Gebrauch von Teleskopschlagstöcken

  • Hallo.



    Ich bin schon seit längerer Zeit auf der suche, nach einem Bericht in dem steht das Menschen die im Schutzdienst tätig sind, keinen Waffenschein für einen Teleskopschlagstock brauchen.


    Es geht um Folgendes:


    Es kursiert zur Zeit das Gerücht, das Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma keinen Waffenschein oÄ für den Gebrauch bzw. das Tragen eines Teleskopschlagstocks brauchen.


    Weder auf Privat noch auf Öffentlichen Veranstaltungen, das Tragen von Schlagstöcken, soll vor, während und nach dem Dienst auf legaler weise sein.


    Ich wollte mich nur mal genauer über dieses Thema informieren, da Ich keine Lust habe mir eine Anzeige einzufangen, weil Ich irgendwo ein falsches Gerücht aufgefangen habe.



    - Wenn der Schutzdienst einen Schlagstock bei sich führen darf, ohne Waffenschein, - in wie Weit dürfen Sie diesen Einsetzen, oder dürfen Sie ihn überhaupt einsetzen?

  • Zitat BONOWI:


    Der EKA wird nur an folgende Personengruppen verkauft:
    - Polizeibeamte
    - MP-Feldjäger
    - Zollbeamte
    - BGS-Beamte
    - Waffenbesitzkarten (WBK)
    - Waffenschein-Inhaber
    - Jagdschein-Inhaber


    (eine Abgabe an andere Personen bzw.
    ohne Nachweis der Zugehörigkeit zu einer der o. g. Gruppen ist ausgeschlossen)


    LINK:
    <!-- m --><a class="postlink" href="http://www.ssb-shop.com/schlagstoecke/teleskopstoecke/bonowi-teleskopschlagstock-autolock-eka-mit.html">http://www.ssb-shop.com/schlagstoecke/t ... a-mit.html</a><!-- m -->

    [blink][think]Wer Fehler findet darf sie behalten![/think][/blink]

  • Okay, man muss also keinen Waffenschein oÄ für einen Schlagstock besitzen.



    Aber ob ein Türsteher einen Schlagstock bei einer Veranstaltung bei sich führen darf, ohne irgendwelche Rechtlichen Konsequenzen zu bekommen, sobald er diesen Einsetzt falls er Angegriffen wird, wurde hier nicht Beantwortet.



    Was würde mir Passieren, wenn Ich einen Schlagstock gegen einen Gast einsetze, der mich Angreift, - Ich ihm das teil auf den Arm oder gegen das Bein Schlage, und dieser mich Anzeigt?


    Darf ich überhaupt einen Schlagstock bei mir Führen?


    Mit wem muss Ich das abklären, ausser Chef und Kunde?

  • Schlagstöcke sind Waffen nach dem Waffengesetz, allerdings erlaubnisfreie Waffen, daher auch kein Waffenschein oder Waffenbesitzkarte. Erwerb und Besitz sind für jeden Volljährigen ohne Probleme möglich (es sei denn, der Verkäufer will nicht an jeden, siehe Bonowi)


    Es gibt jedoch Einschränkungen beim Führen.
    Grundsätzlich besteht ein Führverbot von Schlagstöcken außerhalb befriedetem Besitztum (=Öffentlichkeit) nach §42a WaffG, es sei denn man fällt unter die Ausnahmen (berechtigtes Interesse, z.B. Berufsausübung).
    Bei Veranstaltungen allerdings wäre auch der §42 WaffG einschlägig, der ein generelles Verbot von Waffen vorsieht. Ausnahmen davon gibt es theoretisch, praktisch kenne ich jedoch keine.



    Wichtig wäre natürlich - unabhängig von den waffenrechtlichen Dingen - zunächst die Erlaubnis des Chefs bzw. Auftraggebers zum Führen der Hiebwaffe.



    Was den Einsatz angeht: In Notwehr dürfen grundsätzlich alle geeigneten und erforderlichen Mittel eingesetzt werden, unabhängig davon ob der Gegenstand nun legal oder illegal geführt wird.

  • Hi, was Haifisch da sagt ist vollkommen richtig. Wir hatten es gerade in der § 34a Sachkundevorbereitung.Es ist ein erlaubte Waffe für Personen über 18 Jahre, aber verboten das Führen ohne Sondererlaubnis bei öffent. Veranstaltung. Notwehr ist klar. Sonst unbedingt das alles mit deinem Arbeitgeber durchsprechen.

