STRENGERE REGELN FÜR AUFTRAGSVERGABE AN SUBUNTERNEHMER?

      STRENGERE REGELN FÜR AUFTRAGSVERGABE AN SUBUNTERNEHMER?

      Mal wieder ein heißes Thema in der neuesten „Frage in die Runde“: Mit deutlichen Worten konstatierte jüngst der hessische Finanzminister Schäfer, dass das Sicherheitsgewerbe beim Umsatzsteuerbetrug eine unrühmliche Rolle spielt: „Allein in Hessen haben wir dazu 400 Verdachtsfälle. Dabei wird durch komplexe Strukturen mit mehreren Subunternehmen versucht, die Steuerzahlung zu umgehen.“ Sollte der Gesetzgeber die Praxis der Auftragsvergabe an Subunternehmen im Sicherheitsgewerbe strenger reglementieren, um Missbrauch zu verhindern? Die Antworten der Experten und Insider – nur auf „Marktplatz Sicherheit“ : Eine Frage in die Runde - Subunternehmer - MARKTPLATZ SICHERHEIT
      Man kann Sicherheitsfirmen ja viel vorwerfen, aber geplanten Umsatzsteuerbetrug durch die Auftragsvergabe an Subunternehmer?
      Wie soll das funktionieren? Ich als Auftragnehmer muss ja mit und ohne Subunternehmer Umsatzsteuer bezahlen....die Frage wäre dann eher wie ich die Subunternehmer bezahle...

      Auch eine Unternehmerhaftung finde ich schwierig. Im Veranstaltungsschutz ist man ja häufig auf spontane "Manpower" angewiesen. Wie soll ich denn meine Subunternehmer im Vorfeld kontrollieren können, wenn ich spontan auf einen anderen
      Der Vorwurf ist durchaus berechtigt.... hier geht es auch nicht um faire Bezahlung sondern organisierten Steuerbetrug.

      Auch bestimmte Konstellationen AG - Sub - Sub -Sub... wären bei einer Unternehmerhaftung obsolet....

      Die Frage ist wie wird etwas ausformuliert und angewandt, wird es so umgesetzt und kontrolliert wie aktuell die BewV, dann können wir alle so weitermachen wie bisher

      :rolleyes:
      Hallo,

      wobei ich da aber an den Aussagen des Hessischen Finanzministers gewisse Zweifel habe, denn Steuerbetrug überfordert nach meiner Erfahrung eigentlich eine große Anzahl von Sicherheitsfirmen :rolleyes:

      Die Masse bevorzugt da doch eher das klassische "ich besche**** den SUB (oder MA) direkt ..."

      Gerade die SUB müssen doch vielfach dabei die Füße stillhalten, weil sie sonst komplett aus der Auftragsvergabe rausfallen und das in vielen Bereichen dann oft das Aus bedeutet,weil Aufträge ja nciht wie Sand am Meer vorhanden sind in den meisten Bundesländern.
      Ich denke dann betrifft dieses Phänomen tatsächlich eher große Firmen ( mit gut bezahlten Steuerberatern) oder es passiert bei kleinen Firmen tatsächlich eher aus Unwissenheit.

      Und ich Frage mich immer noch, wie das funktionieren soll. Als Auftragnehmer zahle ich ja auf jeden Fall die Umsatzsteuer des Auftragvolumens.

      Ich denke die Variante "ich spare am Mitarbeiter" ist da deutlich einfacher, lukrativer und schlicht auch ungefährlicher.

      Ich würde sagen, wenn Gewerbeaufsicht, Zoll und BG häufiger kontrollieren würden, hätte isch das Problem mit der Steuer wahrscheinlich gleich mit erledigt,. Die Frage ist nur, inwieweit die öffentliche Hand daran überhaupt ein Interesse hat. Wenn man den Markt verkleinert, steigen die Preise......
      Die Thematik ist um einiges komplizierter als die Sicht Auftraggeber, Rechnung und Mehrwertsteuer und man muss auch nicht zu den TopTen gehören, Hier wird es zum grossen Teil um den Mittelstand gehen,

      Nach einer häufig verwendeten Klassifizierung (Unternehmensgrößenstruktur) gelten Unternehmen mit einem Jahresumsatz von mehr als 1 Mio. Euro bzw. weniger als 50 Mio. Euro oder mit zehn bis 499 Beschäftigte als mittelständisch.


      Bei den Umsätzen in unserer Branche kann man damit enormen steuerlichen Schaden anrichten... Gewerbeamt, Zoll und BG sind hier nahezu hilflos bzw nicht zuständig. Betriebsprüfung wäre das Stichwort und Querprüfung zu Auftraggebern und Auftragnehmern... die dannn aber so einen Umfang haben, das es einen enormen Aufwand bedeutet.
      Hallo Fump,

      ach so kompliziert ist die Thematik gar nicht,das machen bekannte große Unternehmen unter den Augen des Staates (oder sogar mit ?? *grübel*).Beispielsweise unsere Energieversorger treiben sich in diesem Bereich herum.Denn dank EU und in deren Ländern unterschiedlichen Umsatzsteuersätzen bekommt ein Unternehmen in D, das Waren in ein anderes EU-Land "verkauft" , die deutsche Märchensteuer vom Staat erstattet.So macht man dann ein kompliziertes (aber dank der internationalen Verflechtung der Konzerne) mögliches "Spielchen" getreu dem alten Motto einer ehemaligen TV-Spielshow Spiel ohne Grenzen . Bei Strom zum B. kann man den shcön über die Grenzen "verkaufen" und über "Mitspielgesellschaften" im Ausland dann wieder bekommen.Noch simpler geht das mit den CO2-Zertifikaten.



      Für Security-Unternehmen (vor allem im Mittelstand) fehlt es dazu aber an Möglichkeiten, denn als Dienstleister verkaufen sie ja keine Waren, sondern Manpower


      Und auf den Staat würde ich ohnehin nicht allzu viel geben, denn während der kleine AN nach nach seinem Tode noch 20 Jahre für die staatlichen Raubritter "weiterlebt" (Steuer-ID ), hat man sowas für Unternehmen schön "brav" wieder gestrichen.
      Denn die ursprünglich mit der Steuer-ID geplanten Einführung des Elena-Verfahrens wurde ja wieder gestrichen.
      Zur Erklärung:
      Mit dem Elektronischen-Entgeld-Nachweis wären nämlich endlich alle Zahlungen der AG im Bereich Steuern-und Sozialabgaben personenbezogen (anhand der Steuer-Id) erfasst worden und man hätte eine vollständige Kontrolle über die richtige Zahlung der Sozialversicherunsgbeiträge (aber auch der Steuern,hier für uns AN der Lohnsteuer) gehabt.

      Denn ein ganz "legaler" Trick um die AN zu be****** besteht zum B. darin, ihnen beim monatlichen Lohn die falsche Steuertabelle zu belasten und so ein paar € mehr in der Geschäftskasse zu haben,während man dem FA die korrekte Lohnsteuersumme übersendet.Das merkt das FA auch nicht, weil die FA nämlich nur Gesamtsummen überwiesen bekommen.
      Genau so wie auch die Sozialversicherungsbeiträge als Gesamtsumme überwiesen werden.

      Tipp:
      Lohnabrechnungen immer penibel aufbewahren und am Jahresende die Summenbildung mit der elektronischen Lohnsteuerbescheinigung vergleichen.