen.


    180 - 192 Std. / Monat reichen auch aus. Manchmal eine Zusatzschicht ist okay, wenn ich Zeit und Lust habe. Würde ich ständig 220+ Stunden arbeiten, hätte ich irgendwann keine Energie mehr.

    Dieser hat sich entschuldigt und hat versprochen das so etwas nicht mehr vorkommen wird (18 Tage am Stück).

    Habt ihr einen festen Schichtplan + Springer, oder wie schaut die Planung bei euch (normalerweise) aus?

  • Nur mal ein kleiner Hinweis zum Thema Dienstplan. Dienstpläne dir für einen Monat erstellt werden müssen mindestes 14 Tage vor dem neunen Monat stehen. und einmal erstellte und ausgegeben Pläne sind für beide Seiten bindend. Bedeutet es darf hinterher nicht einseitig geändert werden. Änderungen bedarf der Zustimmung des/der betroffenen Mitarbeiter. Auch darf man Dienstpläne die zu spät ausgegeben werden, so 3-4 Tage vor dem neunen Monat als Mitarbeiter ablehnen. Das Direktionsrecht hat genau aus dem Grund Grenzen, damit der Chef nicht willkürlich machen kann was er will.

    Normalerweise wäre sowas Thema für einen Betriebsrat, aber wir wissen ja alle wie das mit Betriebsräten im Sicherheitsgewerbe so ist. Meistens gibt es keinen.


    Man sollte meinen das sowas den BDSW interessieren würde tut er aber im Grunde auch nicht.

    Aber wie gesagt Lauf, denn wenn du schon mit den Leitenden gesprochen hast du die sich nicht in der Lage sehen etwas zu ändern wird auch eine Beschwerde nichts bringen da du dann am ende der Unbequeme bist. Und wenn die anderen Kollegen das alles mitmachen und das trotz meckern wie ein Naturgesetz hinnehmen ist jedes Bemühen was ändern zu wollen sinnlos.


    Im Grunde müsste man dir schon raten geh zum Arzt klag dein Leid lass dich krank schreiben und such dir was neues. Den sich da in der Firma noch mit Motivation und Einsatzbereitschaft zu zeigen dankt dir am Ende dort niemand.

  • Wenn vorhanden, kann man das dem Betriebsrat melden. Dieser für soziale Belange zuständig, darunter auch den Dienstplan. Du hast auch dass Recht in die Betriebsvereinbarung zu schauen. Eventuell hilft das schon.


    Alternativ kann man Verstöße bei der Arbeitsschutzbehörde melden. https://lasi-info.com/ueber-de…hutzbehoerden-der-laender


    Man müsste sich eure Dienstpläne mal konkret ansehen. Im besten Fall wäre das Chaos mit einem neuen Schichtsystem ganz einfach lösen.


    Dienstpläne dir für einen Monat erstellt werden müssen mindestes 14 Tage vor dem neunen Monat stehen. und einmal erstellte und ausgegeben Pläne sind für beide Seiten bindend. Bedeutet es darf hinterher nicht einseitig geändert werden. Änderungen bedarf der Zustimmung des/der betroffenen Mitarbeiter. Auch darf man Dienstpläne die zu spät ausgegeben werden, so 3-4 Tage vor dem neunen Monat als Mitarbeiter ablehnen.

    Das gab es in meiner alten Firma nicht in meiner jetzigen auch nicht.


    In meiner alten Firma haben manchmal Kunden angerufen und wollten einen SMA 3 Tage später haben. Noch dazu können Kollegen innerhalb der Zeit krank werden usw. Der Plan wird in den 14 Tagen eh wieder geändert. In meiner alten Firma standen die Pläne 3 - 5 Tage vor dem neuen Monat.


