Mitarbeitermotivation

  • Mit welchen Dingen kann der Arbeitgeber seine Mitarbeiter motivieren, das sie wieder mehr Leistung und Einsatzbereitschaft zeigen und wieder zufrieden sind mit dem was sie tun? Wäre toll wenn Ihr Eure ganz persönliche Meinung mitteilen würdet :mail:

  • fangen wir mal ganz unten an :


    -zuerst einmal dem Mitarbeiter das bezahlen, was ihm zusteht, und zwar pünktlich zu dem Zeitpunkt, wann er es bekommen soll
    - die Ausrüstung stellen, die für die Aufgabenstellung nötig ist
    - vernünftige Dienstkleidung in ausreichender Menge
    - Einhaltung der gesetzlichen/tariflichen Bestimmungen bzgl. Arbeitszeit, Ruhezeit, Arbeitsschutzbestimmungen, Arbeitsstättenverordnung....
    - vernünftige Dienstplanung unter Berücksichtigung arbeitsmedizinischer Erkenntnisse


    da es schon oftmals an diesen Mindestvorausetzungen fehlt, kann man bestimmt viele Mitarbeiter glücklich machen, indem man einfach das einhält, was vorgeschrieben ist


    weiter möchte ich in dieser Branche noch gar nicht denken........................

  • Ja das ist das Grundsätzliche. Ich erlebe nur oft das die Mitarbeiter die fest in einem Objekt eingesetzt sind trotz geregelter Arbeitszeiten, genügend Ausrüstung, pünktlicher Lohnzahlung. Bezahlung nach Tarif trotz alledem unzufrieden sind. Klar wird es daran liegen das der Verdienst in der Branche nicht gerade der beste ist, aber wie kann man Sie denn außer mit Geld noch motivieren? Ich find es schon eine schwierige Frage. Man könnte Sie z.B. durch Weiterbildung motivieren, aber die meisten Älteren sind dafür nicht mehr bereit. Was bleibt dann noch übrig?

  • also in welchem Top-Objekt bist du denn eingesetzt ?


    knapp 3 jahre im Werkschutz (bei sogenannten "Premium-Objekten) bringen mich zu folgendem Resümee :


    ich kenne Dienstpläne, die von Ahnungslosen Möchtegern-Planern unter dem Gesichtspunkt " Hauptsache die Dienste sind besetzt" erstellt werden


    technische Ausrüstungen, die jeder Schrottplatz dir wieder mitgeben würde, falls du sie vorbeibringst


    fehlende Kälteschutzausrüstung bei Kältearbeitsplätzen ( ohne private Anschaffungen wären schon viele erfroren)


    Lohnzahlungen, bei denen allgemeinverbindlich vorgeschriebene Überstundenzuschläge fehlen, Tagessatz Urlaub/Krankheit zum Nachteil falsch berechnet werden, Schichtführerzulagen nicht bezahlt werden


    "Weiterbildung" wäre sicherlich wünschenswert, was ich täglich erlebe, ist eigentlich "gar keine Bildung", irgendwann mal eine Prüfung gemacht,
    mit Ach und Krach bestanden, das "Gelernte" nie wieder gebraucht, alles wieder vergessen, im Lauf der stupiden Handlangerdienste, die man heutzutage (von Objekt zu Objekt unterschiedlich, aber allen gemeinsam gleich anspruchslos) als Werkschützer zu erledigen hat, auch jegliches Bedürfniss, sich weiter zu engagieren, verloren.....

  • Meine persönliche Meinung??
    Man kanns keinem recht machen wenn die Mitarbeiter was zum mosern
    suchen finden die etwas.


    Wenn die leute mehr Lohn bekommen sollen/würden, würden die
    ihren Lebensstandard dementsprechen einrichten und nach einer weile
    wäre auch der bessere Lohn zu wenig.
    ( Ich bin keine ausnahme ;) )


    Weiterbildung?
    Ist wichtig und es sollte auch jeder machen, aber die Firmen wollen
    auch nicht die bessere Qualifikation bezahlen und es ist sehr deprimierend
    wenn man sehr gut qualifiziert ist und trotzdem Jobs annehmen muss die,
    die grundvorraussetzung §34a GeWo haben, weil man sonst auf Hartz IV-Niveau abrutscht.

