Frage zur EMA

  • Servus,


    wozu dient die Zwangsläufigkeit in einer EMA?


    Sie verhindert die Scharfschaltung einer EMA, wenn ein Alarm bei z. B. Sabotage anliegt.


    Kann mir jemand erklären warum das so ist, bzw. eine Definition zur Zwangsläufigkeit bei einer EMA geben.


    Danke

    [center]Viel von meinem Geld hab ich für Alkohol, Weiber und BMW´s ausgegeben. Den Rest hab ich einfach verprasst …[/center]

  • Hi Cradle,


    um eine EMA scharfschalten zu können, müssen sich all' ihre Komponenten (Magnetkontakte, Riegelkontakte, Bewegungsmelder, etc.) "zwangsläufig" im Ruhezustand befinden. Praktisch bedeutet das, dass z. B. alle Fenster, Oberlichter, Türen, etc. geschlossen sein müssen (also der Kontakt ist geschlossen). Bei Türen mit einer Verschlussüberwachung müssen diese z. B. zweimal mit dem Schlüssel abgeschlossen sein. Sollte ein irgendwann mal ausgelöster Einbruch-/bzw. Sabotagealarm noch "anstehen", muss dieser "zurückgesetzt" werden, damit die "Zwangsläufigkeit" überhaupt wieder hergestellt werden kann. Bei vielen EMAs kann man eine sog. "Schliessbereitschaftsprüfung" durchführen, falls sich diese mal nicht scharfschalten lässt. Man kann damit prüfen, wo ein Komponent dieser EMA sich nicht "in Ruhe" befindet (Magnetkontakt an einem noch geöffneten Oberlicht).


    Ich hoffe, Dir damit geholfen zu haben.


    Gruss, cujo.


    Zwangsläufigkeit:


    Maßnahme, die verhindert, dass eine nicht in allen Teilen funktionsfähige EMA scharfgeschaltet werden kann oder bei einer scharfgeschalteten EMA versehentlich Externalarm durch den Betreiber ausgelöst wird (z.B. Begehung der Räume ohne vorherige Unscharfschaltung).

    Bauliche Zwangsläufigkeit:


    Alle baulichen Maßnahmen zur Einhaltung der Zwangsläufigkeit, z.B. Sperrschlösser, einseitige Schließbarkeit von Außentüren.


    Elektrische Zwangsläufigkeit:


    Alle elektrischen Maßnahmen zur Einhaltung der Zwangsläufigkeit, z.B. Verschlussüberwachung von Außentüren, elektrische Verriegelung von Sperrelementen bei scharfgeschalteter EMA, Blockierung der als Blockschloss ausgeführten Schalteinrichtung bei nicht voll funktionsfähiger EMA.


    Organisatorische Zwangsläufigkeit:


    Alle organisatorischen Maßnahmen zur Einhaltung der Zwangsläufigkeit, z.B. Zugangs-, Anwesenheits- und Abgangsüberwachung von Personen.


    Quelle: VdS.

  • Hallo Cradle


    Wenn die EMA in eine NSL aufläuft wird dann ein Scharfschalten meistens zwangsläufig erwirkt durch Alarmschaltungen die je nach Kundenwunsch meist nach Ladenschluss, Wochenendtage ab einem bestimmten Zeitraum vereinbart wird. Ist nicht scharf geschaltet wird der Alarm ausgelöst. Es kann je nach Alarmplan der Geschäftsinhaber benachrichtigt werden oder es wird eine Interventionskraft vor Ort gesendet. Oder nach 25 Std. eine Routine Zustandsüberprüfung durch das System ausgeführt wird. Denn es passiert nicht selten dass zwar die Türen sich abschließen lassen aber die Alarmanlage nicht scharf geschaltet ist. Und es den Mitarbeiten gar nicht bewusst wird das eine unscharf geschaltete Anlage keine Absicherung gegen Einbruch usw. hat.
    So als Info wenn es dich interessiert.
    :bier:

  • Quote from "hunter45"

    Wenn die EMA in eine NSL aufläuft wird dann ein Scharfschalten meistens zwangsläufig erwirkt durch Alarmschaltungen die je nach Kundenwunsch meist nach Ladenschluss, Wochenendtage ab einem bestimmten Zeitraum vereinbart wird. Ist nicht scharf geschaltet wird der Alarm ausgelöst.


