Drahtglas

  • Drahtglas verfügt über eine Drahtnetzeinlage. Es wird unterschieden zwischen Drahtgussglas, Drahtornamentglas und Drahtspiegelglas.

    Das eingelegte Drahtnetz führt nicht zu mehr Stabilität, eine höhere Widerstandsleistung gegenüber feindlicher Fremdeinwirkung ist nicht gegeben. Im Gegenteil: durch Einbringen von Inhomogenitäten wie dem Draht wird die Grundfestigkeit des Glases verringert. Allerdings gewährleistet der Draht Splitterschutz, denn die Scherben binden sich an dem Drahtnetz. Drahtglas verfügt über durchwurfhemmende Eigenschaften. Gemäß DIN 4102 können Drahtgläser ab einer Dicke von 7 mm Feuerschutz der Feuerwiderstandsklasse G leisten. Es ist zu beachten, dass dabei nur Drahtnetze mit symmetrischer Anordnung verwendet werden dürfen. Wenn bei Rauchschutztüren die Verwendung von Drahtgläsern vermerkt ist, dürfen diese dort gemäß DIN 18095 verwendet werden.


    Drahtgussglas:
    Drahtgussglas erscheint als farbiges oder normal weißes Glas. Die Lichtdurchlässigkeit beträgt bei der farblosen Variante etwa 82%. Siehe dazu DIN EN 572-5.


    Drahtornamentglas:
    Drahtornamentglas besitzt verschiedene Oberflächenstrukturen. Diese Form von Drahtglas ist nur bedingt durchsichtig, wohl aber lichtdurchlässig. Man bezeichnet diese Eigenschaft als transluzent. Die Ornamentstruktur nimmt Einfluss darauf, inwiefern das Glas lichtlenkend oder lichtstreuend wirkt. Die durchschnittliche Lichtdurchlässigkeit beträgt zwischen 76 und 88%.


    Drahtspiegelglas:
    Drahtspiegelglas ist transparent und verfügt über eine quadratisch eingeschweißte Drahtstruktur. Das Spiegelglas ist farblos und hat die optischen Eigenschaften eines handelsüblichen Spiegels.

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