was habt ihr standardmässig so dabei?

  • Ich denke schon, das Maik sachlich gewesen ist.
    Er hat doch bestätigt, dass das Tourniquet in bestimmten Bereichen Sinn macht, deine fachliche Kompetenz hat er dir auch nicht abgesprochen.


    Auch der Begriff Django war “liebevoll“ gemeint, keineswegs abwertet wie das hier von einigen vielleicht verstanden wurde.


    Und natürlich hast du recht, hier soll jeder schreiben wie es das Thema vorgibt.

  • Sicher wird die Ausrüstung sichtbar an der Koppel getragen. Wie sonst auch ?


    Mit ein bisschen geschickter Kleiderwahl und Art/Form des Führens kann ich den Großteil (m)einer Ausrüstung, die hier in die Kategorie "Django" subsummiert wird, auch verdeckt führen.
    Wenn es der Auftrag erforderlich macht, in ziviler Kleidung, aber u.U. auch in Dienstbekleidung. Die Frage ist vielmehr, ob ich das auch wirklich will und wie ich die (an den tatsächlichen Erfordernissen ausgerichtete) Ausrüstung in mein Konzept einbinde - und dazu zählt letztendlich auch die gewünschte Aussenwirkung (Fump und Aufseher haben's ja schon gut beschrieben).


    Eskalation bzw. Deeskalation und sichbar getragene Ausrüstung stehen im Übrigen in keinem direkten Zusammenhang. Hier ist das individuelle Verhalten deutlich maßgeblicher. Trotzdem hat sichtbar getragene Ausrüstung eine klare und deutliche Aussenwirkung und kann - richtig eingesetzt - ein Vorteil sein.




    Das kann ich auch immer nur mit dem Kopf schütteln und ich frage mich, wer der Bildungsträger war, sofern er überhaupt einen gab.


    Lustigerweise ergab sich aus dem Kontakt mit dem Leiter des Ordnungsamtes der benachtbarten Landeshauptstadt im Rahmen eines Einsatzes (in bewusst gewählter martialischer Ausrüstung) ein Auftrag zur Ausbildung der dortigen MA im Ordnungs- und Vollzugsdienst. Eben weil Ausrüstung und Verhalten in keinem direkten Bezug stehen, beides aber bewusst und fachlich korrekt gewählt werden muss.


    Wer provokant auftritt, hat ein anderes Problem als seine Ausrüstung. Die kommt dabei nur zusätzlich in's Spiel - vor allem dann, wenn ungeeignet und unbeübt.

  • @flea Bei uns schlicht nicht erlaubt und ich könnte mir vorstellen das es in Berlin genauso ist. Ich bin noch nie in die Verlegenheit gekommen einen OfW fessel zu müssen, manuelles fixieren war das höchste der Gefühle. Nicht umsonst verfügen wir auf der Wache über größere Mengen Desinfektionsmittel ;-)


    Im RB Nordost gibts gar keine Handfesseln, auch nicht die, die eigentlich in den entsprechenden Dienstanweisungen vorgesehen sind. Zitat FAF: "Du kannst den Mitarbeitern nicht zutrauen jemanden rechtssicher und schonend zu fesseln, sie sind ja schon mit dem EKA zum Großteil überfordert."


    Insofern muss der SMA nunmal sein eigenes Süppchen köcheln, wenn er ein wenig Sicherheit will. In Berlin braucht die BPol gut und gerne mal 45 Minuten mit Sonderrechten zur gegenwärtigen KV/ gef. KV, so lange bleibst du nicht mit jemandem im Hebel sitzen, da ists ganz gut, wenn man eine Fessel dabei hat. Der normale ofW wird natürlich im Innenstadtbereich nicht so schnell gefesselt, die meisten hast du ziemlich schnell unter Kontrolle. Aber wenn ein Stinker plötzlich eine Machete zieht, dann ziehst du einfach alle Register. Und ja, das ist in Berlin tatsächlich so vorgekommen.


    Übrigens: Um in den Stützpunkt zu kommen, kannst du je nach Strecke in Berlin auch mal eine gute Stunde rechnen (je nach Tageszeit und Standort).

