Sicherheitsmann vergisst Revolver auf der Toilette

  • NW-News.de


    Quote

    Gefährliches Diebesgut: Von der Toilette eines Möbelhauses an der Senefelder Straße in Paderborn ist am Freitagvormittag der geladene Revolver eines Sicherheitsmannes entwendet worden.
    Das für die Geldtransporte zuständige Sicherheitsunternehmen erstattete Anzeige wegen Unterschlagung bei der Polizei. Gegen 10.15 Uhr vergaß ein Mitarbeiter des Geldtransportunternehmens in der Kundentoilette des Möbelgeschäfts seinen "Smith&Wesson"-Revolver. Als er den Verlust wenig später bemerkte, fuhr er sofort zurück. Die Waffe war jedoch verschwunden. Die alarmierte Polizei suchte die Räumlichkeiten und das Umfeld abermals ab.
    Der Revolver konnte bisher nicht aufgefunden werden. Die Polizei warnt ausdrücklich vor dem Umgang mit dem geladenen Revolver. Für ungeübte Personen besteht höchste Gefahr im Umgang mit einer solchen Waffe. Sollte der Revolver außerhalb des Möbelhauses abgelegt oder weggeworfen worden sein, wird jeder Finder gebeten, sich unmittelbar mit der Polizei in Verbindung zu setzen. Zur Aufklärung der Unterschlagung sucht die Polizei Zeugen, die zwischen 10.15 und 10.45 Uhr verdächtige Beobachtungen in der Herrentoilette oder im Eingangsbereich des Möbelgeschäfts gemacht haben.



    Toll, das jetzt als eine Diebstahlshandlung darzustellen.


    Die ursprünliche Sache geht von dem Geldtransporteur aus, der seine Waffe leichtsinnigerweise hat auf einer öffentlichen Toilette "vergessen" hat. Der sollte sich sein Lehrgeld wiedergeben lassen. Seine Ausbildung war vielleicht nicht kostenlos, aber auf alle Fälle umsonst. :kotz:

  • Neuer Arbeitgeber muss nicht sein, falls er den Typen auch ohne Waffe einsetzen kann. Z.B. irgendwo als Pförtner oder so.
    Seine Zuverlässigkeit im Sinne des Waffengesetzes dürfte er eingebüßt haben.


    Zumindest, wenn unser örtlicher Sachbearbeiter das beurteilen dürfte. :zw:

  • Quote from "Franz"

    ...Z.B. irgendwo als Pförtner oder so...


    ...noch nicht einmal das (57) !!!


    Von diesem Mann würde ich mich trennen. Von Zuverlässigkeit kann hier in keinster Weise mehr die Rede sein...

  • Quote from "Franz"

    Neuer Arbeitgeber muss nicht sein, falls er den Typen auch ohne Waffe einsetzen kann. Z.B. irgendwo als Pförtner oder so.
    Seine Zuverlässigkeit im Sinne des Waffengesetzes dürfte er eingebüßt haben.
    Zumindest, wenn unser örtlicher Sachbearbeiter das beurteilen dürfte. :zw:


    Diese Story hörte ich bereits vor zwei Jahren, Zufall?
    Und von wegen "Arbeitgeber". Ein guter Bekannter von mir übernahm nebenamtlich die fachliche Betreuung der Waffenträger eines überregionalen Sicherheitsunternehmens, das auch im GWT aktiv ist. Dabei stellte es sich heraus, dass dort sich seit 3 Jahren niemand mehr kümmerte und auch eine Waffe fehlte...


    Das mit der "waffenrechtlichen Zuverlässigkeit" ist auch so eine Sache. Sie wird nach Gutsherrenart festgestellt. Sogar auch von Leuten, die es nicht einmal in ein reguläres Beamtenverhältnis brachten, einen Mittleren Schulabschluss ohne juristische und/oder fachpsychologische Vorbildung verfügen und als "Ang. i. geh. Verw. D." zeichnen.


    Und: Es gibt auch bewaffnete Pförtner...

