Flughafen Berlin...

  • Wundert mich nicht, nachdem ich schon selber festgestellt habe wie diese
    Firma funktioniert. Man möchte sich fremdschämen. :bad:
    Aber so auftreten und so hohe Ansprüche haben, als wären die die Elite.

  • Soviel ich weiß wird doch bei den Mitarbeitern vom Flughafen, eine SÜ gemacht und das stellt bei mir die frage, wie es dan passieren kann, das da jemand im sicherheits Bereich arbeitet, der vom LKA alk gefährlich eingestuft wird. Auch ist zu überlegen, ob hier nicht sogar ein Fehlverhalten von seitens des Unternehmers vorliegt bzw. Warum XXX das Personal und sub Firma nicht überprüft hat.

    Früher nannte man mich "Brot"
    Achtung! Ich genieße WsF-Immunität.... also nüsch ärgern :-)

    Edited once, last by Arvasi: Firmenname ().

  • Die benannte Firma wusste, laut Bericht, gar nichts vom zwoten Nachunternehmer.


    Der Typ war aber wohl garnicht in einem sonderlich brisanten Bereich eingesetzt, sondern wohl nur im Vorfeld der Baustelle, um iegendwelche Container zu bewachen.

  • Power Turtle wrote:-
    Der Typ war aber wohl garnicht in einem sonderlich brisanten Bereich eingesetzt, sondern wohl nur im Vorfeld der Baustelle, um iegendwelche Container zu bewachen.



    So ein Überhaupt in die branche zu bescheftigen ist doch ein witz,was ist los bei ordnungs amt penn die alle.Wenn das Sicherheit ist bin ich Spondge Bob.

  • Das Problem ist, wenn er nicht in den Sicherheitsbereichen des Flughafens eingesetzt wird - erfolgt auch keine Sicherheitsüberprüfung seitens des Luftfahrtbundesamtes. Es muss lediglich ein behördliches (polizeiliches) Führungszeugnis nachgewiesen werden, wo derartige Eintragungen nicht vorhanden sind.

  • Eben nicht - wenn man bei dem Hauptnehmer beschäftigt ist, dann erfolgt zwangsweise eine SÜG. Die Frage ist, ob man nicht geschlampt hat bei den Subbis - der "Chef" weist die SÜG vor und beschäftigt den Rest unter der Hand...

    "Wer in die Fußstapfen anderer tritt hinterlässt keine eigenen Spuren" (Wilhelm Busch)

  • Die Sicherheitsüberprüfung erfolgt nur im Zusammenhang mit der Beantragung eines Flughafensicherheitsausweises für die Sicherheitsbereiche.
    Da es aber eine vielzahl von Ausweisen gibt (Handwerker, Besucher, verschiedene Servicebereiche) die auch keine Sicherheitsüberprüfung verlangen - diese Ausweise sind zeitlich begrenzt.

  • Mag sein, dass das vom Flughafen so vorgegeben ist. Da möchte ich nicht mit dir streiten :)


    Ich bin bei dieser Firma seit Anfang Dezember, die SÜG lag schon gleich bei Einstellung an und das, obwohl ich weder für die Luftsicherheit noch für ein AKW oder eine Liegenschaft eingesetzt werde.

    "Wer in die Fußstapfen anderer tritt hinterlässt keine eigenen Spuren" (Wilhelm Busch)

  • Mit Verlaub:
    Ich wage zu bezweifeln, daß ein Sicherheitsunternehmen alle seine Mitarbeiter, auch Mitarbeiter, die gar nirgends eingesetzt werden sollen wo dies gefordert wird, nach dem SÜG überprüfen lässt. Denn das kostet richtig Asche.
    Dazu sind die Sicherheitsüberprüfungen nach dem SÜG auch nur für bestimmte Zwecke gedacht, und dazu gehört nicht das reine Tätigwerden für ein privates Sicherheitsunternehmen. Es sei denn, er soll dann dort in einer Verwendung eingesetzt werden, bei der er
    1. Zugang zu Verschlußsachen hat oder ihn sich verschaffen kann, die STRENG GEHEIM, GEHEIM ODER VS-VERTRAULICH eingestuft sind,
    2. Zugang zu Verschlußsachen überstaatlicher Einrichtungen und Stellen hat oder ihn sich verschaffen kann, wenn die Bundesrepublik Deutschland verpflichtet ist, nur sicherheitsüberprüfte Personen hierzu zuzulassen,
    3. in einer Behörde oder einer sonstigen öffentlichen Stelle des Bundes oder in einem Teil von ihr tätig ist, die auf Grund des Umfanges und der Bedeutung dort anfallender Verschlußsachen von der jeweils zuständigen obersten Bundesbehörde im Einvernehmen mit dem Bundesministerium des Innern als Nationale Sicherheitsbehörde zum Sicherheitsbereich erklärt worden ist,
    4. nach anderen Vorschriften einer Sicherheitsüberprüfung unterliegt, soweit auf dieses Gesetz verwiesen wird.