    Lese auch: https://shyftplan.com/dienstpl…n-bekanntgabe-und-fristen


    Eine gesetzliche Frist, bis wann der Plan stehen muss, die gibt es nicht. Wenn du dich auf den Manteltarifvertrag beziehst, dann kann die Sache schon anders aussehen. Dafür müsste der TE aber Mitglied in der Gewerkschaft sein (GöD oder Ver.di) und sein Arbeitgeber ebenfalls, damit er seine Ansprüche daraus auch wirklich durchsetzen kann. Und dann kommt es noch darauf an, in wie fern das Anliegen bzw. seine Interessen geregelt sind. Der Manteltarifvertrag hat gegenüber dem Arbeitsvertrag Vorrang.


    Wünsche und Urlaub sind nie wirklich sicher.

    Ist der Urlaub einmal bewilligt, kann er nur in 2 Ausnahmen zurückgezogen werden. A) man einigt sich z.B. auf eine Verschiebung, oder b) es gibt zwingende Gründe, die deine Anwesenheit zwingend erfordern. Es müsste eine Existenzbedrohung des Arbeitgebers vorliegen.

  • Das mit der 14 Tage Regelung hat einen wichtigen Grund und zwar der das die Mitarbeiter ihre Freizeit entsprechend planen können, von der wie wir alle wissen eh nicht gerade viel haben. Klar kann es durch Krankheit zu Änderungen aber das sind betriebliche Unternehmensrisiken und die darf man nicht einfach so auf seine Mitarbeiter abwälzen. Klar viele machen es und kommen damit durch weil die MA´s ihre Rechte nicht kennen und das ist auch gewollt, gerade auf der 34a Eben hab ich das so oft erlebt. Dabei wissen die EL's ganz genau das sie eigentlich fragen müssen ob jemand aushelfen und einspringen kann. Und ansonsten ja dann sitzt auch mal der Chef selber am Objekt wenn keiner da ist. Man ist Mitarbeiter und kein Leibeigener, Frei bedeutet Frei und nicht Rufbereitschaft.

    Aber das ist ein leidiges Thema das schon existiert seit es die private Sicherheit gibt, gerade bei kleinen und sehr "seriösen" Firmen und daran wird sich wohl sich nie etwas ändern.

  • Bei der Planungssicherheit für den Arbeitnehmer bin ich bei dir, allerdings beantrage ich dafür rechtzeitig X-Tag, damit ich im Falle eines Termins sicher bin. Aber ja, ist ein leidiges Thema...


    Bei der 34a Schulung fehlen auch noch ganz andere Inhalte, aber das wissen wir ja auch. :-)

  • Es kommt auf die Struktur des Unternehmens und Größe an. Einsatzleiter gibt es theoretisch immer, nur Bereichsleiter eher nicht. Euer Einsatzleiter wird seinen ständigen Arbeitsort einfach woanders haben und erscheint "hin und wieder" mal.


    Ob es einen OL gibt, kommt auf den Kunden an, ob dieser einen fordert. Somit ist man als OL der erste Ansprechpartner und repräsentiert das Sicherheitsunternehmen. Wenn das andere Objekt vom selben Kunden stammt, dann wird der Kunde gefordert haben, dass der OL auch sein anderes Objekt mitbetreut. Ansonsten macht dass der OL für das andere Objekt nebenbei.


    Die Kollegen ohne 34a kannst du bei Bedarf dem Gewebeamt, Polizei oder Zoll melden.


    Eure Geschäftsführung sollte sich mal mit dem Thema "Weiterbildung Geringqualifizierter und beschäftigter älterer Arbeitnehmer in Unternehmen" (WeGebAU) auseinandersetzen. https://www.arbeitsagentur.de/…rderung-von-weiterbildung

  • Team-, Objekt-, Einsatz- oder Bereichsleiter sind erst einmal nur Begriffe.... die so gar nichts über die Funktion aussagen. Ich kenne alle Varianten als Hifis die nix zu melden haben oder auch als Führungskräfte mit Unternehmerpflichten und Handlungsvollmacht ;)


    Bei Dienstleistern sind Dienstpläne so eine Sache.... wenn man nicht einen Monat sauber vorplanen kann, muss man Möglichkeiten schaffen das ein Arbeitnehmer seine freien Tage/Termine verbindliche planen kann. Dann funktionieren auch Wochenpläne....