Verdi kritisiert großen Druck in der Sicherheitsbranche

  • Man kann nicht wie der DGB u. seine Einzelgewerkschaften erst dafür sorgen, daß massenhaft unzufriedene Mitglieder diesem "Verein" den Rücken kehren u. hernach jammern: "Ihr organisiert euch nicht."


    Die Leute sehen z.B. die von Verdi ausgehandelten Tarifverträge u. wissen, was es für sie bedeutet, wenn Zulagen zusammengestrichen werden. Nämlich ein fettes finanzielles Minus!
    Und das reißen auch die drei Cent Stundenlohnerhöhung nicht raus.


    Entweder hatten die beim Abschluß keinen Taschenrechner, oder sie waren vorher zum Frühschoppen... oder sie sind korrumpiert!
    Sonst bleibt ja nix weiter.


    Und da soll jemand in die Gewerkschaft eintreten?

  • Und da soll jemand in die Gewerkschaft eintreten?


    Es ist ja nicht nur das Versagen von Verdi bei Tarifverhandlungen. Die Unfähigkeit dieser Gewerkschaft ihre Beteiligungsrechte im Sicherheitsgewerbe wahrzunehmen, zieht sich z.B. auch voll durch die Ausbildung.


    Verdi ist unfähig, sich mit den teilweise katastrophalen Ausbildungsbedingungen dieser Branche auseinander zu setzen - trotz zahlreicher Hinweise der Betroffenen, aber auch auch Kreisen der Prüfer. Argument von Gewerkschaftsfunktionären ist dann immer: Da gibt es zuwenige Mitglieder (ja warum wohl?).


    Verdi nimmt in dem Prüfungsausschüssen für Fachkraft und Servicekraft sein Recht nach § 40 Abs. BBiG, den Arbeitnehmervertreter im Prüfungsausschuß vorzuschlagen, so gut wie nicht wahr. Ich bin jetzt seit vielen Jahren IHK-Prüfer, ich habe noch nie einen von der Gewerkschaft bestellten Prüferkollegen erlebt. Da aber Verdi dieses Recht nicht wahrnimmt, wird regelmässig irgendein Prüfer durch die IHK durch Handauflegen zum Arbeitnehmervertreter bestimmt.


    Auch die Mitarbeit der Gewerkschaft im Zentralen Prüfungsfragen-Ausschuß oder an der Weiterentwicklung der Ausbildungsordnungen findet so gut wie nicht statt. Wenn dann tatsächlich mal ein Gewerkschaftsfunktionär auftaucht, hat er vom Sicherheitsgewerbe keine Ahnung und bringt völlig realitätsferne Vorschläge ein. So hat es z.B. die Gewerkschaft in der Ausbildungsordnung 2008 durchgesetzt, dass man die Prüfung zur Fachkraft auch noch mit Sechsern im Zeugnis bestehen kann. Man wollte damit die Durchfallquoten senken, hat aber im Gegenzug dafür gesorgt, dass Leute mit solchen Noten sich zwar Fachkraft nennen dürfen, aber aufgrund dieser Zensuren nirgend eingestellt werden.


    Wenn man als Gewerkschaft aber weder an der Ausbildungsgestaltung noch am Prüfungswesen aktiv und sachkundig teilnimmt, braucht man sich nicht über die hohen Durchfallquoten und andere unangenehme Begleiterscheinungen zu wundern.

    Fordere viel von dir selbst und erwarte wenig von den anderen. So wird dir viel Ärger erspart bleiben.
    Konfuzius

  • Verdi ist unfähig, sich mit den teilweise katastrophalen Ausbildungsbedingungen dieser Branche auseinander zu setzen - trotz zahlreicher Hinweise der Betroffenen, aber auch auch Kreisen der Prüfer. Argument von Gewerkschaftsfunktionären ist dann immer: Da gibt es zuwenige Mitglieder (ja warum wohl?).


    Wenn ich höre was unsere Azubis von anderen berichten wird einem Angst und Bange..... wenn ich erlebe wie die Fachkräfte aus anderen Betrieben teilweise bei uns ankommen.... und dann noch on Top Meldungen von Ausbildern und Arbeitgebern an IHK, Gewerkschaften und Behörden gegangen sind und es absolut nichts passiert ist.... *kopfschüttel*