    (§1 Absatz 2 SÜG)


    Bei einer Neueinstellung in einem privaten Sicherheitsunternehmen wird der Mitarbeiter nach §34a GewO der zuständigen Behörde gemeldet, welche den Mitarbeiter dann nach Maßgabe des §9 BewachV überprüft. Dazu gehört die unbeschränkte Auskunft aus dem Bundeszentralregister (also Auskunft über alles, was über diesen Menschen dort vorliegt, auch das, was im Führungszeugnis nicht eingetragen wird).
    Mit einer Überprüfung nach dem SÜG ist das aber nicht so ganz vergleichbar. Beim Verfassungsschutz wird im Regelfall nicht nachgefragt, dies findet nur in besonderen, im §9 Absatz 2 BewachV geregelten Fällen statt. Bei der Sicherheitsüberprüfung nach dem SÜG wird generell auch beim Verfassungsschutz angefragt.


    Die Überprüfung nach dem Luftsicherheitsgesetz, §7, ist dann schon eher vergleichbar mit der Sicherheitsüberprüfung nach dem SÜG. Diese findet nach Maßgabe der Luftsicherheits-Zuverlässigkeitsüberprüfungsverordnung statt und beinhaltet recht umfassende Abfragerechte über den Antragsteller, bei so gut wie allen Behörden und Diensten des Bundes und der Länder, ähnlich wie bei der Sicherheitsüberprüfung nach dem SÜG.
    Aber auch diese Überprüfung findet normalerweise nicht obligatorisch bei jedem neu eingestellten Mitarbeiter eines privaten Sicherheitsunternehmens statt, sondern erst dann, wenn er tatsächlich in einem Luftsicherheitsbereich eingesetzt werden soll. Denn so eine Zuverlässigkeitsüberprüfung kostet auch nicht gerade wenig, bis zu 150 EUR.

  • Quote from "haifisch"

    Mit Verlaub:
    Ich wage zu bezweifeln, daß ein Sicherheitsunternehmen alle seine Mitarbeiter, auch Mitarbeiter, die gar nirgends eingesetzt werden sollen wo dies gefordert wird, nach dem SÜG überprüfen lässt. Denn das kostet richtig Asche.
    Dazu sind die Sicherheitsüberprüfungen nach dem SÜG auch nur für bestimmte Zwecke gedacht, und dazu gehört nicht das reine Tätigwerden für ein privates Sicherheitsunternehmen. Es sei denn, er soll dann dort in einer Verwendung eingesetzt werden, bei der er ...


    Ich denke auch nicht, dass sie es gemacht haben. Vermutlich dürfte meine Unterschrift auf der Erlaubnis nur dann zum Tragen kommen, wenn ich tatsächlich in solchen Bereichen eingesetzt würde. Tatsache ist jedoch, dass dieser Bogen Bestandteil des AVs war/ist - ohne meine Einwilligung wäre der AV hinfällig gewesen.


    Deswegen kann ich nicht ganz nachvollziehen, warum jemand am Flughafen eingesetzt wird ohne dass da genauer hingeschaut wird, egal in welchem Bereich.

    "Wer in die Fußstapfen anderer tritt hinterlässt keine eigenen Spuren" (Wilhelm Busch)

  • Ich habe da eine andere vermutung. Könnte sein das die Firma die SÜG braucht
    weil sie, so wie es aussieht, überwiegend mit Springern arbeitet und weil
    wir in den Verträgen stehen haben dass sie uns auch woanders einsetzen kann.
    Könnte aber auch sein dass die vorab nur Wissen wollen wer in seiner
    Vergangenheit "probleme" mit der Justiz hatte.


    Auf gut Deutsch, wer verurteilt worden ist, auch unter 90 Tagessätzen,
    würde diesen Vertrag ( mit SÜG ) nicht unterschreiben weil er Angst
    hätte das es rauskommt.

