Ordnungsamtüberprüfung

      Ordnungsamtüberprüfung

      Guten Abend,
      ich habe nun meine Umschlung zur FSS erfolgreich abgeschlossen. Nun läuft derzeit die Überprüfung beim Ordnungsamt und dazu hätte ich eine Frage.
      Und zwar fragen sie beim BZR die Daten an. Also das erw. Führungszeugniss ist ja klar. Nun da steht zwar etwas drin aber keine Verurreilung o.ä das Verfahren wurde eingestellt. Nun denn wie schaut es mit der Schufa aus ? Habe leider knapp 30000 € Schulden angehäuft die ich zwar tilge aber können diese mir zum verhängniss werden ?
      Danke schonmal im Vorraus.
      VG
      Geschickte Reihenfolge... :rolleyes:


      ...und eine (richtige und verlässliche) Antwort wird Dir hier keiner geben können. Keiner kennt die Details und Umstände. Das kann nur die zuständige Behörde sagen und deren Ansicht wirst Du im Rahmen der Überprüfung früher oder später mitbekommen.

      Aber wenn Du Meinungen willst: Darüber hätte man sich durchaus auch vorher mal Gedanken machen können...
      Das hängt - unter anderem, z.B. auch der Seriösität des einstellenden Unternehmens - an der angestrebten Tätigkeit, über die Du nichts mitteilst. Wenn man keine Lust hat, die Suchfunktion des Forums zu nutzen, findet sogar Google entsprechende Beiträge zu genau diesem Thema aus genau diesem Forum hier... dafür müsste man halt ca. 20 Sekunden aufwenden...
      Ich habe die SuFu verwendet aber nur alte Beiträge gefunden bzw. Keine die mir meine Frage beantwortet sonst würde ich nicht fragen. Es geht um Objektschutz und es handelt sich um ein alteingessenes Gestandenes Unternehmen. Ich habe mit offenen Karten gespielt weil es hilft mir ja auch nicht weiter wenn sich im Nachhinein etwas negatives herraustellt. Ich habe während meiner Umschlung gut 1 Jahr als Praktikant dort gearbeitet (war für die Schulische Ausbildung notwendig) ohne mir was vorzuwerfen. Bzgl. Der Schufa finde ich diese nur im Zusammenhang mit GWT aber nicht im Bereich Objektschutz.

      Qtexexex schrieb:

      Ich habe die SuFu verwendet aber nur alte Beiträge gefunden bzw. Keine die mir meine Frage beantwortet


      Dann machst Du offensichtlich etwas falsch. Ich finde da entsprechende Antworten.

      Qtexexex schrieb:

      Ich habe mit offenen Karten gespielt weil es hilft mir ja auch nicht weiter wenn sich im Nachhinein etwas negatives herraustellt.


      Die einzig richtige Herangehensweise.

      Qtexexex schrieb:

      Ich habe während meiner Umschlung gut 1 Jahr als Praktikant dort gearbeitet (war für die Schulische Ausbildung notwendig)


      Soso, Du hast ein Jahr lang im Bewachungsgewerbe gearbeitet und jetzt läuft die Überprüfung beim Ordnungsamt?
      Sicher, dass es sich um ein "gestandenes" Unternehmen handelt?
      §9 Abs. 2 BewachV wurde vergessen? Oder hast Du als Praktikant nur Kaffee gekocht und das Papier im Drucker nachgelegt?

      Wie in meiner ersten Reaktion schon festgestellt: Geniale Reihenfolge...
      Beim prüfen des Führungszeugnis wird nur nach Straftaten gesucht bzw. drauf geachtet. Das Ordnjngsamt kann und darf die Schufa ohne deine Einwilligung gar nicht abfragen. Und mir ist noch kein Arbeitgeber begehnet der eine Schufaauskunft verlangt hat.
      Selbst wenn eine Ü2 durchgeführt wird, die ja bei bestimmten Objekten verlangt wird, sind Schulden die auf Krediten wie Haus- und/oder Autokauf kein Problem da es sich hierbei um sogenannte Ehrenschulden handelt.
      Es wäre erst dann ein Problem wenn die Schulden aus Spielschulden bestehen würden.
      Wer beschützen will geht zur Polizei oder zur Bundeswehr.
      Wer auf Dinge aufpassen will geht ins Bewachungsgewerbe.

