Sicherheit im Dienstalltag

Mit dem 2. Artikel unserer Blog-Aktion “Wach- und Sicherheitsdienst Job mit Zukunft” möchten wir uns etwas intensiver mit dem Faktor “Sicherheit im Dienstalltag” befassen. Dass die Tätigkeit als privater Sicherheitsdienstmitarbeiter automatisch mit so einigen Risiken verbunden ist, dürfte sicherlich jedem von Euch klar sein. Weniger bewusst ist Euch jedoch vielleicht die Tatsache, dass sich ein Großteil des alltäglichen Gefahrenpotentials erheblich einschränken lässt. Was es damit genau auf sich hat, soll in dem folgenden Beitrag diskutiert werden


Maximale Sicherheit durch optimale Qualifikation


Eigentlich erklärt es sich von selbst, dass sich eventuelle Herausforderungen im späteren Berufsalltag leichter meistern lassen, wenn man auf eine solide Ausbildung zurückgreifen kann. Dies trifft in erhöhtem Maße auch auf Tätigkeiten in der Sicherheitsbranche zu. Zwar schaffen sogenannte Hilfsarbeiter-Qualifikationen wie beispielsweise die Unterweisung nach §34a oder die Sachkundeprüfung nach §34a eine 'gesunde Basis', dass Euch diese jedoch auch gebührend auf besonders kritische und nicht selten komplexe Konfliktsituationen vorbereiten, ist fraglich.
Angesichts der in der modernen Gesellschaft stetig steigenden Sicherheitsrisiken erweist es sich jedoch als zwingend notwendig, durch eine qualitativ hochwertige Ausbildung sowohl maximalen Schutz für Euch als frischgebackene Sicherheitsdienstmitarbeiter als auch für die Euch anvertrauten Personen bzw. Objekte zu garantieren.
Die Rede ist hier von einer professionellen Berufsausbildung im Sicherheitsdienst. Besonders empfehlenswert sind in diesem Zusammenhang die bereits in unserem ersten Blog-Beitrag angesprochene dreijährige Ausbildung als Fachkraft für Schutz und Sicherheit sowie das zweijährige Pendant mit dem Berufsabschluss Servicekraft für Schutz und Sicherheit. Während Ihr mit den oben erwähnten Minimal-Qualifikationen lediglich eine Einführung in das rechtliche Grundwissen erhaltet, wird Euch in einer Berufsausbildung das gesamte Handwerkszeug vermittelt, welches es Euch ermöglicht, in jeder noch so brenzligen Konfliktsituation schnell und souverän zu reagieren.
Dass während des Studiums sowohl auf theoretische als auch auf praktische Inhalte zurückgegriffen wird, ist selbstverständlich. Besonders bewährt hat sich beispielsweise die Vermittlung von Deeskalationstechniken, welche im Rahmen der Qualifikation zur Fachkraft für Schutz und Sicherheit Standard ist. Erstes Ziel ist hier natürlich immer, in einer kritischen Situation die Nerven zu behalten und die potentielle Gefahr möglichst auf kommunikative Weise zu bannen, anstatt die eigenen Körperkräfte einzusetzen. Im Rahmen der Ausbildung werden daher mögliche Konfliktherde sowie angemessene Lösungen angesprochen. Somit können Euch neue Situationen, ungeachtet dessen, wie gefährlich sie auch sein mögen, nichts mehr anhaben, da Ihr sie gedanklich bereits durchgespielt habt.
Verfügt Ihr hingegen lediglich über juristisches Know-how, so werdet Ihr Euch im Ernstfall spontan effektive Strategien überlegen müssen. Dies bedeutet nicht nur Zeitverlust und unnötigen Stress, sondern auch eine immense Erhöhung des Sicherheitsrisikos.
Ein weiterer wichtiger Faktor, der für eine der genannten Berufsausbildungen spricht, ist in unserem ersten Artikel zum Stichwort “Perspektive” zu finden. Denn sicherlich ist es nicht übertrieben zu sagen, dass Euch ein gründliches Training nicht nur einen guten Arbeitsplatz, sondern auch eine ganze Fülle an unterschiedlichen Tätigkeits- sowie Einsatzoptionen beschert.

