• KÖLN – Die Ringe sollen einen privaten Sicherheitsdienst bekommen. Das wurde beim „Immobilien-Dialog“ im Kranhaus bekannt. Die IHK hat die Initiative ergriffen.
    Experten diskutierten im Kranhaus, wie Stadtteile aufgewertet und Investoren gelockt werden können. Als es um die Ringe ging, hat Dr. Martin Küster, Chef der gleichnamigen Grundbesitz GmbH, eine Forderung erhoben: „Zunächst müssen die Ringe entkriminalisiert werden!“ Als Anwohner kritisiert er, dass nachts die Zuhälter- und Drogenszene bis zu illegalen Autorennen das Erscheinungsbild nach wie vor prägten.

    Er warnte: „Dort will ich nicht ausgehen, dort sollen sich meine Kinder nicht aufhalten, dort investiere ich auch nicht.“

    Auch tagsüber gibt es enorme Probleme. Ein Rewe-Mitarbeiter beklagte „organisierte, aggressive Bettler-Banden“ und berichtet: „Die gehen unsere Kunden ständig an und verfolgen sie bis in die Geschäfte.“

    Hier setzt die IHK an: „Wir haben den Unternehmen, Banken und Supermärkten vorgeschlagen, eine private Sicherheitsfirma einzusetzen, die tagsüber für Ordnung sorgt“, sagt IHK-Geschäftsführer Ulrich Soénius dem EXPRESS.

    Kosten im fünfstelligen BereichZwischen Barbarossaplatz und Christophstraße soll die Security dafür sorgen, dass niemand in Hauseingängen, vor oder in Geschäften herumlungert, uriniert, Müll hinterlässt oder Kunden bedrängt. „Die Security kann Störern Hausverbote erteilen“, sagt Soénius und betont: „Es geht nicht um die Nächte. Und es sind keine schwarzen Sheriffs. Wenn strafrechtlich Relevantes auffällt, wird die Polizei gerufen!“

    60 bis 80 Unternehmen müssten jährlich einen höheren fünfstelligen Betrag zusammenbringen, damit es funktioniert. Rewe werde sich an der zivilen Streife beteiligen. Beteiligen müssen, so der Rewe-Mitarbeiter. Dies werteten die Immobilien-Experten als Offenbarungseid der Behörden. Isabel Schreyger von der Kanzlei CMS Hasche Sigle und Gastgeberin des Forums im Kranhaus: „Sicherheit und Ordnung herzustellen und zu gewährleisten sind originäre Aufgaben der Stadt und Polizei. Offenbar sind sie überfordert und versagen.“

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