Verdi kritisiert großen Druck in der Sicherheitsbranche

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    Mülheim/Oberhausen. Gewerkschaftssekretär Andreas Rech kämpft gegen schlechte Bezahlung und schlechte Arbeitszeiten in der Sicherheitsbranche. Sein Hauptaugenmerk liegt auf den Verdi-Bezirken Mülheim, Oberhausen und Essen. Sein Rat: Beschäftigte sollten sich gut untereinander vernetzen. Doch sein Kampf fängt erst an.


    Beschäftigte aus dem Wach- und Sicherheitsgewerbe sollen sich künftig besser vernetzen, um ihre Rechte durchzusetzen. Darum kümmert sich ab sofort Andreas Rech (41), neuer Sekretär bei der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi).


    Quelle: WAZ
    Link zum Artikel: http://www.derwesten.de/staedt…itsbranche-id8877535.html

    Freundliche Grüße


    Moderator Doph_Zügota



    Gerechtigkeit herrscht, wenn es in einem Volk weder übermäßig Reiche noch übermäßig Arme gibt.


    Thales von Milet (um 625 - 545 v. Chr.), griechischer Philosoph und Mathematiker, einer der Sieben Weisen

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    Ein Großteil der Beschäftigten vom Türsteher über den Ladendetektiv bis zum Nachtwächter bekomme trotzdem nur Niedriglohn...


    Verdi kritisiert großen Druck in der Sicherheitsbranche | WAZ.de - Lesen Sie mehr auf:
    http://www.derwesten.de/staedt…877535.html#plx1911660811


    Da ist es ja, das böse Wort!


    "Nachtwächter"


    Und das von einem Gewerkschaftsfunktionär. Ei, ei, ei...


  • Es ist natürlich vollkommen klar, dass diese Äußerung bei vielen Kolleginnen und Kollegen sauer aufstoßen wird. Selbst wenn Herr Rech diese Aussage so getroffen hat, möchte ich jetzt deswegen nicht den Stab über ihm brechen!

    Freundliche Grüße


    Moderator Doph_Zügota



    Gerechtigkeit herrscht, wenn es in einem Volk weder übermäßig Reiche noch übermäßig Arme gibt.


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    Edited once, last by Doph_Zügota ().

  • Da hat Herr Rech ein großes Arbeitsfeld vor sich.
    Allgemein, wie von Arvasi in Niedersachsen erwähnt, werden teilweise Stundenlöhne bezahlt,
    die Unterirdisch sind.
    Während hier in Niedersachsen ein Sicherheitsmitarbeiter mindestens 7,50€ verdienen muss/soll/kann,
    habe ich vor knapp 10 Jahren mit 7,45 € in Baden Württemberg in der Sicherheitsbranche begonnen.
    Wenn Herr Rech diesen Umstand, den er auch in vielen anderen Bereichen erkannt hat, ändert,
    hat er meinen Respekt und viele Menschen, die ihm tosend applaudieren.


    Auf der anderen Seite bin ich eben einfach der Meinung, dass der Auftraggeber eigentlich mehr dafür tun kann,
    seinem Sicherheitsdienstleister das Leben ein bisschen einfacher zu machen und somit auch den MA selbst entlasten würde.
    Ob das aber jemals eintritt, ist eine Frage, die ich so gar nicht beantworten kann.


    Ich lasse mich da gerne Überraschen.



    Ich glaube fest daran, dass die schönste Stunde eines jeden Mannes - die erfüllung all seiner Sehnsüchte... der Augenblick ist wenn er sich für eine Gute Sache ganz verausgabt hat und erschöpft auf dem Schlachtfeld liegt - als Sieger.
    Vince Lombardi (1913-1970)

  • Du darfst natürlich auch nicht vergessen, dass in BaWü die Lebenshaltungskosten höher sind als bei uns in Nds - so viel Industrie haben wir hier nicht.
    Ich bekomm leider den Rundbrief der VerDi Hannover nicht geladen, sonst hätte ich das hier gepostet. Man könnte darüber lachen, wenn es nicht so traurig wäre - da beschwert sich ausgerechnet der Sekretär des Bereichs 13 über die schlimme Vorgehensweise des BDSW. Nur haben wir von ihm noch nie irgendwas gehört, geschweige denn, dass da irgendwelche Verhandlungen liefen.


    Stattdessen jault er rum, dass die GÖD, ausgerechnet die Gewerkschaft mit den wenigsten Mitgliedern, Stundenlöhne von 8.24 €/Stunde ausgehandelt hat und dafür die Zuschläge für Feier- und Sonntage nahezu halbiert hat. Herzlichen Glückwunsch, offensichtlich hat VerDi da beruhigt geschlafen, während andere dies wieder ausbaden dürfen.