Comments 6

  • Hallo Chris, bezüglich der Ausführungen für die Qualifikationen gebe ich dir recht, aber dass man dann auf alle Situationen vorbereitet ist nicht. Das hängt auch von der jeweiligen Person ab, ob sie gelassen und ruhig einer Situation gegenübertritt. Damit will ich sagen, dass nicht nur die Vermittlung von Deeskalationstechniken allein sondern auch eine gewisse Berufserfahrung eine Rolle Spielen. Training allein bereitet nicht auf alles vor, zumal die Gewaltbereitschaft heut zu tage eine immer größere Rolle beizu messen ist. Dasss eine juristische Ausbildung Voraussetzung für diesen Beruf ist, sollte doch selbstverständkich sein. Zum Kommentar von tmpsec wäre zu sagen, dass viele davor zurück schrecken eine Weiterbildungsmaßnahme zu machen, weil sie sie nebenher machen müssten. Die meisten die eine solche machen würden, stehen im Berufslaben und könnten keine Vollzeitschulung mit machen ohne ihren job zu kündigen. Die meisten Chef`s würden dieses ablehnen zu bezahlen und wollen zumeist geringer qualifizierte Sicherheitskräfte, weil sie mit solchen Maßnahmen, z.B. 2 Fachkräfte und 3 Hilfskräfte, die Anzahl der zu deckenden Schichten voll besetzen können. Damit verdienen sie auch zusätzlich bei der Abrechnung beim Kunden, weil diese auch nicht immer wissen welches Personal mit welcher Qualifikation sie eigentlich bräuchten bzw. haben. Manche wollen auch nicht Fachkräfte mit entsprechender Qualifikation bezahlen und können deshalb auch einen " Preiskampf nach unten" gestalten. Angebote zu Fernlehrgängen sind sehr gute Alternativen, aber der Nachteil ist doch der, dass sich viele davor scheuen weil sie meinen dies nicht zu schaffen. Gründe dafür sind z.B. sie wissen nicht wie sie die Kosten dafür aufbringen sollen, durch mangelnde Informationen oder wie sie das Selbstständige Lernen auf die Reihe bekommen sollen. Das haben die wenigsten gelernt. Vor allem Quereinsteiger, sie kommen alle aus berufen bei denen immer in einer Gruppe Wissen vermittelt wurde und dann alles im Berufsleben vorgegeben wurde. Da lernt man nicht selbstständig mit freier Zeiteinteilung zu lernen.

  • Hallo Chris, ich gebe Dir in Deinen Ausführungen uneingeschränkt recht. Meine Erfahrung ist aber, dass die Weiterbildungsbereitschaft in großen Teilen der Branche relativ gering ist. Ich beobachte mehrere Fanpages eines großen Social-Media-Portals in Sachen Bewachung/Security/Sicherheit seit geraumer Zeit sehr intensiv und habe festgestellt, dass immer wieder die gleichen Fragen gestellt werden, grundsätzlich aus dem Bauch heraus geantwortet wird und selbst kostenlose Weiterbildungsangebote nicht angenommen werden. Geschweige denn kostenpflichtige.

    • so,so...bei den miesen gehältern kann ich mir eine kostenpflichtige weiterbildung einfach nicht leisten.

    • desweiteren werden bei uns einzelne leute in prekäre wohngebiete geschickt um diese zu bestreifen in diese wohngebiete trauen sich die staatlichenorganne nur minimal zu sechst hinein was das mit sicherheit zu tuen haben soll ist auch mit einer entsprechenden ausbildung fraglich!

    • Gehalt ist mies, Einsatzplanung ist mies. Sicher, dass der Arbeitgeber das Richtige ist? Schon mal über Alternativen nachgedacht? Die Frage ist nicht provokativ, sondern durchaus ernst gemeint.

    • ja habe ich,aber ich möchte nicht aus dresden weg...da frau und kinder und einen alten baum....und egal welcher "arbeitgeber" es ist man ist der meinung ...es giebt genug kanonenfutter...die für jeden prei diese tätigkeit tuen wollen....für sichere alternativen währe ich sehr dankbar. n