Schwarzarbeit im Sicherheitsgewerbe ermittelt - Gericht verhängt Freiheitsstrafe von einem Jahr auf Bewährung

Der Inhaber einer Sicherheitsfirma mit Sitz in Bayern ist durch das Amtsgericht Nürnberg zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr auf Bewährung verurteilt worden. Bei Durchsuchungsmaßnahmen der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamts Lörrach im Jahr 2010 wurden nicht nur Beweise für Schwarzarbeit, sondern auch eine verbotene Schusswaffe und Munition aufgefunden. Das Urteil ist mittlerweile rechtskräftig.


Durch Kontrollen des Zolls und der Polizei in einer Diskothek und auf einer Veranstaltung im Kreis Lörrach ergaben sich Anhaltspunkte dafür, dass Arbeitnehmer nicht zur Sozialversicherung angemeldet waren. Bei der sich anschließenden Hausdurchsuchung stießen die Zollbeamten zufällig auf Waffen und Munition.


Dem Firmeninhaber konnten insgesamt 25 Fälle nachgewiesen werden, in denen er seine Arbeitnehmer über einen längeren Zeitraum hinweg nicht ordnungsgemäß zur Sozialversicherung angemeldet hatte. Dabei entstand den Sozialkassen ein Schaden von knapp 16 000 Euro. Da er geständig und von einer positiven Sozialprognose auszugehen war, setzte das Amtsgericht die Strafe wegen Vorenthaltens und Veruntreuens von Arbeitsentgelt zur Bewährung aus.


Das Amtsgericht Lörrach hatte ihn bereits im Jahr 2011 wegen der Waffendelikte zu einer Bewährungsstrafe von zehn Monaten verurteilt.


(Presseinfo: Hauptzollamt Lörrach vom 26.3.14)

Comments 3

  • Hmh .... irgendwie verwundert mich das ein wenig... 2011 ist er wegen Waffendelikten zu einer Bewährungsstrafe verurteilt wurden und trotzdem verurteilt ihn das Amtsgericht wegen "positiver Sozialprognose" wieder nur zu einer Bewährungsstrafe ... Grübel Grübel

  • Früher lief der Inhaber eines kleinen Sicherheitsdienstes in M. in "Schlappen" vor ans Büdchen, wenn er plötzlich Personal brauchte. Da hat er dann die anwesenden Biertrinker gefragt, ob sie sich nicht paar Märker verdienen wollten. Aber das ist ewig her...

  • Sowas gibt es heute auch noch?