Arbeitsrecht

      Aquarius_hh schrieb:

      Hallo
      ​bin hier neu und muss mit Schreck feststellen wie der Grossteil der Kollegen sich hier von den Arbeitgebern veräppeln lässt.
      Habt ihr alle kein Rückgrat oder doch kollektiv angstgestört.

      Wenn du lang genug dabei wärst würdest du wissen das zwischen Recht haben und Recht bekommen oft Monate liegen.
      Schon mal gehört : Zwei Anwälte, drei Meinungen.
      Wer beschützen will geht zur Polizei oder zur Bundeswehr.
      Wer auf Dinge aufpassen will geht ins Bewachungsgewerbe.

      Eigensicherung geht vor allem!
      Wenn der TE das Thema etwas anders / sachlicher angesprochen hätte, hätte man ja darüber diskutieren können, aber so...

      Die Frage ist ja "wer ist denn gemeint?". Wenn man sich die SKP 34a ansieht, dann stellt man fest, die haben kein unter anderem kein Arbeitsrecht. Auch die GSSK haben kein Arbeitsrecht. Das ist ein Problem in der Ausbildungsverordnung. Gerade wenn jemand 30+ Jahre alt ist und nur in einem kleinen Betrieb war, oder lange arbeitslos (...), dann ist da nicht viel mit Arbeitsrecht. Wenn die Leute dann also nicht FKSS lernen, dann sind sie theoretisch auch leichte Beute.

      Ein schönes Beispiel von einem Dozenten:
      "Teilweise habe ich den Fall, dass ich 15.00 Uhr hier Schluss mache und 15.05 Uhr klingelt mein Telefon und der erste Beschwert sich >was erzählst n du den Leuten da? Das muss der nicht wissen<".
      Rückantwort: "Naja, wenn du deine Leute auf eine solche Schulung schickst, dann musst du damit rechnen, dass ich ihnen auch was zum Arbeitsrecht und der Arbeitssicherheit erzähle".

      Es ist also auch teils von den Arbeitgebern gewollt, dass die Leute vom Arbeitsrecht keinen Plan haben, denn sonst würden sie ja wissen wie ein Betriebsrat funktioniert, wie eine Gewerkschaft funktioniert, und wie ihre Rechte / Pflichten gem. dem Arbeitsrecht sind.
      Das Problem ist zu vielschichtig, als das man es mit 2 Sätzen lösen könnte.

      Ganz grob sehe ich vier Probleme:

      1. Ein paar Kollegen finden es völlig in Ordnung sich nicht an das Arbeitsrecht zu halten. Das macht es anderen natürlich doppelt schwer, ihr Recht durchzusetzen. Gibt ja genug, denen untertarifliche Bezahlung und fehlende Ruhezeiten etc. egal sind.

      2. Viele Nichtmuttersprachler kennen ihre Rechte gar nicht oder sind froh überhaupt ohne große Probleme zwecks Qualifikation in Deutschland arbeiten zu können.

      3. Selbiges gilt natürlich auch für deutsche Kollegen. Ich behaupte das 95% meiner Kollegen ( mich eingeschlossen) nirgendwo einen anderen Job bekommen würden. Aus den unterschiedlichsten Gründen, aber im Sicherheitsgewerbe wird tatsächlich "jeder" genommen. Bei mir liegt es schlicht an mangelnder andere Qualifikation , zu vielen Kindern und langer Elternzeit. Müssen also gar keine "schwerwiegenden" Gründe sein, aber letzten Endes ist man halt froh überhaupt etwas zu haben. Und drückt dann durchaus mal ein Auge zu, weil vieles ist besser als ALG II....

      4. Der von staatlicher Stelle ja durchaus geförderte Preiskampf bei uns im Gewerbe führt natürlich dazu, dass man spart wo man kann. Je billiger desto besser.

      Neu

      @Eifelkater Stimmt schon Sicherheit darf nichts kosten, allerdings mache ich die Erfahrung das so mancher Kunde doch langsam dahinter kommt das immer nach dem billigsten gucken dich mehr Probleme macht als das es Probleme löst. Es wird allerdings noch einige Zeit dauern die ganzen schwarzen Schafe wieder aus dem Gewerbe zu bekommen denen man vor langer Zeit mir billig, billig Tür und Tor geöffnet hat.
      Wer beschützen will geht zur Polizei oder zur Bundeswehr.
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