  • Nachtrag aus:


    <!-- m --><a class="postlink" href="http://www.advo-gross.de/presse_mit_uns.html">http://www.advo-gross.de/presse_mit_uns.html</a><!-- m -->


    Wachpersonal muss sorgsam mit Waffen umgehen


    Halle/Berlin (dpa/tmn) - Wenn ein Wachmann seine Pistole liegen lässt, kann ihm fristlos gekündigt werden. So entschied das Landesarbeitsgericht Sachsen-Anhalt in Halle (Az.: 2 TaBV 11/08). Darauf weist die Deutsche Anwaltauskunft in Berlin hin. In dem Fall war einem Wachmann eines Geldtransportunternehmens während seiner Tour schlecht geworden. Als er zur Toilette ging, nahm er, entgegen der Dienstanweisung. die Pistole ab und hängte sie an einen Kleiderhaken. Erst Stunden später stellte er fest, dass er sie nicht mehr bei sich hatte. Statt bei seiner Einsatzleitung rief er in der Bank an, wo er die Toilette aufgesucht hatte, und bat einen Mitarbeiter, nach der Pistole zu sehen. Der Mitarbeiter nahm sie an sich, um sie am Abend zurückzugeben. Als das Wachunternehmen das erfuhr, kündigte sie ihrem Mitarbeiter. Das Landesarbeitsgericht urteilte, dass der achtlose Umgang mit der Pistole ein wichtiger Grund für eine fristlose Kündigung sei. Das gelte auch, wenn es dem Wachmann am besagten Tag gesundheitlich schlecht gegangen sei. Das Transportunternehmen müsse sich auch in kritischen Situationen auf seine Mitarbeiter verlassen können. Informationen: Deutsche Anwaltauskunft (Tel.: 01805/18 18 05 für 14 Cent pro Minute, Internet: www. anwaltauskunft.de) dpa/tmn wl ah Cr 190939 Jan 09 auch erschienen in: <!-- m --><a class="postlink" href="http://www.lvz-online.de">http://www.lvz-online.de</a><!-- m --> 19.1.09

  • Quote from "sepp"

    ...Wachpersonal muss sorgsam mit Waffen umgehen... - ...Das Transportunternehmen müsse sich auch in kritischen Situationen auf seine Mitarbeiter verlassen können...


    Na dann lieg' ich mit meiner Meinung ja richtig. Gerade aus diesem Grunde würde ich mich von dem Mann trennen :zw: .


    Im Umgang mit Waffen darf es keine "Schusseligkeit" geben. Auch wenn es einem schlecht geht :bö: ...

  • Hallo zusammen,


    Würde Cujo´s Beitrag unterschreiben.
    Auch ich bin der Meinung, dass ein MA, der mit seiner zugeteilten Waffe Fahrlässig oder Schuldhaft umgeht,
    nichts mehr im Bereich der Schusswaffe zu suchen hat.
    Die Einführung der H&Kp30 steht bei uns kurz bevor, da werden die ein oder anderen Kollegen wahrscheinlich
    Probleme bekommen, da sie seit 20 oder 30 Jahren mit dem Revolver umgehen.
    Ich hoffe, dass hier nichts weiter passiert, die MA wurden geschult, leider bleibt immer ein Restrisiko.


    Gruß 2m02cm-Mann



    Ich glaube fest daran, dass die schönste Stunde eines jeden Mannes - die erfüllung all seiner Sehnsüchte... der Augenblick ist wenn er sich für eine Gute Sache ganz verausgabt hat und erschöpft auf dem Schlachtfeld liegt - als Sieger.
    Vince Lombardi (1913-1970)

  • Quote from "2m02cm-Mann"

    ...Die Einführung der H&Kp30 steht bei uns kurz bevor, da werden die ein oder anderen Kollegen wahrscheinlich Probleme bekommen, da sie seit 20 oder 30 Jahren mit dem Revolver umgehen...


    das objekt hört sich ja ganz nach einem akw im hohen norden an :zw:

  • Ist vorgegeben des Staates wegen.
    Des weiteren steht im Gesetz, dass AKW MA die selbe Schusswaffe tragen sollen,
    wie die des Polizeidienstes oder ähnlichen Instituten.


    Und ja, es ist ein AKW. ( Eins und Eins zusammengezählt ).


    Gruß 2m02cm-Mann



    Ich glaube fest daran, dass die schönste Stunde eines jeden Mannes - die erfüllung all seiner Sehnsüchte... der Augenblick ist wenn er sich für eine Gute Sache ganz verausgabt hat und erschöpft auf dem Schlachtfeld liegt - als Sieger.
    Vince Lombardi (1913-1970)

  • Ist letztes Jahr auch ner Polizistin passiert, allerding auf einer Gerichtsverhandlung Bandidos gegen Angels :no:

    Most of the time you figure that everyone else reason is better than yours - but one day i learn.
    BUK Rodendo Beach - On the Ninehorseracetrackbar

  • Es ist mir ein Rätsel wie Dienstblind (?) einige Kollegen sind! Ich verstehe nicht wie man so Fahrlässig mit einer Schusswaffe umgehen kann. Ansonsten tauchen solche Story´s ja alle Jahre wieder auf. Man kann nur hoffen dass solche Leut nie wieder eine Waffe tragen dürfen.