    "Wer in die Fußstapfen anderer tritt hinterlässt keine eigenen Spuren" (Wilhelm Busch)

  • Bei der Währungsumstellung von D-Mark auf Euro hatte ich rund 8,50 Euro/Stunde. Dieser Lohn war damals vor der Umstellung selbst ausgehandelt.
    Diese Möglichkeit gibt es nun so gut wie nicht mehr. Bewirbt man sich als SMA, beruft sich der Arbeitgeber sofort auf den aktuellen Tariflohn... der wird gezahlt, basta!
    Der Tariflohn ist gut 70 Cent niedriger als der Lohn, den ich vor 12 Jahren hatte.


    An dieser Stelle auch noch mal "Dank" an die Gewerkschaft.

  • Es liefen Verhandlungen zwischen VerDi und dem BDSW http://besondere-dienste.verdi…nchen/sicherheit/aviation


    Der BDSW hat diese "arbeitsplatzvernichtenden" Forderungen von VerDi nicht akzeptiert und ist auf die Pseudogewerkschaft GÖD umgesattelt und die haben was tolles ausgehandelt ( wie schon einige Posts vorher geschrieben ). Der schwarze Peter ist jetzt die VerDi. Das aber nur absolut arbeitnehmerfeindliche Scheiße in diesem LTV herausgekommen ist, dass wird nicht beachtet. Der Masse der MA in NDS in der untersten Lohngruppierung wurden, dank GÖD und BDSW, die Zulagen für Feiertags,- und Sonntagsarbeit HALBIERT! In Sachsen werden sie zum 01.01.2015 komplett gestrichen! Aber VerDi hat ja gepennt...


    Ach ja, der Begriff Nachtwächter hat für uns historische Bedeutung. Aller Ursprung unseres Berufes entspringt aus den alten Nachtwächtern. Wer Lust auf ein bisschen Geschichte hat, es gibt ein cooles Buch darüber...http://www.nachtwaechter-werni…e_waechter_der_nacht.html

    In meiner physisch, soziologischen Konstellation manifestiert sich die absolute Dominanz positiver Impressionen meines Individiums

  • Natürlich hat VerDi den schwarzen Peter - wo waren denn die Arbeitnehmervertreter, als es in die Runden ging? Hast du dir mal angeschaut, wie lang es bekannt war, dass der LTV neu verhandelt werden muß?
    Wie kommt es, dass die AG-Seite ausgerechnet mit einer Gewerkschaft verhandelt, die kaum Mitglieder hat und zu allem "Ja und Amen" sagt?


    Wie kommt es, dass ich von VerDi im Bereich 13 so gut wie gar nichts höre?
    Weder Mitgliedsversammlungen oder Neuigkeiten aus der Branche? Es ist so ruhig, man könnte meinen, die wären für Friedhofsverwaltungen zuständig.


    Auf eine Gewerkschaft, die solche Methoden an den Tag legt, kann man als AN getrost verzichten! Wenn man alles allein machen und auch den Lohn im Vertrag aushandeln muß, dann kann man den Rest auch allein.

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  • Also ich habe regelmäßig Infos zu den Lohnverhandlungen per Post bekommen. Eine Umfrage, ob die vorgeschlagenen Löhne des BDSW gerecht seien, war auch mit dabei. Die Verhandlungen gingen solange bis der BDSW auf einmal den Mindestlohnvertrag zum Ende des Jahres 2013 kündigte. Mal schauen ob ich die Infobriefe noch habe...


    Warum verhandelt der BDSW mit GÖD? Mit denen können sie es ja machen! Sieht man ja was dabei als LTV rausgekommen ist...


    Wie soll VerDi ohne bzw. mit wenigen Mitgliedern im Wach-und Sicherheitsgewerbe vernünftig verhandeln!? Schau Dir die Kollegen an den Flughäfen in NRW oder HH an! Die Meisten sind bei VerDi. Es wird verhandelt und sollte es keine Einigung geben, dann KANN gestreikt werden, ganz einfach weil Mitglieder und somit Druckpotenzial vorhanden ist. Die stehen jetzt irgendwo bei 14€ . Und es wird noch weitergegen.


    Bei uns jammern alle rum, aber keiner sieht, dass es bei VerDi einfach zu wenig Mitglieder von uns gibt und nur die Wenigsten halten es für nötig in die Gewerkschaft einzutreten! Naja, die Lohnentwicklung und Arbeitsbedingungen scheinen den Meisten wohl zu gefallen...

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  • Warum verhandelt der BDSW mit GÖD? Mit denen können sie es ja machen! Sieht man ja was dabei als LTV rausgekommen ist...


    Außer dem Gejammer, dass die GÖD den Abschluß geschafft hat, habe ich seitens VerDi noch keine Aktion vernehmen können. Anfechtung der Tariffähigkeit wäre mal eine Maßnahme.



    Bei uns jammern alle rum, aber keiner sieht, dass es bei VerDi einfach zu wenig Mitglieder von uns gibt und nur die Wenigsten halten es für nötig in die Gewerkschaft einzutreten! Naja, die Lohnentwicklung und Arbeitsbedingungen scheinen den Meisten wohl zu gefallen...


