Berechnung Urlaubsgeld

  • Dank für Eure Hinweise! :top:


    Wenn ich dem Link von KR folge bekomme ich doch Urlaubsgeld. Denn wir bekommen es rückwirkend am nächsten Gehaltstag.


    Habe meinen AG dazu befragt und dieser nannte mir eine Formel als Berechnungsgrundlage.
    Bin gespannt ob ich diese irgendwo als Grundlage finde.

  • ach, krötenfuß :crying:


    Urlaubsgeld ist ein zusätzlicher Anspruch aus dem Arbeits-oder Tarifvertrag (wie z.b. auch Weihnachtsgeld)


    den bekommst du - wenn er dir zusteht - zusätzlich zum Urlaubsentgelt


    das was du meinst, bezahlte Urlaubstage, wird als "Urlaubsentgelt" bezeichnet


    klar kriegen es eigentlich fast alle hinterher, d.h. zum üblichen Lohnzahlungszeitpunkt überwiesen
    aber theoretisch hättest du das Recht, es vor Urlaubsantritt zu verlangen


    bei deinen zwei Wochen Urlaub rechnest du einfach den Verdienst der letzten dreizehn Wochen zusammen (wie im § 11 BUrlG beschrieben) , teilst ihn durch 13, nimmst das Ergebnis mal zwei, und hast die Summe, die dir für zwei Wochen Urlaub zusteht


    oder -da du eine sechs-Tage-Woche hast, teilst du das Ergebnis der letzten dreizehn Wochen durch 78, und hast die Summe, die dir pro Urlaubstag zusteht

  • Na jetzt wird es langsam lustig :superbad:


    Mir wurde gesagt: die letzten drei Nettomonatsgehälter ( ohne Zulagen ) zusammenrechnen und dann durch 76!


    Von mal 13 ist hier nicht die Rede.


    Liegt wohl an der Wärme, dass ich absolut auf dem Schlauch stehe.
    Also Kopf in Kühlschrank und hoffe das es hilft. Hoffnung stirbt zuletzt :DD

  • :crying: :crying: :crying: :crying:


    aaalso nochmal (wenn du wieder aus dem Kühlschrank rausgekommen bist)


    der § 11 BUrlG sagt (und der gilt gem. allgemeinverbindlichem Entgelttarifvertrag für dich, außer im Arbeitsvertrag ist eine andere (dich besserstellende) Berechnungsmethode vereinbart :


    "durchschnittlichen Arbeitsverdienst, das der Arbeitnehmer in den letzten dreizehn Wochen vor dem Beginn des Urlaubs erhalten hat, mit Ausnahme des zusätzlich für Überstunden gezahlten Arbeitsverdienstes"


    also : nicht der Nettoverdienst, sondern der Bruttoverdienst
    nicht die letzten drei Monate, sondern die letzten dreizehn Wochen
    nicht "ohne Zulagen", sondern alles außer "Überstundenzuschläge"


    wenn du die Summe der letzten dreizehn Wochen ausgerechnet hast
    teilst du das ganze durch durch die Arbeitstage, die du in dreizehn Wochen arbeiten musst
    da du eine Sechs-Tage-Woche hast (somit pro Urlaubswoche 6 Tage Urlaub abgezogen bekommst) ergibt dies 13 mal 6 = 78


    dann hast du die Bruttosumme, die man dir pro Urlaubstag bezahlen musst


    puhhhh :best:

  • KR, ich hatte es schon verstanden.


    Es schön wenn so etwas festgelegt ist. Nur mein Unternehmen hat eine andere Berechnungsgrundlage. :rolleyes:


    Quote

    Mir wurde gesagt: die letzten drei Nettomonatsgehälter ( ohne Zulagen ) zusammenrechnen und dann durch 76!


    Es liegt nicht an mir wenn mein AG eine andere Reglung trifft.


