Krankheitstage, ab wann werden die bezahlt ???????

  • Hallo zusammen.

    Ich arbeite im Werkschutz ungefähr 200 Stunden im Monat.

    Ich war in den Tagen krankgeschrieben, wo ich auch freie Tage hatte.

    Normalerweise müssen die doch auch bezahlt werden oder nicht ?

    Jetzt sagt mir der Arbeitgeber, das mir nur die Tage bezahlt werden, wo ich speziell eingesetzt war?

    Aufjedenfall hatte ich zwei 12 er Schichten und die beiden drauffolgenden Tage hatte ich Dienstfrei.

    Ich hatte aufjedenfall 4 Tage Lohnfortzahlung während der Zeit .

    Da würde ich mich nochmal bei euch erkundigen, ob das rechtens ist .

    Ich bitte um eine Rückmeldung.

  • Schonmal im Vertrag / Tarifvertrag geschaut?


    Bei uns ist es auch so das nur Tage als Krank bezahlt werden wo man normal auch gearbeitet hätte.

    Eine Lösung haben wir, die passt aber nicht zum Problem.


    Der Preis des Erfolges ist Hingabe, harte Arbeit und unablässiger Einsatz für das, was man erreichen will (Frank Lloyd Wright)

  • Es gibt beide Modele.

    Meistens läuft das so: Der AG zahlt lieber jeden Krankheitstag und legt damit etwas "mehr" Geld hin als wenn er dir eben "nur" deine Tage Bezahlt an denen du gearbeitet hättest.


    Weil sonnst würdest du dir natürlich sagen: "Ach so läuft der Hase? - wann ist meine nächster Arbeitsblock...?!" und BAM hat der AG die nächste "Krankmeldung" auf dem Tisch ;-)

  • Das könnte es andersrum aber auch geben. 2 Tage frei, 2 Tage arbeit, 2 Tage frei. Also 6 Tage bezahlt statt 2 Tage (wenn alle Tage bezahlt werden). Auch das kann den einen oder anderen SMA in Versuchung bringen ;)

    Eine Lösung haben wir, die passt aber nicht zum Problem.


    Der Preis des Erfolges ist Hingabe, harte Arbeit und unablässiger Einsatz für das, was man erreichen will (Frank Lloyd Wright)

  • Grundlage ist dein Arbeitsvertrag. Schau am besten mal was dort drin steht.


    Lese am besten auch den für dich geltenden Tarifvertrag. Wenn du in der Gewerkschaft bist, da kommst Du ganz schnell ran.


    Wenn dein Arbeitgeber sich irrt, dann weise ihn am besten per E-Mail darauf hin. Textform ist immer am besten. Wenn er seinen Fehler absolut nicht einsehen will, dann könntest in letzter Konsequenz mit einem Anwalt nachhelfen...

  • Also, was mache ich denn nun?

    Kann ich da rechtens angehen?

    Deswegen meine Eingangsfrage: Schonmal im Vertrag / Tarifvertrag geschaut?


    Da keiner von uns wissen kann was im Arbeitsvertrag festgelegt ist kann man schlecht was dazu sagen. Die Tarifverträge für Hamburg enthalten nur den Verweis auf das EntgFG


    § 4 - Fortzahlung von Arbeitsentgelt und Sozialleistungen
    1. Die Fortzahlung des Arbeitsentgeltes im Krankheitsfalle regelt sich nach dem
    Entgeltfortzahlungsgesetz in seiner jeweils geltenden Fassung.


    Nur nach dem EntgFG sind soweit ich weiß beide Varianten möglich, somit ist maßgebend was der Arbeitsvertrag dazu angibt.

    Eine Lösung haben wir, die passt aber nicht zum Problem.


    Der Preis des Erfolges ist Hingabe, harte Arbeit und unablässiger Einsatz für das, was man erreichen will (Frank Lloyd Wright)

  • Moin zusammen.

    Ich habe mal eine Frage .

    Wie sieht es eigentlich aus, wann ich eingeplant war an einem Sonntag 12 Stunden und ich dann eine AU vorgelegt habe .

    Muss man mir den Sonntag von 12 Stunden auch bezahlen?

    Die AU lief noch bis zum ersten Tag des Urlaubs, wie wird das denn bezahlt ?

    Ich war also am ersten Tag des Urlaubs krank und an einem Sonntag .

    Meine Firma zahlt die Tage, wo ich auch eingesetzt war !

    Freue mich auf eure Rückmeldung .

  • Normal ist es so das ein Urlaubstag an dem man krank ist als nicht genommen gewertet wird. Also man bekommt den Urlaubstag zurück auf sein Urlaubskonto.


    Soweit ich weiß, wenn man an einem Sonntag krank war bekommt man normal den Sonntag als Lohnersatz bezahlt nur ohne Zulagen.

    Eine Lösung haben wir, die passt aber nicht zum Problem.


    Der Preis des Erfolges ist Hingabe, harte Arbeit und unablässiger Einsatz für das, was man erreichen will (Frank Lloyd Wright)

  • Meiner Erfahrung nach richtet sich die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall nach dem Durchschnittsprinzip, wie beim bezahlten Urlaub. Also ein Tagessatz von 1/7 eines durchschnittlichen Wochenverdienstes über die letzten 13 Wochen multipliziert mit der Dauer der Krankschreibung in Tagen. Sinnvoll bei längerer Krankheit die sich jenseits vorliegender Dienstpläne entwickelt, situativ vielleicht positiv oder negativ, je nachdem ob und wieviel man an den Krankheitstagen gearbeitet hätte.


    Edit: Habe gerade nochmal mit "meinem" Betriebsrat gesprochen und er bestätigt mir das sich die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall nach dem Durchschnittsverdienst der letzten 3 Monate (analog zu 13 Wochen) richtet.

  • Ich kenne beide Verfahren und es gibt hier verschiedene Modell für die Abrechnung.

    "Also ein Tagessatz von 1/7 eines durchschnittlichen Wochenverdienstes über die letzten 13 Wochen multipliziert mit der Dauer der Krankschreibung in Tagen."
    Ist das Modell, dass ich auch am häufigsten kennengelernt habe. Es gab auch einmal eine Betriebsvereinbarung, dass es eine Ausgleichszahlung gab, bei den verlorenen Zuschlägen. Das war auch noch ein Werkschutz, der von dem Auftraggeber selber eingestellt worden war.Z.B das waren Nachtschichtzulagen von 25-40%, völlig normal. Viele haben so eine Bezahlung nie kennengelernt, wie auch, wenn man keine Chance hat, für einen Arbeitnehmerfreundlichen Sicherheitsdienst zu arbeiten.
    Die großen, wie z.B Securitas, Kötter, WISAG, Gegenbauer u.s.w meine ich bestimmt nicht, wenn ich von einem Arbeitnehmerfreundlichen Sicherheitsdienst schreibe.