Vorstandsfahrer

  • Wir reden von einem Vorstandsfahrer, umgangssprachlich auch Chauffeur genannt, und die verdienen nicht verkehrt.... wenn es auch richtige Chauffeure sind (24 Stunden-Bereitschaft etc...!) Analog dazu gibt es auch PSler, die als Fahrer eingesetzt werden und bei denen stimmt der Verdienst sicherlich (richtige Personenschützer in Konzernen etc.)


    Was anders wenn der Sicherheitsdienst mit Panamera etc im Rahmen seiner Dienstleistung für einen Kunden auch VIP Fahrten übernimmt und sich der Chef hier auch gerne mal fahren lässt... da ist es meist "nur" Tarif.

  • Richtig Fump :top: - Kraftsport: aber um an solch gut bezahlten Jobs zu kommen muss/sollte man einiges mehr auf dem Kasten haben als eine gerade abgeschlossene Berufsausbildung und eine bestandene Fahrprüfung mit anschließender 2jähriger Probezeit ;)

    "Wer in die Fußstapfen anderer tritt hinterlässt keine eigenen Spuren" (Wilhelm Busch)

  • MacGaiiz


    Ich hab keine Ahnung, woher du deine Vorstellungen zum Thema hast.
    Abwechslungsreich ist so ein Job als Chauffeur nicht. Ich mach den Job ab und an mal (dazu später noch mehr) und hatte durch meine (zwangsweisen) Verwendungen im Objektschutz zeitweise auch recht viel Kontakt zu Menschen, die diesen Job hauptberuflich machen. Darunter waren Fahrer von Spitzenpolitikern und eben auch Wirtschaftsfunktionären.
    Tagein Tagaus die gleiche Routine, sehr oft auch die gleichen Strecken. Wohnsitz - Büro, Büro - Wohnsitz. Dazwischen? Warten. Warten. Warten.
    Natürlich auch mal woanders hin, in ein anderes Büro. Und dann auch wieder warten.


    Was mache ich?
    Beim Weltwirtschaftsforum in Davos (Schweiz), was jährlich im Januar stattfindet, fahre ich im Auftrag eines Limousinenservices Teilnehmer des Forums durch die Gegend. Hauptsächlich vom Flughafen zu den Hotels und von dort zum Tagungsort und wieder zurück. Darunter sind dann auch schon mal relativ wichtige Leute.
    Den Job mache ich so ungefähr alle zwei Jahre. Ich nehme mir dafür frei (Nebentätigkeit wurde genehmigt) und verdiene in den 6 Tagen dort dieses Jahr so etwa 1800 EUR netto. Kost und Logis wird ebenfalls zur Verfügung gestellt (was beides nicht zu verachten ist).


    An den Job bin ich durch Zufall gekommen, über einen Kollegen, der an der Schweizer Grenze arbeitet. Fakt ist: Nur der vorhandene Führerschein reichte dafür nicht. Der Auftragnehmer (mein Arbeitgeber dort) verlangt mehr. Insbesondere wird dort verlangt, daß der Fahrer über eine ausgezeichnete Fahrausbildung verfügt, dazu mehrere Jahre Erfahrung und wiederholte Fahrertrainings absolviert hat. Einen aktuellen Auszug von Flensburg wollen die auch haben. Wer zu viele Punkte hat wird den Job nicht bekommen.


    Zu meiner Fahrausbildung: Meine Ausbildung zum damaligen Klasse 3-Führerschein dauerte 6 ganze Wochen, in denen täglich mindestens 4 Stunden gefahren wurde und weitere 4 Stunden Theorie gepaukt wurde. Nach diesen 6 Wochen erfolgte im direkten Anschluß das erste Fahrsicherheitstraining, gefolgt vom Fahrertraining.
    Diese Trainings wurden dann nach 2 Jahren wiederholt und intensiviert, erst danach durfte ich "besonders schnelle" Dienstfahrzeuge führen.
    Um diese Befähigung zu behalten mußte ich auch spätestens nach jeweils zwei Jahren diese Trainings wiederholen.


    Dieser Ausbildung verdanke ich jenen Job beim Weltwirtschaftsforum.
    Der Job dort ist nicht schlecht, es ist auch leicht verdientes Geld welches ich gerne mitnehme. Aber auf Dauer? Nein Danke. Ist mir dann doch zu eintönig.


    Wie du siehst wird in solchen Jobs oft mehr verlangt als nur der Führerschein. Als Fahranfänger wirst du da sicher nur wenig Möglichkeiten haben hinein zu rutschen.

  • Mein Kunde hatte letztens eine Stelle als Fahrer zur Festanstellung ausgeschrieben. Es handelt sich hierbei um einen öffentlich-rechtlichen Auftraggeber.


    Vorraussetzungen waren u. a. Fahrpraxis und technisches Verständnis sowie Ortkenntnis.


    Die Aufgaben umfassen neben dem Chauffieren der Herrschaften auch Postfahrten und Kurierdienste sowie die Pflege des Fuhrparks.


    Von der Bezahlung her liegen die Leute in etwa auf der Stufe des Betriebsschutzes und der Hausmeister (ca. 1800€ nach Steuer) - ja, wir von der Wachfirma werden entsprechend vergütet, so dass wir vom Einkommen her das bekommen, was wir kriegen würden, wären wir bei dem Kunden direkt angestellt (beneidet mich).


    Die Fahrer die ich kenne haben alle eine Vorgeschichte im Bereich Autohandel, Taxidienst oder sind Berufskraftfahrer.


    Wenn man also gerne den Beruf "Autofahrer" haben will, dann kann man durchaus auch etwas entsprechendes finden, was mal garnichts mit "Sicherheit" zu tun hat und trotzdem vielfältig und damit interessant ist.