Einarbeitungskonzept

  • Hallo an alle,


    ich würde gerne für meine Firma ein Einarbeitungskonzept für neue Mitarbeiter erstellen. Da ich aber das "Ras nicht neu Erfinden :D " möchte, daher meine Frage gibt es sowas bei euch und wenn ja könnten ihr mir die Unterlagen zur Verfügung stellen.


    LG


    Lars

  • Ja sowas gibt es bei uns. Am jedes Objekt bei dem ich bisher war habe ich ziemlich detailisert aufgeschrieben was so an Routinearbeit anfällt und wie diese zu erledigen ist. Beispiel vorgehen bei Kontrollgängen, vorgehen bei Verschluss und Aufschluss. Bescherlisten, Fahrzeugkontrolle, Handhabung von Firmenwagen, Vorgehen bei Störungen etc.
    Was auch gut ankommt wenn ein PC genutzt wird sind bebilderte Hilfestellungen wenn bestimmte Programme genutzt werden. Sehr beliebt bei Mitarbeitern die nicht so fit im Umgang mit Computern sind.

  • Da ich aber das "Ras nicht neu Erfinden " möchte, daher meine Frage gibt es sowas bei euch und wenn ja könnten ihr mir die Unterlagen zur Verfügung stellen.


    Da das ein extrem individuelles Ding ist, das auf die genaue Tätigkeit und den Einsatzort abgestimmt ist bzw. sein muss, kann ich mir irgendwie nicht vorstellen, dass das jemand a) rausrückt und selbst wenn, b) Dir das wirklich etwas bringt.


    Mit einer einfachen Überlegung, was man an dem oder den betreffenden Arbeitsplätzen alles tun muss und welche zusätzlichen (administrativen, operativen oder taktischen) Tätigkeiten die Firma noch fordert, sollte man sowas doch recht schnell erstellt haben.
    Dann noch ein paar Kollegen drüber schauen lassen und deren Hinweise einfliessen lassen oder halt auch nicht.

  • Zusätzlich zu Martins Ausführungen kommt es meiner Meinung nach zusätzlich auch auf die Qualifikation und Erfahrung eines Mitarbeiters an. Einer Fachkraft mit 30 Jahren Berufserfahrung muss ich (hoffentlich) nicht mehr das 1x1 erklären, sondern kann mir einiges an Einarbeitungsarbeit im Vergleich zu einem "Greenhorn" sparen.

  • @Eifelkater


    ist das wirklich so?
    Ist die Erfolgsaussicht einer guten Einarbeitung nicht abhängig davon, wie Aufnahmefähig ein Mitarbeiter ist?
    Könnte es vielleicht auch sein, dass eine Fachkraft mit 30 Jahren Erfahrung evtl. etwas eingefahren ist und manche Dinge gar nicht mehr kennt bzw. weiß?
    Pauschalisieren würde ich hier nicht, sondern jeden, den ich zur Einarbeitung habe, nach genau dem genannten Plan einarbeiten.


    Gruß 2m02cm-Mann



    Ich glaube fest daran, dass die schönste Stunde eines jeden Mannes - die erfüllung all seiner Sehnsüchte... der Augenblick ist wenn er sich für eine Gute Sache ganz verausgabt hat und erschöpft auf dem Schlachtfeld liegt - als Sieger.
    Vince Lombardi (1913-1970)

  • Ich selbst hatte auch mal für ein Hoteldienst einen Ablaufplan erstellt und meine Kollegen haben diesen auch als "sehr ausführlich" gelobt. Das war mir auch wichtig, da es den Einstieg um einiges vereinfacht hat.


    Jedes Objekt sollte ein Einarbeitungskonzept / Ablaufplan haben, schon um die Einarbeitung zu vereinfachen. Ferner kann man auch nach der Einarbeitung mal etwas vergessen und so erneut nachschlagen. Dadurch lassen sich einige Pannen vermeiden.


    Eine Fachkraft mit 30 Jahre Berufserfahrung kann zwar sehr viel zum Thema Einsatz und Sicherheitstechnik erzählen, doch bei Recht und Verhalten dürfte es recht düster aussehen. Das mal als Beispiel. Nicht zu sehr pauschalisieren. ;-)

  • @Eifelkater es geht nicht darum dem neuen Mitarbeiter das "1x1" neu zu erklären. Eine Einarbeitungshilfe soll nur eine Unterstützung sein die objektspezifischen Tätigkeiten näher zu bringen. Das hat nichts mit der Qualifikation oder Berufserfahrung zu tun.
    Ich sage ja selber "Kennt man ein Objekt kennt man alle Objekte."
    Einweisubgshilfen sind meines Erachtens gerade an Objekten sinnvoll an denen man alleine eingesetzt ist und man nicht mal eben jemand fragen kann "wie war was nochmal" wenn man es vergessen hat.

  • 2m02cm-Mann: Deswegen schrieb ich ja u. A. "Hoffentlich".


    Der Sheriff: Natürlich geht es bei einer Einweisungshilfe nur um die objektspezifischen Tätigkeiten. Aber für Leute die entsprechende Erfahrung haben muss ich dann vll nicht alles haarklein aufschreiben.


    Kleine Anekdote: Einer der Lieblingspositionen im Objekt ging spontan an einen gelernten Groß- und Außenhandelskaufmann, weil er der einzige war dem man nicht erklären müsste, dass man bei angenommenen Paketen anrufen muss, sondern der spontan fragte, ich ihm erklärte,dass er Pakete annehmen soll: Wo finde ich die Telefonnummern?
    Solche Sachen meine ich mit ggf ausführlicher oder eben nicht.
    Vorher gab es eben häufiger Beschwerden über nicht weitergeleitete Pakete. Wobei da eine Checkliste eben auch nur so gut ist, wie der der sie lesen kann oder liest....*seufz*