  • Die konsequenteste Begründung eines Vorrangs, der hier beschriebenen Ausrüstungsgegenstände (unterstützenden Ausrüstungsgegenstände) ist wohl jedem vernunftbegabten Wesen gegeben.


    Da die Rahmenbedingungen im Einsatzgebiet der einzelnen Sicherheitskräfte verschieden oder unterschiedlich sind, kann die Sinnhaftigkeit nicht abschließend betrachtet werden. Was allerdings bei bestimmten Vorgehensweisen zu beachten ist, ist die Einhaltung der gesetzlichen Auflagen und diese Auflagen sind in der Bundesrepublik Deutschland deckungsgleich.


    Das beim Angriff mit einer „Machete“ die nachträgliche Fesselung ggf. als überproportionale Beeinträchtigung des Angreifers angesehen werden kann aber im Ergebnis doch gerechtfertigt ist, sollte klar sein.


    Bei den zahlreichen Beiträgen stört mich aber das Wort „Stinker“ und die Aussage: „Da musst du dir doch aber die Einsatzmittel nicht mit versauen“!


    Und da stellt sich mir sofort die Frage, warum man so einen persönlichen Bezug zu den Einsatzmitteln hat und wofür man diese Einsatzmittel sonst „versauen“ würde?

    Freundliche Grüße


    Moderator Doph_Zügota



    Gerechtigkeit herrscht, wenn es in einem Volk weder übermäßig Reiche noch übermäßig Arme gibt.


    Thales von Milet (um 625 - 545 v. Chr.), griechischer Philosoph und Mathematiker, einer der Sieben Weisen

  • Ich schätze Du hattest noch nicht das Vergnügen Einsatzhandschuhe oder Dienstkleidung nach so einem Einsatz in den Müll zu werfen, lass Dir gesagt sein.... es gibt Dinge die ich früher nicht für möglich gehalten habe.... Für Handfesseln würde ich das jetzt eher weniger sehen, da wird eingerückt und das Ding in Desinfektion gebadet....


    Anschließen kann ich mich aber problemlos dem Thema Umgang und Wertschätzung eines Menschen.... Geruch hin oder her....

  • Bevor jemand was in den falschen Hals bekommt: Es gibt Menschen, die riechen etwas streng bzw. unangenehm. Wenn ich hier aber vom Stinker schreibe, dann meine ich damit diejenigen, die man problemlos durch eine ganze S-Bahn riechen kann (keine Übertreibung). Selbst bei relativer Windstille riecht man diese Menschen über einen halben Bahnsteig. Wenn du so richtig schön nah an so einem Menschen dran bist, dann löst ganz unwillkürlich der Würgereflex aus.


    Diese Menschen haben vollgekotete und -urinierte Bekleidung, nicht selten offene Gliedmaßen mit einsetzender Verwesung. Dazu Getier von Läusen über Krätze, Flöhe bis hin zu Maden in ihren offenen Wunden. Diese Menschen erzeugen einen derart heftigen Gestank, dass die normalen Reisenden schlagartig flüchten. Im Berufsverkehr wird in so einem "Stinkerwagen" weit weniger Fülle herrschen als in jedem anderen Wagen. Das Dilemma ist: DU als Sicherheitsmitarbeiter musst den anfassen, denn freiwillig geht von denen keiner.


    Das hat auch nichts mit Unmenschlichkeit zu tun, denn der Umgang mit ihnen bleibt menschlich, auch wenn sie sich nicht helfen lassen wollen.

  • Kann es so sein, dass die von dir beschriebenen Menschen von einem Fahrzeug des Rettungsdienstes für die Notfallrettung abtransportiert werden können?

    Freundliche Grüße


    Moderator Doph_Zügota



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    Thales von Milet (um 625 - 545 v. Chr.), griechischer Philosoph und Mathematiker, einer der Sieben Weisen

  • Die werden in den seltensten Fällen mitgenommen, weil sie die Hilfe nicht haben wollen. Ist auch toll, wenn sich Pol und Rettungsdienst auf dem Bahnsteig streiten, wer den nun mitnimmt. Rettungsdienst sagt: Der ist gehfähig, also nehmen wir den nicht mit. Pol sagt: Kein Vergehen, das eine Gewahrsamnahme rechtfertigen würde. Und so darf der Betroffene dann seines Weges ziehen.

