Hi weiss jemand wie hoch die maximale Arbeitszeit ist?

  • Ich soll nächste Woche von Montag bis Sonntag 68 Std arbeiten, davon sind dreimal 12 Stunden Schichten und 4 mal 8 Stunden Schichten. Ich babe nur ein Teilzeitarbeitsvertrag mit 100 Stunden im Monat. Mfg

  • Hi crokie,


    zunächst einmal ein recht herzliches Willkommen hier bei uns im Forum. Ich wünsche Dir recht viele angenehme Aufenthalte hier bei uns mit möglichst vielen interessanten Informationen für Dich :zw: .


    Tja, die Frage nach den rechtlich zulässigen Arbeitszeiten beschäftigt so ziemlich alle Kollegen, die in dieser Branche tätig sind. Da gibt es die unterschiedlichsten Fälle (57) .


    Als Vorab-Info habe ich Dir erstmal das Arbeitszeitgesetz an diesen Beitrag angehängt. Schau' da erstmal rein. Wenn sich für Dich weitere Fragen ergeben sollten, so werden sich bestimmt einige unserer fachkundigen User sich Deiner annehmen und Dir erschöpfend Auskunft geben :lach: .


    Dieses Thema (egal in welcher speziellen Form) ist immer für angeregte Diskussionen gut :ok: ...


    Gruss, cujo.

  • Hallo! Hier ´mal mein erster Beitrag.....


    Die gesetzliche Höchstgrenze liegt bei 173 Std. im Monat, gesehen auf einen Schnitt von 3 Monaten. Deshalb schreiben (die cleveren) Arbeitgeber diese 173 Stunden auch in den Arbeitsvertrag.
    Da kein(e) Kollege/Kollegin von dem Geld leben kann, werden im Wachgewerbe im Schnitt 240 Std. und mehr mtl. gearbeitet.
    Auch wird in den meisten Fällen durch die tägliche Arbeitszeit gegen das Gesetz verstoßen. Zulässig höchstens eine tgl. Arbeitszeit von
    10 Std. Dies auch nur unter bestimmten Vorraussetzungen und entsprechendem Freizeitausgleich!
    Aber da das ganze Gesetz niemanden schert, wird dagegen fromm und frei verstoßen. Selbst Arbeitsangebote vom Arbeitsamt direkt werden mit 12 Stunden täglich ausgeschrieben. Das sagt doch alles......
    Solange unsere Arbeit unterbezahlt bleibt, werden die Arbeiter/innen im Wachgewerbe weiter so viele Stunden arbeiten (müssen), wie bisher!

  • ...würde mich auch interessieren :zw: .


    Die "magische" Zahl "173 Std." taucht zwar in verschiedenen Manteltarifverträgen - und auch in den ein oder anderen Arbeitsverträgen - auf, aber so


    Quote from "Manfred"

    ...Die gesetzliche Höchstgrenze liegt bei 173 Std. im Monat, gesehen auf einen Schnitt von 3 Monaten...


    habe ich das noch nicht gelesen/gehört. Sollte man nicht so pauschal aus bestimmten Zusammenhängen reissen :zw: ...

  • um es mal zu vereinfachen ,es gibt eine maximale stundenzahl im monat bei uns von 240h mehr darf nicht überschritten werden. natürlich ist im a-vertrag verankert nur 48 stunden die woche zu arbeiten und mehraufwand wird genauso bezahlt wie die andern stunden (überstunden). sollte es doch darüber gehen meckert der chef weil er mehr bezahlen muss und die steuer fast bei den minilohn(ca.3.90€ netto h)noch was ab.

  • Hallo Alle miteinander
    Ja, ein großes Problem! Arbeite ja in dem Ministerium, von wo diese Gesetze kommen!
    Um dem Rechnung zu tragen, mußte sich der Arbeitgeber( laut Ausschreibung) auch was einfallen lassen- alle Posten sind mit 8h zu besetzen!
    Die Realität- 12 und 8h Posten! Viele MA haben mit Kündigung gedroht, wenn Sie nur noch 8h arbeiten sollen!?
    Mir war das alles zu bunt- hab mich an endsprechender Stelle im Amt beschwert, nun wird die Sache geprüft, warum noch nicht alle Posten mit 8h laufen!:)
    Ja, das ist die Realität- selbst da wo die Gesetze gemacht werden, haut das nicht hin!
    Eine andere Frage ist, wie es ausgeht wenn Du Dich auf Gesetze berufst!?
    Ich weiß es- Kündigung aus einem anderen Grund, oder eben in der Probezeit:(
    Bernd

  • Hallo Bernd,


    wollte ein bisschen auf deinen Beitrag eingehen.


    Quote from "der WAL"

    Hallo Alle miteinander
    ... auch was einfallen lassen- alle Posten sind mit 8h zu besetzen!
    Die Realität- 12 und 8h Posten! Viele MA haben mit Kündigung gedroht, wenn Sie nur noch 8h arbeiten sollen!?


