Dubiose Wachfirmen im Berliner Asylzentrum: Kontrolle findet 55 illegal Beschäftigte

  • Dubiose Wachfirmen im Berliner Asylzentrum: Kontrolle findet 55 illegal Beschäftigte.


    Wüste Konflikte zwischen IS-nahen Arabern und Kurden im Berliner Asylzentrum Tegel haben zu einer Kontrollaktion von Polizei, Zoll und Ordnungsämtern geführt. 55 illegal beschäftigte „Sicherheitsleute“ mussten sofort gehen. Die Branche gilt seit langem als korrupt.


    Dubiose Wachfirmen im Berliner Asylzentrum: Kontrolle findet 55 illegal Beschäftigte (tichyseinblick.de)


    Betrügerische Netzwerke in der privaten Sicherheitsbranche verdienen bei der Bewachung von Berliner Flüchtlingsunterkünften viel Geld. Die Spuren führen in die organisierte Kriminalität und ins Clanmilieu.


    Wie Betrüger Geld mit der Bewachung von Berliner Flüchtlingsheimen machen | rbb24 (archive.is)

  • 55 von 183 der Beschäftigten mussten sofort den Dienst beenden...teils wegen fehlender Quali oder Zuverlässigkeitsprüfungen


    Und sowas fällt nicht früher auf das da so viele illegal beschäftigt sind? Da hat der Auftraggeber aber auch massiv gepennt dann...


    Wenn wir in ähnlichen Objekten versuchen würden auch nur einen Mitarbeiter zum Einsatz zu bringen der nicht gemeldet ist beim Kunden hätten wir spätestens am nächsten Morgen eine heftige Mail im Postfach sobald die Liste der entsprechenden Schicht vom Kunden angeschaut wurde. Wenn da 55 Namen auf der Liste stehen die nicht entsprechend gemeldet und freigegeben sind fällt das niemand auf?

    Der Preis des Erfolges ist Hingabe, harte Arbeit und unablässiger Einsatz für das, was man erreichen will (Frank Lloyd Wright)


    Der überlegene Mensch vergisst nicht die Gefahr, wenn er in Sicherheit ist (Confucius)

  • Bei aktuell über 5000 Unternehmen in Deutschland bringen auch Bundesweite Kontrollen nicht viel da man nicht alle Kontrollieren kann und somit immer wieder schwarze Schaffe durchs Raster rutschen können. Oder aber die eine Firma wird zugemacht und morgen die nächste aufgemacht die dann auf den Bruder, Kumpel, Frau oder sonst was läuft.


    Es müssen grundsätzlich die Hürden für die Eröffnung eines Sicherheitsunternehmen verschärft werden damit es von vorne herein weniger dubiose Firmen gibt die neu aufgemacht werden. Ist zwar auch nur eine höhere Hürde dann für die die mit genug Krimineller Energie rangehen aber keine unüberwindbare Hürde.


    Und dazu müssen die Kunden einfach besser hinschauen wo die ihre Dienstleistung einkaufen. Hier gilt leider meistens der Grundsatz billiger ist nicht besser.

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  • Kann man nicht Pauschal sagen das entscheidet der der die Ausschreibung macht.


    Gibt Aufträge wo es nicht zulässig ist oder mit vorheriger Freigabe oder auch generell erlaubt,...

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  • Beide Annahmen sind nicht zutreffend.


    Man kann da nichts verallgemeinern oder pauschal schlecht reden.


    Das es viele schwarze schafe und so gibt liegt an mangelnder Kontrolle sowohl bei Behörden aber auch bei Auftraggebern und Auftragnehmers und ggf. Subs.


    Wenn der Auftraggeber nicht kontrolliert wer bei ihm zum Einsatz kommt kann der Auftragnehmer natürlich einfach jemand ohne Unterrichtung etc nehmen. Wenn der Auftragnehmer den sub nicht kontrolliert genauso.


    Sub ist nicht pauschal schlecht. Wir haben auch viele Subs weil es anders teils nicht geht.


