Lohnfortzahlung Krankenschein

  • Hallo wer kann mir hier helfen.
    Am 5.12.2012 hatte ich eine Bypass Op am Bein .
    Bin AU bis 1.1.2013.
    Werde aber sehr wahrscheinlich länger AU sein.
    Jetzt kam ein neuer Dienstplan für Januar auf dem ich nur 32 Std. geplant bin ( letzte Januar Woche )


    1: Heisst das ,ich bekomme nur die 32 Std im Januar bezahlt?
    2: Habe ich Anspruch auf Lohnausgleich ( Durchschnitt ).
    Für jede Antwort wäre ich dankbar .
    danke Frohes Fest
    gruss Frank

  • Zitat Wikipedia:

    Quote

    Die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall ist in Deutschland im Entgeltfortzahlungsgesetz (EntgFG auch EFZG) geregelt. Dieses Gesetz hat die früher geltenden unterschiedlichen Regelungen für Lohnempfänger (Arbeiter) und Gehaltsempfänger (Angestellte) abgelöst. 1956 wurde in Schleswig-Holstein 114 Tage lang unter anderem für die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall gestreikt.


    Dieses Gesetz gilt für alle Beschäftigten, sofern nicht im jeweils zuständigen Tarifvertrag andere Vereinbarungen enthalten sind (es gilt das Günstigkeitsprinzip). Danach wird Arbeitnehmern und Auszubildenden im Falle der Arbeitsunfähigkeit maximal für die Dauer von sechs Wochen das Arbeitsentgelt weiter gezahlt.


    Solltest du länger krank sein mußt du darauf acht geben, dass die Krankschreibung ununterbrochen weiterläuft. In dem Fall zahlt die Krankenkasse Krankengeld bis zu eineinhalb Jahre lang.
    Siehe hier : http://www.betanet.de/betanet/…echt/Krankengeld-233.html
    Deine Firma wird dich für Ende Januar wieder einsatzfähig zurück erwarten -- deshalb wirst du erstmal im Dienstplan mit 32 h bedacht -- denk ich.

  • zu 1. wenn das so wäre, wäre das Beschiss
    da man dies leider nicht ausschließen kann, in unserer ehrenwerten Branche, bleibt abzuwarten
    was ist denn im Arbeitsvertrag vereinbart zur Lohnfortzahlung im Krankheitsfall ?
    zu 2. in NRW gibt es einen Tarifvertrag zur Entgeltfortzahlung, der vorsieht, daß für jeden Tag der AU 100%
    des tariflichen Lohnes zu bezahlen wäre ( nach dem Lohnausfallprinzip, d.h. für jeden Tag, den du gerarbeitet
    hättest, wenn du nicht krank geworden wärest )


    nach der 6.Woche gibt es Krankengeld von der Krankenkasse
    die Berechnung ist etwas kompliziert
    <!-- m --><a class="postlink" href="http://krankengeld-report.com/krankengeld-berechnung/">http://krankengeld-report.com/krankengeld-berechnung/</a><!-- m -->
    die Höhe liegt ungefähr bei 70% des zuletzt (vor Eintritt der Krankheit) erzielten Bruttoverdienstes

  • Quote

    Bin AU bis 1.1.2013.
    Werde aber sehr wahrscheinlich länger AU sein.

    Jetzt kam ein neuer Dienstplan für Januar auf dem ich nur 32 Std. geplant bin ( letzte Januar Woche )


    1: Heisst das ,ich bekomme nur die 32 Std im Januar bezahlt?


    Vielleicht muß man einfach davon ausgehen, daß die Dich im Moment schlecht einplanen können, wenn das Ende der AU-Schreibung noch nicht feststeht.


    Bist Du in absehbarer Zeit wieder arbeitsfähig, müßte halt flugs ein neuer Dienstplan erstellt werden.


    Mit lediglich 32 h können sie Dich nicht abspeisen.


    Steht in Deinem Arbeitsvertrag etwas drin bezüglich Mindestanzahl Dienststunden pro Monat?

  • Hallo,
    du bekommst 6 Wochen Lohnfortzahlung von deinem AG, danach bekommst du von deiner Krankenkasse ein so genanntes Krankengeld, welches ca. 60% von deinen letzten Arbeitslohn (Durchschnitt der letzten 3 Monate) entspricht.
    So war´s jedenfalls bei mir, ich hatte dieses Jahr eine OP am Fuß und war ca.10 Wochen lang Krankgeschrieben.
    Lass dich da von deinem Kundenberater der Krankenkasse mal beraten.


    Grüßle aus dem schönen BaWü


    Blackberry71

    [center]„Ich, der ich weiß, mir einzubilden, dass ich weiß, nichts zu wissen, weiß, dass ich nichts weiß.“
    Sokrates, griechischer Philosoph
    * 469 v. Chr.
    † 399 v. Chr.
    [/center]

  • Hallo alle zusammen Frohes neues Jahr
    So ich habe mich schlau gemacht bei der Gewerkschaft.
    Der Ag muss die Stunden bezahlen die auf dem Einsatzplan stehen,oder aber mindestens laut Tarifvertrag in NRW 160 Stunden.
    Ich danke Euch allen für die Antworten. :cheers:

  • Dir auch ein frohes neues Jahr :cheers:


    die tarifliche Mindestarbeitszeit eines Vollzeitarbeitnehmers (bist du das oder hast du einen Teilzeitvertrag ?) beträgt 160 Std (laut MTV)


    das Entgeltforzahlungsgesetz spricht aber im § 4 von " der für ihn maßgebenden regelmäßigen Arbeitszeit zustehende Arbeitsentgelt fortzuzahlen".