    Ja, das ist die Realität- selbst da wo die Gesetze gemacht werden, haut das nicht hin!
    Eine andere Frage ist, wie es ausgeht wenn Du Dich auf Gesetze berufst!?


    Man muss auch in anderen Unternehmen, Objekten oder bei anderen Aufrägen immer wieder feststellen,
    dass nicht alles immer 100% läuft.
    Das ist, auch bei sehr gut organisierter Planung nicht immer möglich, da man bestimmte Faktoren nicht immer voraussehen kann.


    Jeder Auftraggeber muss aktzeptieren, dass es sowas wie Urlaub, Krankheit, Ausfall in anderer Form, gibt
    und dadurch ein Dienstplan auch mal so gestaltet werden muss, dass die Dienste besetzt werden können.
    Auch wenn in der Ausschreibung Parameter stehen, die am Anfang auferlegt werden, ist es oft so,
    dass mal in die Grauzone gelaufen wird, um die Besetzung zu garantieren und zu gewährleisten.


    Das nicht alle MA Glücklich darüber sind, dass nur 8 Std. gearbeitet werden liegt einfach an der Befürchtung,
    dann seinen Lebensunterhalt nicht mehr bestreiten zu können.
    Das ist verständlich und hat schon oft zu Krisen unter den MA geführt.
    Aber, der MA muss eine Std.-Planung mit 8 Std. und den erreichten Mindest-Std. von 173 Std./Monat akzeptieren.
    Will er das nicht, muss er sich eben einen anderen Arbeitsplatz suchen.


    Mich würde gerne interessieren, wie das bei Euch weiter verläuft, ob die reinen 8 Std. eingeführt werden
    und wie das Problem mit dem Personal gelöst wurde.


    Gruß 2m02cm-Mann



    Ich glaube fest daran, dass die schönste Stunde eines jeden Mannes - die erfüllung all seiner Sehnsüchte... der Augenblick ist wenn er sich für eine Gute Sache ganz verausgabt hat und erschöpft auf dem Schlachtfeld liegt - als Sieger.
    Vince Lombardi (1913-1970)

  • Hi erstmal herzliches Willkommen und Grüsse aus Berlin! Diese 173 Stunden standen auch bei mir lt. Tarifvertrag drin.
    Der Schnitt lag aber manchmal bei 240 bis 280 Stunden. Später weigerte ich mich und habe einfach Schichten abgegeben. Ich habe dann im Schnitt 200 bis 220 Stunden bekommen, das ging gerade so wenn man Familie hat.
    Krass war mal in Hamburg, wo ich 14 Stunden Schichten schob und auf 392 Stunden kam. Die versprochenden 14 Tage frei gab es nicht, Einer ist nicht gekommen also wieder ran, aber das nur nebenbei.

  • Das zitierte Arbeitszeitgesetzt kann und wird von Tarifverträgen ausgehebelt sein.
    So gilt für Bayern beispielsweise zZt LTV 30 + Manteltarifvertrag 10 im Wach- und Sicherheitsgewerbe.
    Je nach Lohngruppe sind sogar bis über 313 Stunden monatlich zulässig.


    Die Frage sollte in Zeiten wie diesen auch nicht lauten "Wie viel muß ich arbeiten", sondern "Wie viel darf ich arbeiten". Jeder stellensuchende Wachmann hat 10 arbeitslose, qualifizierte Mitbewerber und mehr. Viele bieten sich an bei "freier Lohnvereinbarung", Allgemeinverbindlichkeit hin oder her, zahlreiche kommen aus den Beitrittsländern und arbeiten in München für Ost-Lohn. Wer meckert oder sich gar an die Medien wendet, fliegt. Auch aus Objekten der "öffentlichen Hand", und deren verbeamtete Personalvertretungen gucken zu und waren auch damit einverastanden, dass eine jahrelang geforderte Beachtung der "Tariftreue" der Auftragnehmer aus angeblichen EU-Vorschriften heraus beseitigt wurde.

  • Hallo 2m02cm-Mann und natürlich auch an alle Anderen hier im Forum
    Keine Frage, werde Euch auf dem laufenden halten. Ein verrücktes Thema über das soviel Informationen fehlen.
    Aber zu,, spectotor": kann ich mir nicht vorstellen, das 313h drin sind!? Da greifen soviele andere Gesetze, schier Unmöglich!
    Ganz zu Schweigen von endsprechenden Ausgleichen usw.
    Bin ganzschön tief in der Materie drin, Ergebnisse werde ich hier allen kund tun:)
    Kann hier nur schon mal soviel sagen- meine Beschwerde ist angekommen und scheint ganzschön Wellen zu machen:)
    Also, bis später und nicht böse sein, wenn ich mal nen Tag nix schreibe:) Wird ne g.... Woche werden.

  • Quote from "der WAL"

    ...kann ich mir nicht vorstellen, das 313h drin sind!?...


    ...das ist tatsächlich gar nicht so unwahrscheinlich - diese Stundenanzahl bewegt sich aber schon an der äussersten Obergrenze des Erträglichen (57) .


    Aber es gilt immer noch: man muss es ja nicht mitmachen :zw: ...