    Bestes Beispiel wir haben einen Rahmenvertrag mit einem handelsunternehmen das deutschlandweit tätig ist. Egal wo die einen sicherheitsdienst brauchen bekommen wir den Auftrag, da wir aber ja nicht in jeder Stadt Leute haben läuft das über Subs die das dann übernehmen. Bei kurzen Laufzeiten nicht anders möglich weil sonst müsste man ja jemand einstellen und nach paar Wochen oder Monaten wieder entlassen.


    Aber wir kontrollieren unsere Subs auch entsprechend das alle Mitarbeiter die Vorgaben erfüllen und so bevor die für uns arbeiten dürfen.

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  • Im grundegenommen liegt es an den niedrigen Hürden zur Gründung und quasi nicht existierenden staatlichen Kontrollen. Den Kunden sehe ich hier an letzter Stelle, wenn ich mir einen Handwerker bestelle kontrolliere ich auch nicht, ob der Chef einen Meisterbrief hat um die Firma rechtmäßig zu führen.

  • Gerade bei öffentlichen Aufträgen steht der Auftraggeber eher an der ersten Stelle weil er die Mitarbeiter meistens prüft und frei gibt für sein Objekt.

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  • Es ist vorbildlich wenn es so gemacht wird, wie sie es beschrieben haben .

    Oftmals sieht es Leider anders aus das Auftraggeber garnicht wissen wer vor Ort eingesetzt wird. Und ob die nötigen Qualifizierung vorhanden sind .Hauptsache der Auftrag wird erfüllt. Es sollten mehr Tiefenprüfungen in den Sicherheitsbetrieben gemacht werden. Sodass die Schwarzen Schafe vom Markt gedrängt werden. Und die Sicherheitswirtschaft wieder einen besseren Ruf bekommt.

  • Eine Bewacher ID bekommt man sogar ohne jede Quali da diese nach Eintragung der Person schon vergeben wird.


    Das entscheidende ist die Freigabe durch das Bewacherregister und das prüft nur bei Verdacht ob die Qauli echt ist. Ansonsten werden nur Führungszeugnis etc. abgeprüft um festzustellen ob eine Person "zuverlässig" ist.

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  • Es sollten mehr Tiefenprüfungen in den Sicherheitsbetrieben gemacht werden. Sodass die Schwarzen Schafe vom Markt gedrängt werden. Und die Sicherheitswirtschaft wieder einen besseren Ruf bekommt.

    Wie schonmal geschrieben bei über 5000 Betrieben in Deutschland und der ständigen Überlastung von Zoll und anderen Behörden wird das eher Wunschdenken bleiben. Und für jedes Unternehmen das gefunden wird und dadurch evtl. den Betrieb einstellen muss kommen dann gefühlt zwei neue dazu die genauso schlecht sind weil es die gleichen Leute unter einem neuen Namen sind bzw. der Bruder, Onkel,... vom ehemaligen Inhaber dann als Inhaber eingetragen ist.


    Ich bleibe dabei viele Probleme könnten gelöst werden wenn von vorne rein schon bei der Zulassung von neuen Betrieben genauer hingeschaut werden würde da viele der Schwarzen Schafe Wiederholungstäter sind. Wenn dann noch die Auftraggeber umdenken würden und nicht Qantität über Qualität stellen würden könnte man auch nochmal eine gutes Stück schaffen auf dem Weg zu weniger Schlechter Firmen etc.

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  • Das ist klar, meine Antwort dazu war auch auf Kontrollen in den Unternehmen bezogen

    Wie schonmal geschrieben bei über 5000 Betrieben in Deutschland und der ständigen Überlastung von Zoll und anderen Behörden wird das eher Wunschdenken bleiben. Und für jedes Unternehmen das gefunden wird und dadurch evtl. den Betrieb einstellen muss kommen dann gefühlt zwei neue dazu die genauso schlecht sind weil es die gleichen Leute unter einem neuen Namen sind bzw. der Bruder, Onkel,... vom ehemaligen Inhaber dann als Inhaber eingetragen ist.