    Bin mal aus dem Netz bevor ich eine Bombenstimmung kriege. :devil:

  • ... kann ja auch nicht das "Netto" sein, da das Urlaubsentgelt immer noch zu versteuern ist. Folglich ist das "Brutto" die Berechnungsgrundlage ;) .

  • Quote from "krötenfuss"

    KR, ich hatte es schon verstanden.


    Es schön wenn so etwas festgelegt ist. Nur mein Unternehmen hat eine andere Berechnungsgrundlage. :rolleyes:


    okay, aber es kann doch nicht jeder rumrechnen wie er will



    es gilt der allgemeinverbindliche Entgelttarifvertrag, der in Bezug auf Berechnung von Urlaubsentgelt auf die Regelungen des BUrlG verweist
    d.h dein AG könnte dich besser stellen, als das Gesetz/Tarif vorsieht,
    dann gäbe es kein Problem


    bezahlt dein AG weniger, fallen damit auch automatisch weniger Abgaben an Vater Staat ab,
    da ihm diese aber zustehen würden, wird er sauer,
    was wiederum deinen AG ärgern dürfte
    <!-- m --><a class="postlink" href="http://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__266a.html">http://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__266a.html</a><!-- m -->

  • Ok und nochmal Danke an KR und alle anderen.


    Und auch bei diesem Thema sind wir wieder da angelangt wie in vielen anderen Themen.


    Die Unternehmen wissen das es anders richtig wäre. Die meisten Mitarbeiter trauen sich nicht nachzufragen und lassen es sich einfach gefallen (um den Job zu berhalten) oder nicht dumm da zustehen.


    Irgendwann mache ich es so wie viele Politiker und schreibe ein Buch.
    " Das Leben im Wachdienst"! Wird bestimmt eine große Auflage. :(

  • Wie verhält sich das mit der Berechnung, wenn ich keine festen Arbeitstage in der Woche habe ? Ich arbeite im 2 Schicht System also 12h Schichten. Das heißt ich arbeite mal 4 Tage dann 3 frei, mal 4 arbeiten 1 frei und wider 4 arbeiten, mal 2 frei 3 arbeiten etc. So das ich im Schnitt zwischen 200 und 220 Stunden im Monat arbeite.


    Dann muss ich theoretisch die Stundenanzahl die ich in den letzten 13 Wochen gearbeitet habe x das Grundgehalt rechnen ?!
    z.B. 600 Stunden in 13 Wochen x 10€ Grundgehalt = 6000€ Bruttogehalt


    Dann die Tage zählen die ich in den 13 Wochen gearbeitet habe ?! = z.B. 70 Tage


    Nun die 6000€ / die 70 Tage = 85,70€ pro Urlaubstag


    Hab ich das so richtig verstanden ???? :rolleyes:

  • wenn es nach dem Tarifvertrag von NRW gehen soll , läuft es so :


    du nimmst den Gesamtbruttoverdienst der letzten 13 Wochen bzw. 91 Tagen vor Urlaubsantritt ( 13x7= 91 Tage)


    Gesamtbrutto heißt nicht nur "Grundlohn", sondern tatsächlicher Lohn (mit etwaigen Zuschlägen für Mehrarbeit, Nacht,Sonn,Feiertag,Objektzulage etc.)
    abzuziehen wäre davon nur Einmalzahlungen, Gratifikationen, Aufwandsentschädigungen


    und teilst ihn durch 78 (13x6 Arbeitstage= 78), d.h, 6-Tage-Woche, also auch 6 Tage Urlaub pro Woche zu nehmen
    ( egal wäre, ob du nun bloß an 70 Tagen oder an 98 Tagen in diesen 13 Wochen gearbeitet hättest)


    hattest du dabei Kranktage ohne Lohnfortzahlung oder unbezahlten Urlaub, werden diese Tage von den 78 abgezogen, so daß sich der Teiler eventuell verringern würde


    dann erhältst du den Tagesatz, der dir für jeden Urlaubstag bezahlt werden muß