• Karben (pe). Vermüllte Spielplätze, fehlende Kontrollen des ruhenden Verkehrs und viele Baustellen. Weil die Stadtpolizei personell am Limit arbeitet und sich die Probleme in Karben häufen, will der Magistrat künftig einen privaten Sicherheitsdienst als Verstärkung einsetzen.
    Immer wieder erhält die Stadt Fotos von erzürnten Eltern ins Rathaus geschickt. Die haben fotografiert, wie die Spielplätze in der Stadt aussehen. Scherben liegen rund um die Tischtennisplatte, leer getrunkene Alkoholflaschen stehen auf den Bänken. Die Spielplätze sind beliebte Treffpunkte für Jugendgruppen geworden. »Da schauen Sie«, zeigt Bürgermeister Guido Rahn den bei der Magistratspressekonferenz anwesenden Journalisten ein Foto. »So hat es hier am letzten Wochenende wieder ausgesehen.«

    In der Ortsbeiratssitzung in Groß-Karben legt der Bürgermeister nach. Auf dem neuen Basketballfeld an der TG-Turnhalle sei der erste Papierkorb nach 24 Stunden abgetreten worden. In den folgenden Tagen seien dann auch die anderen beiden Abfalleimer weggekommen. »Wir haben jetzt nachgerüstet, mit Metallbehältern, die nicht mehr so leicht abzutreten sind.« Der Bürgermeister ist auch sauer auf diejenigen, die in der Bowl der neuen Skateanlage »ein Feuerchen angezündet« haben. 1500 Euro betrage der Schaden. Die Täter seien aber bekannt, von anderen Skatern habe die Stadt die Namen bekommen.

    In der Pressekonferenz sagt Rahn, die Stadtpolizei könne auf Anhieb zehn Treffpunkte aufzählen, an denen Jugendliche Alkohol und andere Drogen zu sich nehmen. »Die neue Brücke der Nordumgehung ist jetzt dazugekommen.«

    Doch die Stadtpolizei scheint nicht mehr in der Lage zu sein, an den Wochenenden alle Brennpunkte zu kontrollieren. Zwei Bedienstete seien krank, einer im Urlaub. »Es sind kaum noch Mitarbeiter im Dienst«, konstatiert der Bürgermeister. Und die hätten jede Menge zu tun.

    Zu den Brennpunkten kommen noch andere Tätigkeiten für die Stadtpolizisten. Die zunehmende Zahl an Baustellen in der wachsenden Stadt muss überwacht werden, vor allem hinsichtlich der Verkehrsregelung und der Absicherung. Auch zunehmende Nachbarschaftsstreitigkeiten beschäftigen die Herren in Uniform in Diensten der Stadt.

    Mädchen planen Saufgelage

    Angesichts der Personalknappheit und zunehmender Aufgaben und Problemfelder will der Magistrat jetzt einen privaten Sicherheitsdienst mit ins Boot holen. Man werde in Kürze Angebote dafür einholen, kündigt Rahn an. Im nächsten Jahr wolle man den Dienst mit zunächst zwei Mitarbeiter einsetzen. »Sie sollen tagsüber den ruhenden Verkehr in der Stadt kontrollieren und zu den Nachtzeiten an den bekannten Brennpunkten auftauchen«, betont das Stadtoberhaupt. »Wir haben richtig nervige Probleme mit Alkohol bei Jugendlichen«, sagt Rahn auf Nachfragen der Pressevertreter.

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