welche waffe

  • Hallo,



    welche Waffen werden bevorzugt eingesetzt?
    Revolver/ Pistole?


    Und wieviel Schuß sind vorhanden im Revolver, weil laut der BGV darf sich ja keine Patrone im Lauf befinden bzw dahinter (geladen)....


  • Und wieviel Schuß sind vorhanden im Revolver, weil laut der BGV darf sich ja keine Patrone im Lauf befinden bzw dahinter (geladen)....


    Auch wenn schon auf die entsprechende Diskussion verwiesen wurde, der Übersichlichkeit und Vollständigkeit halber lieber noch einmal:


    Die BGV C7 / DGUV 23 sagt:


    Quote

    § 20 Führen von Schusswaffen und Mitführen von Munition


    3) Außer bei drohender Gefahr darf sich keine Patrone vor dem Lauf befinden.
    Dies gilt nicht, wenn durch konstruktive Maßnahmen sichergestellt ist, dass sich bei entspanntem Hahn kein Schuss lösen kann.


    Da diese konstruktiven Maßnahmen bei praktisch allen modernen Dienstwaffen vorhanden sind, ist diese Pauschalaussage also überwiegend falsch.
    Einzelne Firmen mögen vielleicht noch Waffen in Nutzung haben, bei denen dies noch nicht vorhanden ist. Um diese Firmen würde ich mir als Mitarbeiter einen großen Bogen machen.

  • Mit dem sicherstellen dass sich kein Schuss löst ist eine Fallsicherung gemeint ?


    Weil ich denke zu 100 % könnte ich es nie sicherstellen das es so ist. Oder bin ich da grad auf dem falschen Weg ?

  • Und beim Bewerbungsgespräch frage ich danach?


    Ich weiss nicht, was Du machst. Ich würde es tun, ja.


    Wobei ich mich im Rahmen der Vorbereitung auf ein Bewerbungsgespräch sicherlich auch vorab schlau mache, was die betreffende Firma wie einsetzt.



    Mit dem sicherstellen dass sich kein Schuss löst ist eine Fallsicherung gemeint ?


    Korrekt.



    Weil ich denke zu 100 % könnte ich es nie sicherstellen das es so ist. Oder bin ich da grad auf dem falschen Weg ?


    Ja, weil Du das nicht sicherstellst, sondern der Hersteller der Waffe bzw. dessen Konstrukteur und der Unternehmer wiederum durch die Waffenwahl bei der Beschaffung.


    Die betreffende Unfallverhütungsvorschrift stammt aus Zeiten, in denen Waffen nicht auf dem technischen Niveau waren, auf dem sie heute sind. Auf diesem hohen (technischen) Sicherheitsniveau sind sie heute aufgrund der damals durch mangelhafte Konstruktionen gesammelten schlechten Erfahrungen. Wo Nachbesserungsbedarf erkannt wurde, wurde dieser bei moderne Dienstwaffenkonstruktionen entsprechend berücksichtigt.


    Im Allgemeinen schiesst sich heute ein Sicherheitsmitarbeiter (oder seine(n) Kollege(n) ) mit einer "ungeladenen" Waffe an, weil Handhabungsfehler gemacht werden und Wahrnehmungsfehler passieren, nicht weil es einen technischen Defekt an der Waffe gab. Zu jenseits der 98% aller im Nachgang untersuchten Fälle sind anfangs behauptete ursächliche technische Mängel an den Waffen ("Schuss hat sich gelöst") Schutzbehauptungen des Verursachers. Das gilt nicht nur für die private Sicherheit, das gilt für Polizei, Bundeswehr und alle anderen waffentragenden Institutionen gleichermaßen.
    Das bedeutet nicht, dass es nicht doch noch ganz wenige Einzelfälle tatsächlicher technischer Defekte geben mag, das liegt aber im niedrigen einstelligen Prozentbereich aller tatsächlicher Vorkommnisse, und die wiederum kommen ja glücklicherweise trotz häufig niedrigen Ausbildungsniveaus in Deutschland wirklich äusserst selten vor.

  • Und diese technischen Mängel lassen sich ebenso wie eine fehlerhafte Handhabung im Nachhinein nachweisen?


    Wie Flea schon schreibt, lässt sich das üblicherweise feststellen und nachweisen. Natürlich gibt es auch immer einen gewissen Graubereich, in dem evtl. nur gewisse Indizien vorliegen, weil Teile der notwendigen Informationen oder der Beteiligte nichts mehr dazu sagen kann, im Nachhinein im Anschluss an den Vorfall an den Waffen manipuliert wurde oder einfach die Faktenlage zu dünn ist. Das ist aber je nach Studie/Untersuchung und deren Methode ein sehr geringer Anteil.


    Und weil's mir grade noch einfiel, als Ergänzung bzw. Hinweis auf die jüngste Frage:



    Und wieviel Schuß sind vorhanden im Revolver


    Revolvertrommeln gibt es mit unterschiedlichen Kapazitäten.


    Kompaktrevolver haben häufig nur 5 Patronenlager in der Trommel, am weitesten verbreitet dürften 6-schüssige Revolver sein, es gibt aber auch 7-schüssige und 8-schüssige Modelle - wohlgemerkt alle im diensttauglichen Grosskaliberbereich. Teilweise haben Hersteller innerhalb der gleichen Modellfamilie Varianten mit unterschiedlichen Kapazitäten produziert.


    Insofern lässt sich das ganz unabhängig davon, ob jetzt ein Patronenlager ungeladen bleibt oder nicht, nicht pauschal richtig beantworten.
    Am häufigsten anzutreffen dürften aber wie gesagt 6-schüssigen Modelle sein.