  • Quote from "Arvasi"

    Ich denke auch nicht, dass sie es gemacht haben. Vermutlich dürfte meine Unterschrift auf der Erlaubnis nur dann zum Tragen kommen, wenn ich tatsächlich in solchen Bereichen eingesetzt würde. Tatsache ist jedoch, dass dieser Bogen Bestandteil des AVs war/ist - ohne meine Einwilligung wäre der AV hinfällig gewesen.


    Hast du eine Sicherheitserklärung gem. §13 SÜG ausgefüllt und unterschrieben?


    Quote from "Arvasi"

    Deswegen kann ich nicht ganz nachvollziehen, warum jemand am Flughafen eingesetzt wird ohne dass da genauer hingeschaut wird, egal in welchem Bereich.


    Unter Umständen hätte das "genauer hinschauen" gar nichts gebracht. Der Wachmann wurde erst 2 Wochen vor der Kontrolle vom LKA Berlin als Gefährder eingestuft. Je nach Zeitpunkt der Einstellung und Tätigwerden an der Flughafenbaustelle war da also noch gar nichts, was man bei einer Überprüfung hätte finden können.



    Quote from "Dr.Brown"

    Auf gut Deutsch, wer verurteilt worden ist, auch unter 90 Tagessätzen,
    würde diesen Vertrag ( mit SÜG ) nicht unterschreiben weil er Angst
    hätte das es rauskommt.


    Nochmal: Eine Sicherheitsüberprüfung nach SÜG macht kein privates Sicherheitsunternehmen mal einfach so für jeden neu eingestellten Mitarbeiter. Davon abgesehen daß es dafür überhaupt keine Rechtsgrundlage gibt, das kostet richtig Kohle. Geld, das kein Unternehmen in die Hand nimmt wenn es nicht notwendig ist.


    Und Typen wie beschrieben (verurteilt, auch unter 90 Tagessätzen) fallen schon bei der normalen Zuverlässigkeitsüberprüfung nach §34a GewO iVm §9 BewachV durchs Raster, weil die Behörde die unbeschränkte Auskunft aus dem Bundeszentralregister einholt und da diese Verurteilung mitgeteilt wird. Auch unter 90 Tagessätzen.

  • Verzeihung Haifisch - ich hab es gerade nachgeschaut. Du hast Recht, es ist die Zuverlässigkeitsüberprüfung nach § 9... :rolleyes:
    Bin da wohl völlig durcheinander geraten... :rolleyes:
    Mea culpa!

    "Wer in die Fußstapfen anderer tritt hinterlässt keine eigenen Spuren" (Wilhelm Busch)

  • Quote from "haifisch"




    Unter Umständen hätte das "genauer hinschauen" gar nichts gebracht. Der Wachmann wurde erst 2 Wochen vor der Kontrolle vom LKA Berlin als Gefährder eingestuft. Je nach Zeitpunkt der Einstellung und Tätigwerden an der Flughafenbaustelle war da also noch gar nichts, was man bei einer Überprüfung hätte finden können.


    Ja und nein. Ich denke einfach, dass das zu lasch gehandhabt wurde - die Kombination Islam und Flughafen wird doch normalerweise übersensibel behandelt, oder?

    "Wer in die Fußstapfen anderer tritt hinterlässt keine eigenen Spuren" (Wilhelm Busch)

  • Quote from "Arvasi"

    die Kombination Islam und Flughafen wird doch normalerweise übersensibel behandelt, oder?


    Gott sei Dank nicht. Warum sollte die Religion für sich genommen eine Rolle spielen?


    So weit waren wir schon einmal. Das Ende vom Lied dürfte bekannt sein.
    Wenn wir mal wieder soweit sind, daß man mit bestimmten Religionen aufpassen muß was man macht und auch nicht mehr alles machen darf was man will, dann haben wir wohl mal wieder unsere Freiheit aufgegeben.

  • Darum geht es gar nicht, ich will auch nicht auf die Vergangenheit hinaus. Auffällig ist jedoch, dass ausgerechnet die gewaltbereiten Fanatiker und Schläfer einer bestimmten Religionsgruppe zugeordnet werden können. Das sollte nicht als Auftakt zur Hetzjagd verstanden werden, doch bin ich der Meinung, dass eine gesunde Portion Mistrauen nicht schaden kann.

    "Wer in die Fußstapfen anderer tritt hinterlässt keine eigenen Spuren" (Wilhelm Busch)