  • Quote from "Dr. Brown"


    Wenn die leute mehr Lohn bekommen sollen/würden,.


    ist doch genau das Problem :


    Geld allein macht nicht glücklich
    es nimmt dir zwar das eine oder andere Problem, aber auf Dauer gesehen motiviert es nicht wirklich


    um jemanden wirklich zu motivieren, den Job den er gerade macht, auch gern zu machen,braucht es ein Gesamtpaket an Maßnahmen


    wichtig finde ich z.B., daß dir der AG das Gefühl gibt, dich ernst zu nehmen, ein offenes Ohr hat für dich,
    dich persönlich als Mitarbeiter schätzt, dich nicht nur als "Nummer" wahrnimmt, der eine bestimmte Stundenzahl besetzen muß, der Rest ist egal
    nicht in die alte Schiene "Sei froh, daß du einen Job hast " oder "Ich Chef, du nix" verfällt

  • Quote from "kriegsrat"

    Geld allein macht nicht glücklich
    es nimmt dir zwar das eine oder andere Problem, aber auf Dauer gesehen motiviert es nicht wirklich


    um jemanden wirklich zu motivieren, den Job den er gerade macht, auch gern zu machen,braucht es ein Gesamtpaket an Maßnahmen


    wichtig finde ich z.B., daß dir der AG das Gefühl gibt, dich ernst zu nehmen, ein offenes Ohr hat für dich,
    dich persönlich als Mitarbeiter schätzt, dich nicht nur als "Nummer" wahrnimmt, der eine bestimmte Stundenzahl besetzen muß, der Rest ist egal
    nicht in die alte Schiene "Sei froh, daß du einen Job hast " oder "Ich Chef, du nix" verfällt



    Genau dieses!
    Ich denke, je mehr man verdient desto höher verschuldet man sich
    und irgendwann stürzt das Kartenhaus zusammen.


    Und richtig, ich verlange nicht vom AG dass er mich in den Arm nimmt,
    aber ein bisschen verständnis kann er ruhig entgegenbringen.

  • Das wäre eine möglichkeit. Die andere wäre, aus meiner Sicht,
    eine Umsatzbeteiligung wenn man an einem neuen Objekt
    eingesetzt wird.

  • Es gibt viele Möglichkeiten


    1. Ursachenforschung für die Unzufriedenheit oder hohe Fehlerquote im Team. Gesprächsführung in einem Gruppen - Einzelgespräch. Gibt es eine Formelle oder Informelle Gruppe im Team!
    2. Verbesserungsvorschläge auch von Mitarbeiten miteinbeziehen.
    3. Jobsharing unzufriedene Mitarbeiter mit neuen Aufgaben betreuen.
    4. Prämiensystem für Fehlerfreies oder Unfallfreies arbeiten.
    5. Jede Arbeit und ist sie noch so Unscheinbar ist wichtig, dass muss erstmal vermittelt werden und ist leider nicht selbstverständlich.
    Weiterbildung der Mitarbeiter.
    6. Lob und Anerkennung: Den auch ein (das hast Du gut gemacht) wirkt Wunder und hebt das Selbstbewusstsein vom Mitarbeiter das Wir-Gefühl wieder stärken.
    7. Auch der Chef selbst kann viele Fehler machen die ihm zunächst gar nicht bewusst sind. Hinterfrage deine Art und Weiser wie Du den Betrieb und Mitarbeiter führst.
    8. Und zum Schluss gibt es auch noch Abmahnungen wenn alles nicht fruchtet.



    Das sind von mir ein paar Ratschläge und sind nicht als Allheilmittel gedacht, da das Thema Abendfüllend ist.


    Gruß Hunter45 :top:

  • hm.....


    zu 1) Ursachenforschung gibt es eigentlich im Rahmen von Präventions- (siehe auch Sozialgesetzbuch) und Mitarbeitergesprächen... Problem ist er die mangelhafte Umsetzung.


    zu 2) und umsetzen bzw erklären wieso etwas nicht umzusetzen ist....


    zu 3) naja... Erfahrungswert bei mir, die Unzufriedenheit wandert mit, setzt nur etwas aus.


    zu 4) zusätzliches Geld damit jemand das macht wofür er bezahlt wird? Leistet er mehr als er muss oder leistet besonders gute Arbeit ja... aber sonst nicht.


    zu 5. Dafür sollten OL oder EL sorgen... Weiterbildungen sind Pflicht, werden aber bei den meisten Unternehmen ignoriert


    zu 6. jeder Chef ist so gut wie seine Truppe.... und das sollte einigen bewusst werden...


    zu 7) eine Art von 360° Feedback sollte sich jeder zulegen...