      Eigensicherung geht vor allem!
      Martin. Die Praktikumszeiten während einer Umschlung zur FSS werden mit 6 Monaten verpflichtend beziffert seitens der IHK. Selbstverständlich darf man Praktiken im Sicherheitsdienst machen. Solange ich nicht als "Arbeitskraft" eingesezt werde sondern zu Lern und Weiterbildungszwecken.
      Sheriff danke für deine Antwort die hat mir immerhin weitergeholfen.

      MartinL schrieb:



      Wie lange bist Du schon in der Branche?


      Lange genug. Und ich würde seinerzeit während meiner Umschulung zur FSS in der Praktikumsphase ebenfalls von einer renommierten Sicherheitsfirma bei einem renommierten Logistiker im Pfortendienst eingesetzt. Es gab ein zweitägige Einweisung und dann wurde ich komplett in den Schichtplan eingeteilt und war alleine an der Pforte eingesetzt mit all seinen Tätigkeiten die dort zu tun waren (Besucher-, Fahrzeugkontrolle, Streifengänge, usw)
      Wer beschützen will geht zur Polizei oder zur Bundeswehr.
      Wer auf Dinge aufpassen will geht ins Bewachungsgewerbe.

      Eigensicherung geht vor allem!
      Guten Abend @Qtexexex

      Qtexexex schrieb:

      Guten Abend,
      ich habe nun meine Umschlung zur FSS erfolgreich abgeschlossen.
      VG


      Zunächst einmal herzlichen Glückwunsch zur bestandenen Prüfung.
      Alleine das ist in der Branche schon ein Hindernis für viele "Schüler".

      Qtexexex schrieb:

      Nun läuft derzeit die Überprüfung beim Ordnungsamt und dazu hätte ich eine Frage.
      Und zwar fragen sie beim BZR die Daten an. Also das erw. Führungszeugniss ist ja klar. Nun da steht zwar etwas drin aber keine Verurreilung o.ä das Verfahren wurde eingestellt. Nun denn wie schaut es mit der Schufa aus ? Habe leider knapp 30000 € Schulden angehäuft die ich zwar tilge aber können diese mir zum verhängniss werden ?
      Danke schonmal im Vorraus.


      Mit offenen Karten zu spielen ist zunächst immer gut. Die Frage ist immer zu stellen, was ein Unternehmer alles über mich wissen muss.
      Im Sicherheitsbereich ist neben dem Führungszeugnis die Abfrage bei AN nach einer Schufa-Auskunft schon fast zur Normalität geworden.
      Die Frage ist, ob sie noch rechtskonform ist oder nicht.
      30.000€ Schulden sind in bestimmten Bereichen der Sicherheit normalerweise kein Problem, es sei denn, sie sind unter bestimmten Umständen zusammen gekommen (Mietschulden, Versandhausschulden im großen Stil usw.).
      Es kann also Auswirkung auf die Bestätigung der Zuverlässigkeit haben, wenn man mit solchen Dingen belastet ist.
      Ferner kann es sein, dass das Unternehmen den Bewerber nicht einstellt, da er durch diese Schulden-Konstellation befürchtet,
      dass der Mitarbeiter nicht unbedingt unzuverlässig, evtl. aber bestechlich sein könnte.
      Wie auch immer die Beschäftigung aussehen mag, es ist einfach abzuwarten, wie das Ordnungsamt diese Situation bewertet.
      Weiterhin muss eine Zuverlässigkeit nicht unbedingt nur durch Schulden nicht bestätigt werden.
      Mehrere Verstöße im Verkehrsbereich (Blitzer, zu schnelles Fahren allgemein, mehrere Punkte in Flensburg) könnten dazu führen, dass eine Einstellung untersagt wird.
      Wie man sehen kann, gibt es die unterschiedlichsten Gründe, eine Überprüfung mit einem negativen Ergebnis zu erhalten.

      Viele Grüße
      2m02cm-Mann



      Ich glaube fest daran, dass die schönste Stunde eines jeden Mannes - die erfüllung all seiner Sehnsüchte... der Augenblick ist wenn er sich für eine Gute Sache ganz verausgabt hat und erschöpft auf dem Schlachtfeld liegt - als Sieger.
      Vince Lombardi (1913-1970)

      Danke erstmal für die ausführliche Antwort.
      Bis auf die Schulden habe ich mir nichts zu Schulden kommen lassen. Meine Geschäftsführung kennt meine Lage und ich hatte während meines Praktikums lange genug Zeit Gründe darzulegen die meine Arbeitseinstellung bestätigen und meine Zuverlæssigkeit zu untermauern.
      Mittlerweile konnte ich nachlesen was genau das OA abfragt und diesbezüglich mache ich mir keine Gedanken mehr.
      Was die Ausbildung anbelangt waren die Prüfungen sehr leicht. Als Hinderniss würde ich es nicht bezeichnen wenn man sich ein wenig reinhängt ist diese gut zu packen. Oder wir hatten einfach glück bei unserer. Das Schwerste war finde ich die Mündliche weil man einfach unter Druck steht. Von unserem Jahrgang / Klasse hatten wir nur einen der nicht bestanden hat weil er im Jogginganzug zur MP kam.