    Das ist doch der springende Punkt: VerDi schafft es nicht mal, sich um seine Mitglieder vernünftig zu kümmern, wie soll man da argumentieren, warum wir eine Gewerkschaft brauchen? Hier im Umkreis ist ein Sekretär für den FB 13 zuständig, mit viel Glück kommt da innerhalb von 2 Wochen eine Reaktion auf ein Problem.

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  • Argumentation: Schaut euch die Tarifverträge der Geld,- und Wert, Kernkraft und Luftsicherheitskollegen an! Die sind bis zu 90% organisiert und haben jetzt eigene Verträge, weil sie die Schnauze voll von den Unorganisierten hatten, da sie sie quasi "durchfüttern" mussten und selbst keine großartigen Lohnerhöhungen dadurch bekamen. So, die stehen jetzt alle gut da...Und im Werk,- Objektschutz?! Hier läuft's nicht weil es zu wenige Mitglieder gibt!


    Die Firma in der ich beschäftigt bin hat keinen Betriebsrat. Bei der Betriebsratswahl werde ich von VerDi nicht unterstützt. Warum? Weil keine 10% dieser Firma organisiert sind. Was würde passieren? VerDi unterstützt mich, die Wahlen werden organisiert, ich und vielleicht zwei, drei andere Unterstützer werden zufällig entlassen, da die Wahlen nun zu Ende geführt werden müssen, werden Arbeitgebernahe Kanditaten aufgestellt und schwupps hat man durch VerDi einen arbeitergeberfreundlichen, nicht organisierten Betriebsrat! Oft passiert, daher gibt erst einen ab einem gewissen Prozentsatz Unterstützung, weil sonst genau das Gegenteil erreicht wird was eigentlich erreicht werden sollte. Und!?...Die Gewerkschaft hat recht


    Gewerkschaftsarbeit ist zum größten Teil Mitgliederabhängig. Also keine holen Phrasen spucken, sondern motiviert Eure Kollegen Euch zu organisieren. Die Gewerkschaften können nicht zaubern und sind von euch abhängig...

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  • Ich z.B. war lange Jahre Gewerkschaftsmitglied.


    Daß das nun nicht mehr so ist......... das wäre eine sehr lange Geschichte.


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    Eine Gewerkschaft darf einfach keine Tarifverträge unterschreiben, die eine Verschlechterung des Einkommens der Beschäftigten darstellen! (Als ein Beispiel) Auch mit wenigen Mitgliedern akzeptiert man solche "Angebote" nicht.
    Die Funktionäre werden doch nicht gefoltert. Man muß nur Eier in der Hose haben. Ein wenig Charakter.


    Inzwischen bin ich mir nicht mal mehr sicher, wie speziell die Typen vom FB 13 in/mit der Sicherheitswirtschaft verbandelt sind.

  • Die Firma in der ich beschäftigt bin hat keinen Betriebsrat. Bei der Betriebsratswahl werde ich von VerDi nicht unterstützt. Warum? Weil keine 10% dieser Firma organisiert sind. Was würde passieren? VerDi unterstützt mich, die Wahlen werden organisiert, ich und vielleicht zwei, drei andere Unterstützer werden zufällig entlassen, da die Wahlen nun zu Ende geführt werden müssen, werden Arbeitgebernahe Kanditaten aufgestellt und schwupps hat man durch VerDi einen arbeitergeberfreundlichen, nicht organisierten Betriebsrat! Oft passiert, daher gibt erst einen ab einem gewissen Prozentsatz Unterstützung, weil sonst genau das Gegenteil erreicht wird was eigentlich erreicht werden sollte. Und!?...Die Gewerkschaft hat recht


    Häh? Versteh ich nicht ganz, warum sollte der AG eine BRwahl durchführen, wenn er die Gewerkschaft vorher schon ausgebootet hat? Damit erübrigt sich doch die Wahl.

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  • Ich denke der Kollege „massaker“ geht davon aus, dass in seinem Unternehmen eine Betriebsratsgründung nicht ohne Komplikationen mit der Geschäftsleitung ablaufen würde! Hilfe ist dann bei der Gewerkschaft und oder bei einem Rechtsanwalt zu suchen!


    Zudem muss aber und das allem voran, eine möglichst breite Basis bei den Kolleginnen und Kollegen geschaffen werden, die eine Betriebsratswahl unterstützen.


    Wenn sich alle diese Beschäftigten in einer Gewerkschaft organisieren, wird die Unterstützung als Folge, die Betriebsratswahl erleichtern.

    Freundliche Grüße


    Moderator Doph_Zügota



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  • Ja Fump, deine Erfahrung ist vollkommen Richtig, aber vielleicht vermutet der Kollege „massaker“ eine solche „Mannschaft“ in seinem Unternehmen nicht!

    Freundliche Grüße


    Moderator Doph_Zügota



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