    Es ändert nichts wo die Kontrollen sein sollen. Die Behörden die das machen müssten sind überlastet und können es nicht leisten. In vielen Ämtern z.b. wird das Bewacher Register nebenher betreut, von Mitarbeitern die im Bereich Gewerbe- und Gaststättenrecht arbeiten. Die haben nebenher noch zig andere Aufgaben. Genauso ist es bei der Gewerbeaufsicht, Zoll,... Es gibt keine Stelle die sich ausschließlich mit dem Bewachungsgewerbe beschäftigt und über die Personelle Ausstattung verfügt hier im großen still Kontrollen zu machen. Es wird auf nicht absehbare Zeit bei Stichproben und Verdachtskontrollen bleiben. Somit ist das Risiko für die Firmen die sich nicht an die Regeln halten nicht wirklich groß.

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  • Oder aber die eine Firma wird zugemacht und morgen die nächste aufgemacht die dann auf den Bruder, Kumpel, Frau oder sonst was läuft.


    Es müssen grundsätzlich die Hürden für die Eröffnung eines Sicherheitsunternehmen verschärft werden damit es von vorne herein weniger dubiose Firmen gibt die neu aufgemacht werden. Ist zwar auch nur eine höhere Hürde dann für die die mit genug Krimineller Energie rangehen aber keine unüberwindbare Hürde.

    Hier würde es ja schon reichen, wenn man mindestens FKSS sein muss, um eine Firma aufmachen zu dürfen. Wird das vermasselt, dann darf die Person für xx Jahre keine weitere aufmachen. Das würde schon mal den weiteren Personenkreis "als Ersatz" stark eingrenzen.

    Ich Arbeite seit 2018 im Sicherheitsgewerbe und habe noch keine Kontrollen der Mitarbeiter bzw der Firma miterlebt, ich habe mal ne Frage an die Runde. Drüfen Öffentliche Ausschreibungspfichtige Aufträge an Subunternehmen weiter vergeben werden?

    Ich kenne das vom Dozenten, dass einige Auftraggeber dazu eine Klausel in den Vertrag festlegen.


    Entweder ganz verboten, oder nur mit Zustimmung des Auftraggebers.

    Wenn der Auftraggeber nicht kontrolliert wer bei ihm zum Einsatz kommt kann der Auftragnehmer natürlich einfach jemand ohne Unterrichtung etc nehmen.

    Wenn man mal von den Staatlichen (KTA, Bundeswehr, Synagogen ...) absieht, dann wissen private Auftraggeber ohnehin nichts über uns und die Qualifikation. In meinen 6,5 Jahren, die ich gem. §34a GeWo nicht hätte in dem Gewerbe arbeiten dürfen, fragte mich nie einer nach der Qualifikation, außer meine Kollegen. Wir waren eine Zeit lang recht viele ohne Unterrichtung oder SKP.


    Der Zoll war auch mal im Büro, Allerdings haben die wohl nicht der Unterrichtung oder SKP bei uns gefragt.

  • Die Weitergabe an Subs ist grundsätzlich nicht ausschließbar, aber einschränkbar. Auch bei sehr sensiblen Aufträgen wie Militär oder Kerntechnik unterliegt man Regelwerken. Auch die Bahn hat sich hier einiges einfallen lassen, aber hier mangelt es dann auch an effektiven Kontrollen...


    Es bräuchte eine Einheit die sowohl die Einhaltung der BewV, des Tarifrechts/Mindestlohn etc, der Sozialversicherung und der GewO beaufsichtigt und kontrolliert.


    Wird es nicht geben, weil hier die Zuständigkeiten zweier Bundesministerien betroffen sind, ebenso o wie die kommunale Zuständigkeit der Gewerbeämter.

  • Ich habe mir gerade mal die aktuellen Ausschreibungen für die Bewachung von Asylunterkünften in Bayern angesehen. Bis auf eine Ausnahme war das Kriterium:


    100% Preis, also der günstigste Anbieter bekommt den Auftrag.


    Beispiel: Unterkunft in Neumarkt/Oberpfalz: Bieter 18 Zuschlag an Firma aus Frankfurt/Main.