    LG

    „Ohne Sicherheit ist keine Freiheit.”
    Wilhelm von Humboldt (1767-1835), dt. Philosoph u. Sprachforscher

  • Ganz so weit würde ich nicht gehen.


    Abmahnung auf jeden Fall, aber sofort ex-und-weg (wenn auch "nur" aus dem GWT) sicher nicht. Hier geht es auch um die näheren Umstände, die aus dem Artikel nicht hervorgehen. Es kommt auch auf den Mitarbeiter an. Jemanden der seit zig Jahrne zuverlässig war und jetzt einmal einen solchen Fehler macht deswegen sofort zu entlassen wäre zu viel die Guten. Bei allem was recht ist.

  • Hallo Einsatz24,


    ich gebe dir Recht, dass einem MA, der sich jahrelang nichts zu Schulden kommen hat lassen,
    nicht sofort die Kündigung ausgesprochen werden sollte, wenn er einen " Fehler " begeht.


    Aber .....


    Hier geht es um den Bereich Schusswaffen.
    Man stelle sich nur vor, jemand bekommt diese Waffe in die Hand.
    Ein Zugriff einer Fremden Person, was die eigene Waffe angeht, ist absolut zu unterbinden.
    Dies schreibt schon das Waffengesetz vor.
    Da bleibt dem AG, wenn er nicht wirklich eine Alternative hat, keine andere Wahl,
    als dem MA die Kündigung auszusprechen, was vor dem Arbeitsgericht wohl ohne Probleme durchgeht.
    Was die Behörde mit der Zuverlässigkeit macht, ist noch eine andere Sache.


    Es gibt auch bei uns in der Anlage den ein oder anderen MA,
    der der Meinung ist, wenn er mal etwas bei einer Fahrzeugkontrolle übersieht,
    ist das halt so, da Menschlich.
    Der Vorgesetzte und der Auftraggeber sehen das hier aber ein bisschen anders.


    Wenn eine Kontrolle schluderig durchgeführt wird, weil der MA gerade keine Zeit hat ( was nicht vorkommt )
    oder den MA der Kontrolliert wird, schon seit Jahren kennt, hier nicht ordentlich kontrolliert
    und es passiert etwas, wie auch immer das aussehen mag, ist er weg!!!!!
    Und da spielt es keine Rolle, wie lange der MA schon im Unternehmen ist oder in der Anlage arbeitet.
    Dies ist den meisten Kollegen, auch die, die schon länger da sind, nicht bewusst.


    Man kann über viele Dinge hinweg/Drüber sehen, da bin auch ich in manchen Sachen der Meinung,
    wenn sie keinen Schaden fürs Unternehmen darstellen,
    aber bei Schusswaffen und ihrem Umgang sehe ich das sehr genau.


    Ist natürlich nur meine Meinung, auf weitere Meinungen bin ich gespannt.


    Gruß 2m02cm-Mann


    PS: Ich selbst sehe über viele Dinge nicht hinweg. Ist einfach mein innerer Antrieb,
    meine Arbeit ordentlich zu machen.



    Ich glaube fest daran, dass die schönste Stunde eines jeden Mannes - die erfüllung all seiner Sehnsüchte... der Augenblick ist wenn er sich für eine Gute Sache ganz verausgabt hat und erschöpft auf dem Schlachtfeld liegt - als Sieger.
    Vince Lombardi (1913-1970)

  • Das dies nicht passieren kann ist klar, nur muss man alles im Kontext sehen. Es ist leicht als Waffenträger dies zu verlangen, wenn man gemütlich im AKW oder bei der BW sitzt.


    Im GWT sieht die Realität leider anders aus. Ich selber habe Ochsentouren hinter mir, wo man zig Stunden auf Tour war, von 8 bis 23 Uhr nur um dann festzustellen, dass die Tour am nächsten Tag um 6 anfängt und gegen 18 Uhr zu Ende sein wird. So etwas ist leider durchaus die Regel, gerade bei den Branchenriesen. Wenn da dann solche Fehler passieren, dann trägt nicht nur der Mitarbeiter die Schuld, sondern auch die Leute, die ihn losschicken.