  • Quote from "Methu140562"

    Es ist ein erlaubte Waffe für Personen über 18 Jahre, aber verboten das Führen ohne Sondererlaubnis bei öffent. Veranstaltung.


    Das Führen ist nicht nur bei öffentlichen Veranstaltungen verboten (sofern keine Ausnahmegenehmigung der Behörde vorliegt, die praktisch nie erteilt wird), sondern auch sonst in der Öffentlichkeit, sofern kein berechtigtes Interesse vorliegt.
    Man darf zB auch keinen Schlagstock, egal ob nun Tonfa oder Teleskopschlagstock im Privatauto zugriffsbereit liegen haben, das zählt auch als führen.


    Das Verbot von Waffen bei öffentlichen Veranstaltungen regelt der §42 WaffG, das Führverbot allgemein und dessen Ausnahmen regelt der §42a WaffG.

  • Diese Regelung finde ich nun wieder total überflüssig. Ich dürfte also keinen Teleskopschlagstock zwischen Fahrer- und Beifahrersitz griffbereit vorhalten, aber ein Baseballschläöger auf der Rückbank, der im Einsatzfall ja viiel mehr Schaden anrichtet als der Schlagstock, darf ich da liegen haben, genau so wie ein Eisenrohr zum Zwecke der Selbstverteidigung?

  • Mal überlegen:


    Teleskopschlagstöcke sind Gegenstände, die ihrem Wesen nach dazu bestimmt sind, unter unmittelbarer Ausnutzung der Muskelkraft durch Hieb, Stoß, Stich, Schlag oder Wurf Verletzungen beizubringen.


    Baseballschläger sind ihrem Wesen nach dazu bestimmt, in einer bestimmten Sportart einen kleinen Ball unter unmittelbaren Ausnutzung der Muskelkraft durch Schlag möglichst weit weg zu befördern.


    Eisenrohre sind ihrem Wesen nach dazu bestimmt, z.B. Flüssigkeiten im Inneren des Rohres weiterzuleiten.


    Demnach sind in dieser Aufzählung zunächst nur Teleskopschlagstöcke Waffen im Sinne des Waffengesetzes, folglich kann auch nur beim Teleskopschlagstock ein Verstoß nach dem WaffG vorliegen.



    Wer bestimmt denn nun, wann ein Gegenstand eine Waffe ist und wann nicht?


    Grundsätzlich zunächst der Hersteller des Gegenstandes, im weiteren aber auch der Eigentümer und Nutzer des Gegenstandes.
    So wird z.B. aus dem Eisenrohr vollkommen zweifellos eine Waffe, wenn zB an einem Ende ein Griff aus Isolierband gefertigt wird und so das Eisenrohr als Schlagstock umfunktioniert wird und vom Nutzer damit als Gegenstand dazu bestimmt wird, unter unmittelbarer Ausnutzung der Muskelkraft durch Hieb, Stoß, Stich, Schlag oder Wurf Verletzungen beizubringen.


    Beim Baseballschläger sieht es ähnlich aus. Der normale Baseballschläger ist nicht mehr als ein Sportgerät, weil er vom Hersteller als solcher bestimmt wurde.
    Ritzt nun der Besitzer zB "Assiklatsche" in den Schläger, bestimmt er ihn zweifellos selbst als Waffe.


    In beiden Fällen, Assiklatsche und umwickeltes Eisenrohr wäre es auch ohne weiteres möglich, einen Verstoß gegen das WaffG §42a zu pinnen, genau wie beim Teleskopschlagstock.



    Liegen vollkommen "unbehandelte" Gegenstände dieser Art im Fahrzeug, wird es ungleich schwerer bis unmöglich, einfach so einen Verstoß gegen das WaffG zu begründen. Der Nutzer bzw Besitzer bestimmt die Gegenstände für sich zwar auch bereits als Waffe (zB zum Zwecke der Selbstverteidigung), es mangelt allerdings an objektiven Merkmalen, die für jedermann erkennbar sind. Es gibt zwar durchaus Möglichkeiten um die Wahrheit herauszufinden und dann ggf. auch einen Verstoß gegen das WaffG zu pinnen, aber ich werde mich hüten, hier zuviel zu verraten.


    Das bedeutet aber nun nicht, daß der amtsbekannte Krawallbruder beispielsweise seinen Baseballschläger oder das Eisenrohr einfach grundsätzlich immer behalten kann.
    Die Polizei kann unter bestimmten Voraussetzungen die Gegenstände im Rahmen der Gefahrenabwehr einkassieren.

