12-Std-Dienste

  • Na ja, es wird bei uns ja schon ruhiger, der zusätzliche Kollege entlastet doch spürbar.
    Aber ich sag es ganz ehrlich: Mit 180 Stunden käme ich finanziell (wenn ich Alleinverdiener wäre) nicht aus. Dazu kommt leider noch die Tatsache, dass man im ländlichen Bereich auf ein Auto angewiesen ist - öffentlicher Nahverkehr ist eine Katastrophe, wenn überhaupt vorhanden.


    Ortsüblich bedeutet hier 7,50 € und bevor ich die in der Fabrik, möglichst noch im Akkord und das über Zeitarbeit, schrubbe, gehe ich lieber in den Sicherheitsdienst.

    "Wer in die Fußstapfen anderer tritt hinterlässt keine eigenen Spuren" (Wilhelm Busch)

  • Quote from "Dr. Brown"

    Bei einer Firma wo ich war, wurde die Vergütung für unseren Dienst pro Std und pro Kopf berechnet. Also der Auftraggeber musste monatlich für unsere Dienste bezahlen.
    Die Verträge zwischen Auftraggeber und unserer Firma wurden auch jedes Jahr um 1 Jahr verlängert.


    wie fast überall in der Branche, aber 24 Stunden bleiben 24 Stunden ob ich diese jetzt mit 2 mal 12 oder 3 mal 8 oder 4 mal 6 abrechne...

  • Bei uns wurden die MA einzeln gezählt und bezahlt. Wir hatten 3 Abteilungen also in den ersten 12 Stunden schon mal 3 MA, also 3x20€ = 60€ pro Std x 24Std = 1440€ am Tag. ( Beträge nur für das Beispiel aufgeführt )

  • Schon, aber da liegt ein Fehler in der Aussage Dr. Browns: Nicht der Auftraggeber hat die Kosten, sondern der AG...


    Und es sind nicht nur die Lohnnebenkosten, die höher sind: Beiträge zur Berufsgenossenschaft, Haftplichtversicherung, Lehrgänge bzw. Bildungsurlaub, Umlageverfahren der Krankenkassen etc. - da kommt einiges zusammen, was man als AN so nicht mitbekommt.

    "Wer in die Fußstapfen anderer tritt hinterlässt keine eigenen Spuren" (Wilhelm Busch)

  • Quote from "Arvasi"

    Schon, aber da liegt ein Fehler in der Aussage Dr. Browns: Nicht der Auftraggeber hat die Kosten, sondern der AG...


    Und es sind nicht nur die Lohnnebenkosten, die höher sind: Beiträge zur Berufsgenossenschaft, Haftplichtversicherung, Lehrgänge bzw. Bildungsurlaub, Umlageverfahren der Krankenkassen etc. - da kommt einiges zusammen, was man als AN so nicht mitbekommt.


    Ja, so habe ich das gemeint. Sorry, für die verwirrung. :rolleyes:

  • 12 Stunden Dienste rauben das letzte Bisschen Freizeit und machen das Privatleben kaputt!
    Sofern man nicht wirklich genügend Ausgleich - also viele freie Tage - zurückbekommt, ist es eig. unzumutbar diese 12 Stunden Schichten einzuführen bzw. beizubehalten.


    Umso länger ich mich damit befasse und mir das durch den Kopf gehen lasse, desto unverständlicher ist das alles für mich. Mit etwas Glück sind 12 Stunden Dienste für mich erst mal Geschichte und dann hoffe ich, dass das auch so bleibt.
    Denn dieses ewige Schlafen-Arbeiten-Schlafen-Arbeiten-Schlafen-Arbeiten... KANN auf Dauer nicht gut gehen - vorallem für die Psyche.


    Wenn man für den AN die Vorteile sehen möchte, dann sollte man diese aber mit den viel zu vielen und gravierenden Nachteilen abwägen - und dann sollte man eig. bei klarem Verstand den 12 Stunden Diensten absagen.
    Problem ist einfach das, dass diese in unserer Branche so weit verbreitet sind und jeder auf die Stunden angewiesen ist. Da braucht man sich nichts vormachen....


    Unter Berücksichtigung der gesundheitlichen Aspekte jedenfalls ist es m.M.n. ein Unding, diese Schichten überhaupt in Erwägung zu ziehen.


    Kraftsport

  • Das stimme ich dir voll zu Kraftsport , vor etwa 8 jahren habe ich den scheiß mit den 12 auch mitgemacht und die sind wirklich nicht gut für die Gesundheit , ich habe mir damals gesagt entweder du änderst was daran oder du wechselst die Branche heute bin ich immer noch dabei in der Sicherheitsbranche aber ich arbeite nur noch max.150 -160 Stunden das kann ich mir aber nur erlauben weil der Stundenlohn sehr gut ist .(Weiterbildung hat sich voll gelohnt in meinem Fall ;) )))


    totti

    Eingebildet und Arrogant, trotzdem Charmant und Hochinteressant

  • was heißt Weiterbildung, welche Qualifikation kannst du nun vorweisen? War es schwer, mit der Weiterbildung dann die neue Stelle zu finden/kriegen?


    Hattest du davor auch deine 230+ Stunden monatlich? Lebensqualität gestiegen nehm ich mal an?


    Wär dir sehr dankbar, wenn du da bisschen was schreiben könntest, evtl. auch per PN... Bin immer hin- und hergerissen von den Meinungen und Erfahrungen der Kollegen. Ich weiß oft nicht, ob man wirklich was bewegen kann mit Qualifikationen ab und zu.... Entweder gönnen viele einem nichts oder sind wirklich der Meinung, dass man nicht wirklich "hochkommen" kann in der Sicherheit - jedenfalls ist das für mich noch alles schwer einzuschätzen, wenn gesagt wird "die FSS zahlt dir keiner, den Meister schon 3x nicht...".


    Kraftsport