    Ich sag's mal so: Wenn ich nach Zig Stunden Dienst und nichtmal der Hälfte der Ruhezeit vom meinem Einsatzleiter für


    a) fahrtüchtig
    b) diensttauflich
    c) zuverlässig im Umgang mit Waffen


    gehalten werde, dann frag' ich mich auch, ob der noch alle Tassen im Schrank hat. Das dann im Zweifelsfall auch den Arbeitgeber eine Schuld trifft ist die nächste Sache. Immerhin trägt er auch Verantwortung dafür WEN er mit Waffe nach Draußen schickt. Klar kann ich mich als Arbeitnehmer in dem Fall wehren, aber wohin das führt wissen wir alle (Stichwort "befristete Verträge").


    Deswegen stoßen mir Sätze wie z.B. von Franz wie "Die ursprünliche Sache geht von dem Geldtransporteur aus, der seine Waffe leichtsinnigerweise hat auf einer öffentlichen Toilette "vergessen" hat. Der sollte sich sein Lehrgeld wiedergeben lassen. Seine Ausbildung war vielleicht nicht kostenlos, aber auf alle Fälle umsonst.". Hier wird unreflektiert etwas angenommen.


    Fakt ist, dass so etwas nicht passieren darf, aber trotzdem passieren wird. Da kann man gegen tun was man will. Wenn einem Neuling so etwas passiert: Weg. Bei einem alten Hasen sieht das etwas anders aus.


    Wie sagt man so schön: Wer mehr macht, macht auch mehr Fehler.

  • Hallo Einsatz24,


    Nun, zunächst sollte das kein Vergleich auf die Branchen sein, sondern im allgemeinen
    den Umgang mit der Schusswaffe darstellen.
    Das MA, die in einem AKW oder einer BW Liegenschaft arbeiten, sich den ganzen Tag die Eier schaukeln,
    ist wohl eine bloße Vermutung, da ich davon ausgehe, dass du noch nie in einer der angegebenen Bereiche gearbeitet hast.
    Umgang mit Waffe ist Umgang mit Waffe. Da spielt es keine Rolle, in was für einem Zusammenhang.
    Ob er MA nun 12 oder 15 Std. auf dem Bock sitzt oder nicht, spielt hier auch keine Rolle.


    Was die Schuldzuweisung angeht, gebe ich dir auch hier Recht, da ich der Meinung bin,
    dass auch ein Vorgesetzter eine gewisse Führsorge-, Belehrung- und Ausbildungspflicht hat.


    Das aber nur so nebenbei.


    Das eine solche Ochsentour keinem Spaß macht, kann ich verstehen, liegt wohl dann am MA selbst,
    ob er das akzeptiert oder am Unternehmen, dass eine gewisse Unternehmensphilosophie pflegt.


    gruß 2m02cm-Mann



    Ich glaube fest daran, dass die schönste Stunde eines jeden Mannes - die erfüllung all seiner Sehnsüchte... der Augenblick ist wenn er sich für eine Gute Sache ganz verausgabt hat und erschöpft auf dem Schlachtfeld liegt - als Sieger.
    Vince Lombardi (1913-1970)

  • Quote from "2m02cm-Mann"


    Das MA, die in einem AKW oder einer BW Liegenschaft arbeiten, sich den ganzen Tag die Eier schaukeln,
    ist wohl eine bloße Vermutung, da ich davon ausgehe, dass du noch nie in einer der angegebenen Bereiche gearbeitet hast.


    Es geht nicht um das Eierschaukeln, sondern eher um die anderen Arbeitsbedingungen.


    Ich gehe einfach mal davon aus, dass ein Wachmann in einem AKW oder bei der BW oder in anderen bewaffneten Dienststellen nicht in die Verlegenheit kommt an so vielen verschiedenen Orten in so kurzer Folge zu sein, wie es ein GWT-Fahrer fast jeden Tag hat.


    Ich sag's mal so: Wenn Du oder ich einen Schlüssel verlieren, dann sind die möglichen Orte wo dies passiert ist recht begrenzt. Die GWT-Fahrer mit ihrem ewgigen "heute hier und morgen dort" haben da schon ganz andere Sorgen...