• Diskussion um unangemeldete Frau in Unterkunft eskaliert.
    MAULBURG (rbr). Heftige Auseinandersetzungen zwischen einer Gruppe afrikanischer Flüchtlinge und dem Sicherheitsdienst in der Gemeinschaftsunterkunft sowie der Polizei haben in der Nacht zum Sonntag zwei Verletzte gefordert.

    Nach BZ-Informationen entzündeten sich die Auseinandersetzungen rund um den nächtlichen Aufenthalt einer nicht im Flüchtlingsheim angemeldeten Frau. Der für die alte Halle zuständige Sicherheitsdienst hatte die Frau, sie ist die Lebenspartnerin eines in der alten Halle untergebrachten Nigerianers, am frühen Sonntag morgen, gegen zwei Uhr, gemeinsam mit ihrem Kind in der Unterkunft angetroffen. Der Hausordnung entsprechend – Besucher dürfen dort nur bis 22 Uhr sein – sei sie aufgefordert worden, das Gebäude umgehend zu verlassen. Als die laut Polize in Achern lebende Frau sich weigerte, die Halle zu verlassen, hätten sich mehrere Landsleute mit dem Paar solidarisiert und dies auch sehr aggressiv zum Ausdruck gebracht.Gemeinsam mit der Polizei und Heimleiter Hermann Buheitel habe man zunächst eine Lösung gefunden: die Frau und ihr Kind durften die Nacht in einem der noch leerstehenden Zimmer verbringen. Zwei Stunden später habe dann aber der Sicherheitsdienst die Frau bei den afrikanischen Flüchtlingen aufgegriffen. Das Wachpersonal habe sie deshalb erneut zum Verlassen der Halle aufgefordert. Daraufhin ist der Streit wohl eskaliert: Etwa 40 Bewohnern griffen die Wachleute tätlich an, die Frau soll einen der Security-Männer in den Rücken gebissen haben. Die Polizei musste erneut – diesmal mit sieben Streifen – einschreiten. "Die Lage war schon recht aggressiv", meinte Polizeisprecher Dietmar Ernst. Ein Flüchtling wurden festgenommen, später aber wieder auf freien Fuß gesetzt.

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