    Allen kann man es nicht recht machen... aber absolute Querulanten sollte man schnellstens von der Arbeit befreien.... bevor sich das Verhalten negativ auf andere Mitarbeiter auswirkt.

  • Quote from "hunter45"

    Es gibt viele Möglichkeiten


    1. Ursachenforschung für die Unzufriedenheit oder hohe Fehlerquote im Team. Gesprächsführung in einem Gruppen - Einzelgespräch. Gibt es eine Formelle oder Informelle Gruppe im Team!
    2. ...


    ... mich würde mal die Quelle dazu interessieren :o !

  • Ein bisschen mehr könnte man schon verdienen damit man nicht jeden Monat 240 Stunden im dienst verbringen muß und auch mal ein wenig privatleben hat!


    Das de motiviert mich zur Zeit am meisten man hat keine Zeit für sich und für Freunde und Familie, Sport und Kultur.


    Man hatte in Harz 4 keine teilhabe an diesen Dingen und jetzt genauso wenig.


    Da müssen sich die Arbeitgeber und Auftrageber nicht wundern warum so viele den Job nach kurzer Zeit wieder an den Nagel hängen.

  • Hallo Cujo
    Das meiste müsstest Du noch von der MSS Schule her kennen einiges davon habe ich in meiner Gruppe umgesetzt. Und so ein Leistungsstarkes Team gewonnen.
    Auf das ich sehr stolz bin! Den davon profitiere auch ich.
    Der Rest ist Erfahrungswert und der Wille sich auch für ,,schwache Mitarbeiter ´´ zu angaschieren. :mail:

  • ... für mich hören sich diese "Punkte" wie standarisierte Pauschal-Tipps von z. B. Arbeitspsychologen an :o .


    Solche Tipps werden zigtausendfach zur Anwendung empfohlen, ohne jemals auf konkrete Situationen/Branchen/Arbeitnehmergruppen bezogen worden zu sein :o .


    Versuch' doch nur mal auch nur einen einzigen der genannten "Punkte" bei Sicherheitsmitarbeitern und deren Chefs zu nennen ... sie werden Dich fragen, auf welchem Stern Du lebst (Formelle Gruppe, Informelle Gruppe, Jobsharing, etc.).


    Prämiensystem? Wer sollte denn bereit sein, neben dem ohnehin schon hohen ( :D ) Stundenlohn auch noch Prämien zu zahlen?


    Versuch' doch nur mal Spasseshalber einen Chef darauf aufmerksam zu machen, dass er einen Fehler gemacht hat!


    Der einzige Begriff, der jedem wohl bekannt ist, ist der der Abmahnung :o .

  • Quote from "Fump"

    ... das ist sehr stark vom Unternehmen abhängig, ...


    ... da stimme ich Dir voll und ganz zu ... gerade deswegen kann man solche Standard-Tipps nicht so pauschal anwenden ;) .


    In den meisten Unternehmen jedoch, werden sie als Welt- bzw. Realitätsfremd angesehen und dementsprechend nicht akzeptiert bzw. umgesetzt.

  • Da habt ihr schon recht das bei uns die Welt in einem internem Werkschutz anders aussieht. Aber auch bei uns sind die rosigen Zeiten vorbei und der Verdienst ist bei den Neuanfängern mächtig geschrumpft. Auch das Arbeitsklima ist härter geworden. Auch ich bekomme die Hucke voll wenn Beschwerden eintreffen. Ich Fange die Rüge ab und leite sie dann Zielgerichtet an die Mannschaft weiter, dass heißt Unterteilung in kleine Mängel und Große Mängel die sich dann in Einzelgesprächen oder Mannschaftsgesprächen, Schulungen sich wieder spiegeln. Und bei mir ist jeder Mitarbeiter gleichviel Wert, der Werkinterne sowie der AÜG Mitarbeiter. Der Erfolg hat mir bis jetzt recht gegeben.
    Aber leider ist nichts von Dauer mal sehen was noch kommt.


    Gruß Hunter45 :)