Hallo aus der Nähe von Bielefeld

  • Hallo und schön das es diese Webseite gibt!
    Ich bin 41 Jahre alt, arbeite im Schwerdementen -Bereich der Altenpflege in der Diakonie.
    :thumbup: Das bedeutet für alle die nicht so bekloppt sind, den Beruf zu machen:
    Deeskalation an allen Ecken, mit Menschen die nicht mehr wissen was sie tun. Allerdings körperlich noch derbe fit sind.
    Demenz bedeutet das sich der Verstand (ähnlich wie bei zu viel Alkohol) , nach und nach nicht nur Verflüchtigt sondern auch komplett verabschiedet.
    Dazu kommt eine Wut auf alles und jedes, :S die jeder Logik entbehrt...aber im Grunde daher rührt, das sie nicht verstehen warum Verstand und Können verschwindet.
    Ich habe mich hier angemeldet, weil ich mich furchtbar gerne zur Sicherheitskraft umschulen lassen möchte. :D
    Zu Anleitungen und Web-Adressen mit noch mehr Infos oder dem händeln einer Umschulung seitens der Arbeits-Agentur: IMMER her damit !!
    Vielen lieben Dank im Voraus
    Eure Anna

  • Hallo Anna, Grüße aus Berlin.
    Meiner Erfahrungen sind die Mitarbeiter der ARGE und JC nicht kompetent in Fragen des Bewachungsgewerbes.
    Allerdings haben diese gute Optionen für Weiterbildungen. Schau mal in die Datenbanken Kursnet und den Berufsentwicklungsnavigator der ARGE´s.


    Deeskalation an allen Ecken, mit Menschen die nicht mehr wissen was sie tun. Allerdings körperlich noch derbe fit sind.


    Klingt ja soweit nach dem Einzelhandel in Neukölln 8o


    Spaß beiseite, du musst wissen, dass das Bewachungsgewerbe ein Low Profit / Low Intelligence Sektor ist. Das heißt dass es einen großen Auftragsdruck bei den Unternehmen gibt, die sich daher bis zur Schmerzgrenze unterbieten um den Auftrag zu bekommen.
    Das führt dazu, dass die Mitarbeiter meistens nur das bekommen, was der Entgelttarifvertrag für deine Region hergibt.
    Es gibt zwar auch Möglichkeiten sich zu verbessern und mehr Fachkompetenz anzueignen, nur diese dann monetär vergelten zu lassen, ist nicht so einfach.
    Ich persönlich würde dir nicht empfehlen die Sachkundeprüfung zu machen, sondern schon höher einzusteigen.
    Also mindestens GSSK, wenn nicht sogar eine Ausbildung zur Fachkraft oder Servicekraft für Schutz und Sicherheit anzuvisieren.


    Ein großer Unterschied zur Pflege ist, dass das Bewachungsgewerbe bis auf die Einnahmensicherung im ÖPNV, keine Werte generiert, sondern aus BWL Sicht nur Geld kostet und dabei keine Wertschöpfung entsteht. Und das hat Auswirkungen auf die gewünschte Qualifizierung der Mitarbeiter die die Auftraggeber sich kosten lassen. Also werden selten höherqualifizierte Mitarbeiter eingesetzt, bzw. bezahlt.


    Wenn du ein bissl Input haben möchtest, was so die gängigen Lerninhalte für das Bewachungsgewerbe sind, empfehle ich die Videos von Kai Deliomini auf Youtube.


    Ich schreib gern später mehr dazu, muss mit meiner Frau einkaufen gehen.
    Gruß

  • Um eine Umschulung vom Arbeitsamt bezahlt zu bekommen, müsstest du schon aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in der Pflege arbeiten können. Momentan wird de facto noch lieber in die Pflege umgeschult ( da hätte ich sogar den Führerschein bezahlt bekommen) als in das Sicherheitsgewerbe.


    Pflegekräfte sind halt Mangelware, zum Sicherheitsmitarbeiter kann man nahezu jeden qualifizieren....

  • Wenn, dann würde ich auch ganz klar zur "Fachkraft Schutz und Sicherheit" (FKSS) raten. Sachkundeprüfung 34a ist nur das mindeste vom mindesten und wird dich allen voran finanziell nicht weiter bringen.


    Alternativ noch die Servicekraft, oder "Geprüfte Schutz und Sicherheitskraft" (GSSK).


    Die Umschulung zur FKSS dauert 24 Monate. Die Beruflichen Chancen sind allerdings sehr gut. Nachtarbeit solltest du vertragen können.


    Allerdings, wie willst du den Wechsel hinbekommen, über die Arbeitsagentur?