  • Zum Thema Baseballschläger fält mir noch was ein.


    gegenüber von uns wurde mal ein Auto angesteckt. Nachdem der Einsatz für Polizei und feuerwehr beendet war, hatte der Besitzer des Autos einen Verdächtigen im Sinn, da derjenige schon vor Gericht Rache angedroht hat. Naja, ich stand direkt an der Auffahrt, weil ich ja auch den brand als erster Entdeckt und die Einsatzkräfte alamiert habe und wiel ich von Natur aus Neugierig bin, ließ ich mir das nichgt entgehen. naja, der Besitzer des Autos riß eine Latte vom Jägerzaun und wolte zu den Typen rennen, den er im Verdacht hat. Auf ein mal lief ihn ein Jugendlicher hinterher, hielt ihm am Arm fest und sprach mit ihn. Ich dachte er wolle ihn aufhalten aber er hat nur gesagt, das er noch einen Baseballschläger hat, den er benutzen kann. Den hat er dann auch gekriegt und später hat der Besitzer des Autos den Jugendlichen den Schläger abgekauft :pein:

  • Ich hab mir vor kurzen ein Teleskopschlagstock im Security/Polizeiaustattungsladen erworben...Der Verkäufer wollte meinem Dienstausweis sehen und mein Personalausweis. Meine Daten und die Seriennummer des Schlagstockes wurden notiert und das wars. Der Verkäufer meinte, falls Ich ihn an jemanden weitergebe, bekomme Ich ne Strafanzeige. Die Schlagstöcke aus Gummi sind wohl verboten, wegen der ungenauen Treffsicherheit und der aus Stahl ist wohl im Dienst geduldet. Auch die Herren der Polizei die mit in der Schlange standen, stimmten der Aussage zu

  • Quote from "Driver"

    Der Verkäufer meinte, falls Ich ihn an jemanden weitergebe, bekomme Ich ne Strafanzeige.


    Eine Strafanzeige wegen was..?


    Dienstausweis,,Personalausweis..??So ein Quatsch, die Dinger kann man auf jedem Flohmarkt kaufen, einschließlich der auswechselbaren " Köpfe"

  • Ich habe meinen EKA damals im Versand bestellt und vorher dort angerufen und wg. der Regelung nachgefragt. Rechtlich nicht bindend, sondern nur eine "Vorgabe" des Herstellers, der damit sein Produkt überbewerten und exklusiver machen will (wobei hierzu schon der Preis langt). Damals hatte ich noch keinen Waffenschein, aber nachdem ich angegeben und belegt hatte, dass ich ausgebildete IHK-Fachkraft bin, ging' das damals auch so in Ordnung, weil der Verkauf an einen legitimen und entsprechend qualifizierten und seriösen Abnehmer erfolgte.

  • Quote

    Frag' BONOWI warum die das so gerne hätten.


    Nein, ich frage dich!



    Quote

    Nicht viel.


    ..und das Wenige wäre..?

  • Quote from "schulungsleiter"

    Nein, ich frage dich!


    Wie soll ich Dir erklären, warum eine bestimmte Firma etwas auf ihre Produktflyer schreibt?


    Quote

    ..und das Wenige wäre..?


    Bestimmte rechtliche Kenntnisse? Ein gewisser Vertrauensvorschuss dass ich mit dem Teil keinen Schabernack treibe? Ein nachvollziehbarer Grund sich für ein derartiges Gerät zu interessieren?


    Wie gesagt, die Vorgaben zum EKA kommen alleine von der Firma BONOWI. Wie und ob sie ein Händler dann umsetzt... :fr:

  • Hei,
    der Schlagstock in welcher Ausführung auch immer, ist im Sinne des Gesetzes eine Waffe, wofür es keinen Waffenschein aber die Genehmigung von, wie schon erwähnt Auftraggeber bzw. Vorgesetzten bedarf, wobei ich allerdings nicht unbedinngt den Auftraggeber oder Ansprechpartner beim Kunden fragen würde, denn die wollen einen mit Hauptsächlich so sehen.


    Und die Behörden sollten hierbei mit in Kenntniss gesetzt werden, was den Baseballschläger betrifft, gilt dieser im Sinne des Gesetzes zur Sportlichen Betätigung, wohlgemerkt Skurill aber war, du darfst sogar mit einer Machete Öffentlich rumlaufen, da diese im Sinne des Gesetzes nicht als Waffe gilt, sondern ich nenne es mal zur Beseitigung von Buschwerk oder ähnliches.