Komische Arbeitskollegin aufn Objekt ?

  • Ich arbeite auch nicht mehr als 180 h und 4, ab und zu nach Klärung 5 Tage am Stück in 12 h Schichten. Wenn man sich durchsetzen will dann kann man das auch. Was andere machen interessiert mich eher weniger aber das ist ihr Ding. Bei manchen frage ich mich echt ob sie als Findelkind von der Firma aufgezogen wurden.

  • bigboss_16

    Die Umgangsweise mit dir war sicherlich mehr als unangemessen. Ich selbst habe allerdings schon andere Erfahrungen in meiner Firma gemacht.


    Selten lese ich mal auf Facebook, doch ob nun auch Pond gut ist wird dir pauschal keiner sagen können, da jeder andere Erfahrungen macht.

    Alexander Lukas hatte mal auf Facebook was interessantes dazu geschrieben, auch mit eigenen Erfahrungen. Schlussendlich kommt es immer auf den Chef an den man hat.


    Unterm Strich kann man aber sagen, es gibt genug Führungskräfte die ihren Job (von menschlicher Seite her) nicht haben sollten.


    Siegfried und Baldrian

    Die Frage ist von mehreren Faktoren abhängig. Wie ihr sicher selber wisst hängt dies auch vom Objekt ab. Noch dazu ist es immer hilfreich 1 - 2 Rentner im Objekt zu haben.


    Ich bin auch nicht so der Freund von 12 Std. Schichten und bin eher für 8 Std (Mo- Fr.) und 12 Std. (Sa-So).

    Allerdings würde ich auch keinen Job verweigern, wenn im Stellenangebot ausschließlich 12 Std. Schichten angegeben werden. Es sollten aber max. 4 in Folge sein, nach Klärung auch mal 5.

  • Das ist dann ja auch immer Sache der Vertragsverhandlungen, vieles kann, nicht alles muss man mitmachen.

    Aber wie es hier schon erwähnt wurde, 6 Tage Woche ist erlaubt, auch jeweils 12 Stunden an jedem dieser Tage.

    Wenn ich das nicht möchte, dies aber Bestandteil des neuen Arbeitsplatzes wäre, wird es halt nichts mit dem Vertrag, Arbeit gibt es genug an anderen Stellen, ebenso Bewerber.

  • Das Problem ist, ich wollte eine langfristige Beschäftigung und das hat mich auch komplett aus der Bahn geworfen. Das Selbstbewusstsein geht auch flöten, wenn ma nach einem Monat gekündigt wird. Ich möchte halt bei der neuen Firma halt das vermeiden, was mir bei der alten Firma das Genick gebrochen hat. Lieber wäre mir auch direkt ein unbefristetes Beschäftigungsverhältnis, weil mit der Befristung komme ich ehrlich gesagt nicht weit.

  • Deine Meinung in allen Ehren, aber das hat nichts mit der Realität zu tun.

    Jeder erschafft sich seine eigene Realität und in meiner Realität arbeite ich um zu leben. Davon ab, ist die vorgegebene Arbeitsbereitschaft keine Erfindung von mir sondern Grundlage für 12 Stundenschichten und im Tarifvertrag geregelt. Da musst du nicht so abwertend reagieren Siegfried.

    Und der Unterschied zwischen Theorie und Praxis hat einen Namen, er heißt Dienstleistungsqualität.

    Danke Woife, ich kann dir nur beipflichten.


    Und davon ab find ich 12 Stundenschichten garnicht schlimm.

    Ich hab lieber 4 x 2 Stunden Fahrweg, also tote Zeit für 48 Stunden bei 12 Stundenschicht als 6 x 2 Stunden Fahrweg bei 8 Stundenschichten.


    Hatte den Betriebsleiter von Pond auf dem BDSW Essen im Hauptstadt Studio kennengelernt vor 2 Jahren. Wir hatten ein sehr gutes Gespräch und hab einen guten Eindruck von dem Laden.

    Frohes schaffen und bleibt gesund

  • Nachtrag: auch die europäische Arbeitszeitrichtlinie gibt eine wöchentliche Höchstarbeitszeit von 48 Stunden vor. Und ich habe nun bereits mehrfach Urteile und Sachberichte gelesen, wo sich das Gewerbeaufsichtsamt sehr für Wachunternehmen interessiert, die ihre SMA 12 Stunden schieben lassen.

