Ein Vorstellungsgespräch in Hamburg

  • Hatte nun vor einiger Zeit mal ein Vorstellungsgespräch in Hamburg gehabt und bin doch unglücklich über das was mir als FKSS geboten wurde.


    2 Schichtsystem ... kann man sich mit arrangieren, allerdings, wenn man dann mal die Dienstzeiten hinterfragt, dann wird einem übel. 7 Tage Dienst, danach 3 - 4 Tage frei, für den Wechsel Nacht -> Früh. Alleine im Monat Februar käme man bei dieser Rechnung auf ca. 252 Stunden. Work-Life Balacne = 0. Menschlich ist das nicht. Selbst meine Anfrage "können wir eine Obergrenze von xxx Stunden vereinbaren" wurde abgelehnt.


    Dann bleibt noch die Frage nach dem Lohn. Alles Tarif bezogen. Ca. 13 € + Zuschläge (Nacht, Sonntag, Feiertag). Gleiches Unternehmen hatte allerdings mal mit deutlich besseren Konditionen geworben.

    Wer Hamburg kennt wird wissen, dass die Kosten in Hamburg extrem hoch sind. Mit ~ 1.800 € muss man schon für notwendige Sachen rechnen. Smartphone + Tarif, Festnetz, Auto sind noch nicht dabei. So kostet der Monat mal schnell 2.000 €(+) €. Will garnicht wissen wie das als SKP 34a funktionieren soll, wenn man nur das hat...


    "Hier wollte der EL eine Fachkraft einfach nur verheizen", so mein Eindruck im Gesprächsverlauf. Das ist doch kein Leben, wenn jemand ca. 250 Stunden im Monat arbeitet und dann für einen Lohn, mit dem er gerade mal so über die Runden kommt. In Hamburg will ich lieber nicht arbeiten, bei solchen Angeboten...


    Eure Meinungen?

  • Traurig nur, dass es genug Kollegen gibt, die sich darauf einlassen.

    Nach dem Motto: "Ein Spatz in der Hand, ist besser als eine Taube auf dem Dach"

    Solange sich nur genug Bewerber finden, werden solche Angebote nicht weniger.


    Meine Meinung zum weiteren Vorgehen:

    Hingehen zur Vertragsunterzeichnung, den Wisch mit einem Grinsen in der Mitte durchreißen, sich die "Deal with it Sonnenbrille" aufziehen,

    und mit einem Dab verabschieden.

    Like a Boss halt 8)