Hoeneß zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt...

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    Das Münchner Landgericht hat Uli Hoeneß wegen Steuerhinterziehung verurteilt. Der FC-Bayern-Präsident muss dreieinhalb Jahre in Haft. Hoeneß will in Revision gehen.Der Steuerprozess gegen Uli Hoeneß ist beendet, das Landgericht München II hat sein Urteil gefällt. Der Präsident des FC Bayern München ist wegen Steuerhinterziehung in sieben Fällen für schuldig gesprochen und ihn zu drei Jahren und sechs Monaten Haft ohne Bewährung verurteilt worden – zwei Jahre weniger, als die Staatsanwaltschaft gefordert hatte.


    In seiner Begründung führte Richter Rupert Heindl aus, dass mit den von Hoeneß vorgelegten Unterlagen keine vollständige Selbstanzeige erstattet hätte werden können. Das Gericht sei deshalb zu dem Ergebnis gekommen, dass die Selbstanzeige unwirksam gewesen sei und deshalb nicht strafbefreiend wirken könne. Zudem habe sich der Angeklagte nicht freiwillig gestellt, sondern sei von der Angst vor Entdeckung getrieben worden. Die Recherchen des Magazins stern hätten hier eine Rolle gespielt.


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    Quelle: ZEIT ONLINE | Nachrichten, Hintergründe und Debatten




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    Freundliche Grüße


    Moderator Doph_Zügota



    Gerechtigkeit herrscht, wenn es in einem Volk weder übermäßig Reiche noch übermäßig Arme gibt.


    Thales von Milet (um 625 - 545 v. Chr.), griechischer Philosoph und Mathematiker, einer der Sieben Weisen

  • Also Chapeau vor Uli Hoeneß!!! Das hätte ich so nicht erwartet!

    Freundliche Grüße


    Moderator Doph_Zügota



    Gerechtigkeit herrscht, wenn es in einem Volk weder übermäßig Reiche noch übermäßig Arme gibt.


    Thales von Milet (um 625 - 545 v. Chr.), griechischer Philosoph und Mathematiker, einer der Sieben Weisen

  • Er ist ein Straftäter und wird dafür gelobt das er seine Strafe hinnimmt?
    Was geht eigentlich in Deutschland vor das wir das durchsetzten unserer Gesetze von der entscheidung des Beschuldigten Abhängig machen?
    Er hätte deutlich mehr bekommen müssen auch oder grade wegen seiner vermeindlichen Vorbildfunktion.


    Das er nicht in Revision geht ist ganz einfach: Dann würde er nämlich vermutlich mehr bekommen!

  • Klar ist er Straftäter und gena das hat er anerkannt. Das ist ein Zug den nur sehr wenige in seiner Lage gemacht hätten. Er hat das Geld sich bis zum letzten zu wehren, aber er tut es nicht und das verdient Respekt. Dass seine Tat kein Lob verdient steht außer Frage.

  • Die sache ist die er hat einfach erkannt das er mit den 3,5 Jahren so glimpflich davon gekommen ist wie er nur hätte träumen können.
    Wenn er in Revision gehen würde würde die Strafe höher ausfallen. DAS hat er erkannt. Laut seinem letztem Interview sieht er sich nicht als Straftäter.


    Und auch unsere Liebe Kanzlerin hat nicht bessers zu tun als so einem "höchsten Respekt" entgegen zu bringen...
    Madam sollte erstmal ...
    Nein ich rege mich darüber nun nicht weiter auf.


    Meine Meinung steht und ist in diesem Falle unumstößlich.
    Er hat zu wenig bekommen.

  • Er hat seine Straftat anerkannt? War er sich dessen nicht vorher schon bewusst? Haben seine Berater ihm nicht gesagt "Du Ulli..... heisse Kiste pass bloß auf" oder war er so naiv, das es ihm nicht bewusst wurde? Der Gute scheffelt Millionen im Jahr... und aus Prozessen der Vergangenheit wusste er was ihn erwartet... Ich denke er legt keine Rechtsmittel ein, weil er weiß das es noch deftiger kommen kann... und wählt das kleinere Übel...


    Mit seinem Rücktritt kommt er nur einem Rauswurf zuvor...


    Tut mir Leid, den Hut ziehe ich vor einem Berufsverbrecher (über Jahre wissentlich Steuern in Millionenhöhe hinterzogen) nicht, auch nicht wenn er sein Vermögen voll umfänglich guten Zwecken gespendet hätte... meines Wissens nach ist das kein anerkannter Rechtfertigungsgrund... und das hat er nun auch wirklich nicht getan....


    Wenn er wieder raus ist und seine Bewährung rum ist betrachte ich ihn als gesellschaftlich rehabilitiert... zutrauen würde ich es ihm aber jederzeit wieder...


  • Genau meine Rede.
    Schön zu sehen das ich nicht alleine da stehe

  • Die Staatsanwaltschaft München hat ja auch noch die Möglichkeit der Revision. Mal sehen was da passiert, ein bisschen Zeit ist ja noch.


    Allerdings frage ich mich wirklich was unsere Kanzlerin sich dabei gedacht hat, einem Menschen zu gratulieren der über Jahre den deutschen Staat beschissen hat. Immerhin ist sie Kanzlerin dieses Staates. So was kann man einfach nicht öffentlich bringen, zumindest nicht wenn der monatliche Salär aus Steuergeldern bezahlt wird.


    Ich bin zu der Entscheidung von Hoeneß, die Strafe anzunehmen, geteilter Meinung.
    Auf der einen Seite finde ich es beachtenswert in einer so misslichen Lage und nach einem so niederschmetternden Ergebnis noch die Größe zu haben diese Erklärung abzugeben und auf weitere, auch ihm als Straftäter zustehenden Rechtsmittel, zu verzichten.


    Auf der anderen Seite ist Hoeneß ein Mensch der nichts dem Zufall überlässt. Ob nun aus Angst vor einer höheren Strafe oder aus Gründen der Rehabilitierung nach seiner Haftstrafe sei jetzt mal außer Acht gelassen. Seine Berater werden ihm schon gesagt haben was an dieser Stelle richtig und was falsch ist.


    Ob der Präzedenzfall "Hoeneß" jetzt rechtsstaatlich gesehen wegweisend ist wage ich zu bezweifeln.
    Da wurde ja viel vom Generalpräventionsansatz gesprochen. Allerdings ist weder das Strafmaß ausgereizt worden noch ist der Öffentlichkeit in meinen Augen genug gezeigt wurden dass der deutsche Staat Steuersündern Grenzen aufzeigt.
    Der mediale Hype um diesen Prozess war ja gigantisch. Wenn das nur bei Sexualstraftätern und Kinderschändern auch so wäre.....
    Zu Bedenken gibt mir in dem Fall ja auch noch dass nicht Ermittler der Bundesrepublik erste Schritte gemacht haben, sondern Reporter vom Stern .... grübel ....



    Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.

    Albert Einstein