  • Damit wollte ich zu bedenken geben, dass der Rettungsdienst nach einem derartigen Einsatz auch nicht gleich den RTW in die „Schrottpresse fährt“!

    Freundliche Grüße


    Moderator Doph_Zügota



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    Thales von Milet (um 625 - 545 v. Chr.), griechischer Philosoph und Mathematiker, einer der Sieben Weisen

  • Richtig. Hast du mal einen RTW desinfizieren dürfen? Ich schon, keine schöne Arbeit sag ich dir. Das Ding ist: Mein damaliger AG hat die Fesseln eben nicht gestellt, die habe ich auf eigene Rechnung gekauft und das bei einem Azubigehalt. Da nehm ich, wie gesagt, lieber Einwegfesseln. Die wirfst dann einfach weg und hast keine Probleme. Mein bevorzugtes Modell war übrigens das hier: Textil-Einwegfessel 7-EF - T&B,Textil Einwegschliesse, Einweghandfessel, Fesselschnur im COP® SHOP

  • Dann schreibe ich es nochmal ganz deutlich: Es ist mir scheißegal, ob ihr Spaß daran habt oder eure selber beschaffte Ausrüstung Geld gekostet hat! Und es ist mir auch scheißegal, ob ihr für die Beschaffung euren Bausparvertrag habt auflösen müssen!

    Freundliche Grüße


    Moderator Doph_Zügota



    Gerechtigkeit herrscht, wenn es in einem Volk weder übermäßig Reiche noch übermäßig Arme gibt.


    Thales von Milet (um 625 - 545 v. Chr.), griechischer Philosoph und Mathematiker, einer der Sieben Weisen

  • Doph: Ich lade dich gern mal nach Berlin ein und dann schauen wir mal, wie du danach darüber denkst. Glaub mir, aus der Distanz dachte ich auch, dass man menschlicher sein müsste, bis dann der erste Ernstfall eintritt. Schlussendlich bleiben wir dabei: Handfesseln können je nach Einsatzgebiet sehr sinnvoll sein, ob nun aus Metall oder anderen Materialien sei mal dahin gestellt.

  • Ja das kenne ich auch: Leute die von mehr oder weniger ländlichen Bereichen in Großstädte mit massiven sozialen Problemen kommen, verstehen die Welt nicht mehr. Eine kleine Auswahl dieser Städte mit open end ist: Berlin, Frankfurt, Hamburg und Hannover.


  • Die Ledernacken bei uns in Hannover ... Einsatzgürtel mit Handschellen, Sprays, Schlagstock und allem anderen möglichen Geraffel. Natürlich alles gut sichtbar getragen, damit jeder weiß, worauf er sich einlassen würde. Alles natürlich reine Prävention :-D ... Also die Streifenpolizei sieht teils harmloser aus und macht mir mehr Lust bei Fragen mal auf denjenigen zuzukommen.

  • Die Ledernacken bei uns in Hannover ... Einsatzgürtel mit Handschellen, Sprays, Schlagstock und allem anderen möglichen Geraffel. Natürlich alles gut sichtbar getragen, damit jeder weiß, worauf er sich einlassen würde. Alles natürlich reine Prävention ... Also die Streifenpolizei sieht teils harmloser aus und macht mir mehr Lust bei Fragen mal auf denjenigen zuzukommen.


    Ledernacken? Ich glaube nun geht`s los hier. @Pandrion bist du eifersüchtig? Handfessel,Spray,EKA/MES gehören zur Standard Ausrüstung im ÖPNV.Zu den Kollegen kann ich nur sagen, ich hab selten so eine gute Kollegiale zusammenarbeit gesehen zwischen der DB Sicherheit und der Firma Protec.


    Bitte solch blöden Sprüche unterlassen.