    d.h. es käme darauf an, was nun deine regelmässig maßgebende Arbeitszeit wäre
    wenn du bisher immer wesentlich mehr als 160 Std gearbeitet hast, kann der AG nicht auf einmal nur von dieser Mindestarbeitszeit ausgehen



  • Hallo
    Ich habe immer so ungefähr 200 std.
    Die Gewerkschaft sagt aber Tarifrecht steht vor Arbeitsrecht,und da der Tarif bei 160 Std liegt ( auch wenn im Arbeitsvertrag 196 Std. steht )
    bekomme ich nur die 160 Std. bezahlt :bad:
    gruss

  • Quote from "wachopa55"

    [Hallo
    Ich habe immer so ungefähr 200 std.
    Die Gewerkschaft sagt aber Tarifrecht steht vor Arbeitsrecht,und da der Tarif bei 160 Std liegt ( auch wenn im Arbeitsvertrag 196 Std. steht )
    bekomme ich nur die 160 Std. bezahlt :bad:
    gruss


    das ist falsch
    was reden die für einen Mist


    wenn du laut Vereinbarung im Arbeitsvertrag 196 Std pro Monat leisten musst
    und dies bisher auch deine regelmässige Arbeitszeit war, ist das natürlich auch die Basis für die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall


    und nicht die "schlechtere" (Mindest) Stundenzahl im Tarifvertrag


    Überstunden müssten nicht berücksichtigt werden...........

  • Dann sollte sich der Gewerkschafter, der dir die Auskunft gegeben hat mal den Manteltarieffertrag von NRW durchlesen, da steht für Vollzeitbeschäftigte mindestens 160 Std im Monat und im §2 durchschnittliche Regelarbeitszeit 260 Std. also müsste man dir wenn du die letzten 3 Monate aus Betrieblichen Gründen nur nur durchschnittich 155 im Monat gearbeitet hättest dir trotzdem im Krankheitsfall mindestens 160 bezahlen :D und wenn du nicht über 260 im Monat kommst den Durchschnitt der letzten 3 Monate :D
    So sehe ich das jedenfalls, naja hoffe das es dein Arbeitgeber auch so sieht :)

  • guten tag
    ich bin froh diese seite gefunden zuhaben, den es läst mich an meinem arbeitger etwas zweifeln. Bis jetzt hatte ich mich recht schnell mit den antworten meiner firma abgefunden wenn ich ein problem hatte, ohne zuwissen das ich recht hatte.
    So nun zu meinem problem. Ich bin vor gut 3 monaten für 4 wochen krank gewesen. Da ich weiß was ich bekomme die stunde konnte ich schon ausrechnen was an geld kommen sollte. Die überaschung war groß als ich sah das es nicht stimmte. bei meiner nachfrage bekam ich zuhören das nicht 8 sondern nur 7 stunden bezahlt werden und es würde so im vertrag stehen. So im vertrag steht nichts. Was kann ich machen
    danke für eure antworten

    "AUF DIE ARBEIT SCHIMPFT MAN SO LANGE
    BIS MAN KEINE MEHR HAT."
    Sinclair Lewis, amerik. Romanicer 1885-1951

  • Quote from "Nebulus"

    .
    So nun zu meinem problem. Ich bin vor gut 3 monaten für 4 wochen krank gewesen. . Was kann ich machen
    danke für eure antworten


    nicht mehr viel, wenn die Ausschlußfrist vorüber ist, und man sich nicht auf Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit berufen kann


    der § 9 des MTV in NRW sagt aus :


    sämtliche Ansprüche aus dem Arbeitsverhältnis erlöschen beidseitig 3 Monate nach Fälligkeit, sofern sie nicht vorher unter Angabe der Gründe schriftlich geltend gemacht wurden


    da weder im LTV noch im MTV in NRW irgendetwas zur Lohnfortzahlung im Krankheitsfall geregelt ist (zumindest habe ich nichts gefunden),
    gilt das Gesetz, d.h. auch durch einen Einzelvertrag könnte hiervon nicht abgewichen werden


    § 4 EntgFG Höhe des fortzuzahlenden Arbeitsentgelts
    (1) Für den ........ bezeichneten Zeitraum ist dem Arbeitnehmer das ihm bei der für ihn maßgebenden regelmäßigen Arbeitszeit zustehende Arbeitsentgelt fortzuzahlen.

  • §9 abs.3 aber greift der den dann nicht? meine firma sagt etwas was nicht stimmt und ich habe einen finazilen schaden. oder sehe ich das falsch?

    "AUF DIE ARBEIT SCHIMPFT MAN SO LANGE
    BIS MAN KEINE MEHR HAT."
    Sinclair Lewis, amerik. Romanicer 1885-1951

  • du müsstest nachweisen, daß die Firma vorsätzlich oder zumindest grob fahrlässig zuwenig bezahlt


    würde ich nicht komplett ausschließen, daß es im Falle einer zu geringen Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall gelingen könnte, darzulegen, daß die Firma hier im groben Ausmaß die Sorgfalt vernachlässigt hat, zu der sie verpflichtet und die ihr zuzumuten wäre............


    zudem bliebe noch der § 266a StGB, da es sich um sozialabgabenpflichtiges Einkommen handeln würde,
    den man durchaus auf den Tisch bringen könnte, um sich mit der Firma irgendwie zu einigen

  • Quote from "kriegsrat"

    da weder im LTV noch im MTV in NRW irgendetwas zur Lohnfortzahlung im Krankheitsfall geregelt ist (zumindest habe ich nichts gefunden)


    Im LTV und MTV nichts zur Lohnfortzahlung im Krankheitsfall gefunden?
    Könnte daran liegen:


    Quote from "kriegsrat"

    in NRW gibt es einen Tarifvertrag zur Entgeltfortzahlung


    :D