    Und das erstaunlicherweise völlig unabhängig vom Schutzobjekt. Beispiel: Ein SMA der ein Krankenhaus bewacht, unterliegt nicht den Ausnahmeregeln die für die KH-Mitarbeiter gelten.

    Quote

    Aber wie es hier schon erwähnt wurde, 6 Tage Woche ist erlaubt, auch jeweils 12 Stunden an jedem dieser Tage.

    Genau das stelle ich in Abrede. Das ist mindestens sittenwidrig, ein Ordnungswidrigkeitentatbestand und ein direkter Verstoß gegen die Fürsorgepflicht des AG.



    Falls es dazu Widerspruch oder Anmerkungen gibt, wär ich für Feedback dankbar.

  • Deine Reaktion werte ich als Zustimmung und Argumentationsleere, wenn du dich an Begrifflichkeiten aufhängst.

    Die Vorgaben des MTV bezüglich 12 Stundenschichten erachtest du als "realitätsfern". Ich erachte es als prekäre Arbeitsverhältnisse und das in einer Branche die sich dem Recht und Gesetz verschrieben hat.


    Ein Urteil des BAG dazu: BAG v. 26.4.2006 – 5 AZR 549/05

    Ein Auszug:

    Sittenwidriges Handeln ist ein Verstoß gegen die guten Sitten. Das von den guten Sitten Zugelassene erschließt sich aus dem Gesamtzusammenhang der Rechtsordnung. Zu den maßgebenden Normen zählen die Regeln des Grundgesetzes sowie sonstige gesetzliche Regelungen.

    Folgende Regelungen bezüglich Fürsorgepflicht kommen hier in Betracht:

    § 138 Abs. 2 BGB

    § 62 HGB

    §§ 617 bis 619 BGB


    Ein weiteres Urteil was denn Vollzeit bedeutet: BAG vom 25.03.2015 – Az. 5 AZR 602/13

    Auszug: Vollzeit bedeutet 40 Stunden, in sämtlichen AV die ich bisher in diesem Gewerbe in der Hand hatte stand 173,5 Stunden, also 40 Stunden durchschnittlich.

    Ausnahmen sind möglich klar, z. B. durch die Regelung im MTV bezüglich 12 Stundenschichten. Aber dafür ist nunmal Arbeitsbereitschaft vorzugeben und die Mehrarbeit ist durch Freizeitausgleich innerhalb von 3 Monaten auszugleichen.


    Noch ein weiteres Urteil:

    BAG vom 23.03.2016 – Az. 7 AZR 828/13


    Ein Arbeitgeber kann von einem Arbeitnehmer eine befristete Arbeitszeiterhöhung verlangen, wenn dies etwa durch Erkrankung mehrerer Arbeitnehmer oder einen außerplanmäßigen Arbeitsanfall betrieblich notwendig ist.


    Bei einer Aufstockung der Arbeitszeit in erheblichem Umfang müssen jedoch Umstände vorliegen, die die Befristung eines Arbeitsvertrags insgesamt über das erhöhte Arbeitsvolumen nach § 14 Abs. 1 des Teilzeit- und Befristungsgesetzes (TzBfG) rechtfertigen. Nur dann ist eine unangemessene Benachteiligung des Arbeitnehmers ausgeschlossen. Das Bundesarbeitsgericht sieht eine Arbeitszeiterhöhung von 25 Prozent eines entsprechenden Vollzeitarbeitsverhältnisses bereits als erheblich an.

    Das wären dann 50 Stunden bei einem Vollzeitvertrag. Überstunden müssen gesondert mit Aufschlag vergütet werden.


    Und hier hat das Gewerbeamt einer Bewachungsfirma den Weiterbetrieb untersagt, weil diese nicht nicht an die MTV-Vorgaben gehalten hat:

    Verwaltungsgericht Ansbach, 3.1.2018, Az. AN 4 S 17.02428


    Ich habe soviele Kollegen kennengelernt, deren Beziehungen kaputtgegangen sind oder die durch die Arbeit krank geworden sind, das mich dieses Thema durchaus stark beschäftigt.

    Aber ich bleibe bei meiner ersten Kernaussage, was andere so treiben interessiert mich nicht wirklich. Wer glücklich ist bis an das Maximum von ~233? Stunden im Monat zu arbeiten, soll das gerne tun.

    Ich halte es aber weiterhin für sittenwidrig und ein strukturelles Problem dieser unserer Branche.