    Ist zwar alles richtig, aber: Das hat aber mit der erfragten Zwangsläufigkeit der EMA nichts zu tun.


    Die Zwangsläufigkeit soll nicht des Vergessen des Scharfschaltens verhindern,
    sie soll verhindern, dass eine nicht vollständig betriebsbereite EMA scharf geschalten wird.



    Quote from "hunter45"

    Oder nach 25 Std. eine Routine Zustandsüberprüfung durch das System ausgeführt wird.


    Die Routine hat damit auch nichts zu tun... die Routine ist auch weniger eine Zustandsprüfung als vielmehr eine Prüfung, ob die Anlage insgesamt noch "lebt" und zur Notrufzentrale überträgt.
    Bei manchen Anlagen wird zT noch der Blockstatus mit der Routine zusammen gesendet, da könnte man durchaus erkennen ob an der EMA Linien anstehen oder die EMA unscharf ist. Allerdings wird das je nach verwendeter Leitstellensoftware nicht zwingend dann auch ausgewertet, das schreibt der VdS auch gar nicht vor.



    Quote from "hunter45"

    Denn es passiert nicht selten dass zwar die Türen sich abschließen lassen aber die Alarmanlage nicht scharf geschaltet ist.


    Klar lassen sich Türen abschließen ohne Scharfschaltung, das hat ja mit der EMA an sich wenig zu tun (es sei denn, die EMA wird durch ein Blockschloss scharf geschalten, das mit dem normalen Schließzylinder gekoppelt ist). Der Mitarbeiter, der vergisst die EMA scharf zu schalten, hat mit der Zwangsläufigkeit auch weniger zu tun.


    Die Zwangsläufigkeit soll den umgekehrten Fall verhindern: Eben daß die EMA scharf geschalten wird, ohne daß zB die Eingangstür verschlossen ist.

  • Hi Haifisch
    Es ist ja nur eine Zusatzinfo zu der EMA .
    Die Eigenständigkeit der EMA am Gebäude und in der NSL spielen sich gegenseitig den Ball zu besser gesagt die Fehlerquelle Mensch sollte minimiert werden.
    Es gibt ja x Möglichkeiten das Objekt mit der EMA zu sichern, mit einer NSL oder nicht.


    Voraussetzung für die Anerkennung einer EMA der Klasse A, B oder C durch VdS ist, dass die Anlage nach diesen Richtlinien geplant und unter ausschließlicher Verwendung VdS - anerkannter Anlageteile, die auf funktionsmäßiges Zusammenwirken als System abgestimmt sind (VdS - anerkanntes Einbruchmeldesystem der Klasse A, B oder C) oder keiner Systembindung unterliegen, von einer VdS-anerkannten Errichterfirma unter Beachtung der anerkannten Regeln der Technik errichtet worden ist. Insbesondere gelten DIN VDE 0100, DIN VDE 0800, DIN EN 50131 ff. sowie DIN VDE 0833-1 und DIN VDE 0833-3 in der jeweils gültigen Fassung. Bei EMA mit Anschluss an die Polizei gelten zusätzlich die entsprechenden Bestimmungen der Polizei (Richtlinie für Überfall- und Einbruchmeldeanlagen mit Anschluss an die Polizei - ÜEA).



    Die Routineüberprüfung testet die zwei physikalischen unterschiedlichen redundanten Verbindungen vom Objekt zu der NSL als erstes gleich mit der Zustandsüberprüfung der Verbindungen und der je nach Einstellung die EMA. Aber es wird viele Möglichkeiten geben wie ein Objekt mit der EMA oder GMA geschaltet wird. :bier:

  • Hi,


    wir hat vor ein oder zwei Tagen das Problem, dass sich eine EMA trotz vollständiger Betriebsbereitschaft nicht Scharfschalten lies.
    Der Kollege vor Ort hatte dann den Techniker am Handy und hat auf Anweisung eine Zwangscharfschaltung durchgeführt.
    Dann gibt es auch noch die Möglichkeit die Bereitschaft her zu stellen, einen Bypass zu setzen.


    Wenn ich euch richtig verstehe, wird in beiden Fällen die Zwangsläufigkeit ausser Kraft gesetzt, um ein Scharfschaltung zu erzwingen.
    Ist so richtig???