      MartinL schrieb:

      Wie lange bist Du schon in der Branche?


      DerSheriff schrieb:

      Lange genug.


      DerSheriff schrieb:

      Und mir ist noch kein Arbeitgeber begehnet der eine Schufaauskunft verlangt hat.


      2m02cm-Mann schrieb:

      Im Sicherheitsbereich ist neben dem Führungszeugnis die Abfrage bei AN nach einer Schufa-Auskunft schon fast zur Normalität geworden.


      Ja, was denn nun? :rolleyes:

      Man merkt, worauf ich hinaus will? ;)

      DerSheriff schrieb:

      Und ich würde seinerzeit während meiner Umschulung zur FSS in der Praktikumsphase ebenfalls von einer renommierten Sicherheitsfirma bei einem renommierten Logistiker im Pfortendienst eingesetzt. Es gab ein zweitägige Einweisung und dann wurde ich komplett in den Schichtplan eingeteilt und war alleine an der Pforte eingesetzt mit all seinen Tätigkeiten die dort zu tun waren (Besucher-, Fahrzeugkontrolle, Streifengänge, usw)


      Und warst Du in dieser Zeit gemäß §9 Abs. 2 BewachV gemeldet, wenn Du alle die beschriebenen Tätigkeiten tatsächlich durchgeführt hast?
      Oder hat man das - wie beim Threadersteller - für nicht notwendig erachtet?

      MartinL schrieb:



      Und warst Du in dieser Zeit gemäß §9 Abs. 2 BewachV gemeldet, wenn Du alle die beschriebenen Tätigkeiten tatsächlich durchgeführt hast?
      Oder hat man das - wie beim Threadersteller - für nicht notwendig erachtet?


      Nein ich war nicht nach §9 Abs. 2 BewachV gemeldet. Das habe ich hinterher erfahren. Das Geld wollte sich der Dienstleister sparen. Aber er hat das Geld das er durch mich zu 100% behalten konnte, den ich war ja nur der Praktikant, gerne behalten und mich auch so oft wie es möglich war eingesetzt.

      Und zum Thema Schufa Auskunft ob es Normalität ist kann ich nicht bestätigen, nach gefühlten 100 Bewerbungen wurde ich noch nie aufgefordert eine Schufaauskunft einzureichen. Das einzige was ich mal ausfüllen musste waren Angaben zu meinem Ein- und Ausgaben im Rahmen einer Ü2 Überprüfung.
      Auch während meiner Zeit bei der Bundeswehr wo ich fast ausschließlich in Sicherheitsbereichen im Einsatz und sogar Ü3 überprüft war musste ich niemals eine Schufaauskunft vorlegen. Was aber nicht heisst das andere die Erfahrung gemacht haben eine bei ihnen Bewerbungen vorlegen zu mussten bzw. sollten
      Wer beschützen will geht zur Polizei oder zur Bundeswehr.
      Wer auf Dinge aufpassen will geht ins Bewachungsgewerbe.

      Eigensicherung geht vor allem!
      Die Schufa-Abfrage wurde auch in einer der größten GWT-Firma in der ich früher tätig war, etwa Anfang letzten Jahres abgeschafft, zuvor gab es für die Stammbelegschaft eine Art Lotterie wer eine Vorlegen musste im laufenden Jahr. Bei Neueinstellungen, damals, immer vorlegen. Leiharbeiter müssen diese immer noch vorlegen.
      Keine Sperre ohne Sicherung
      In mehr als 40 Berufsjahren bei allen Unternehmen in verschiedenen Branchen, habe ich weder als Arbeitnehmer noch als Sub jemals eine Schufaauskunft vorlegen müssen. Auch im näheren Umfeld ist mir kein Fall bekannt.
      Zumal die Schufaauskunft von einigen Arbeitsgebern im Sicherheitsdienst nicht optimal ist. Warum sollten diese dann eine Schufaauskunft von ihren zukünftigen Mitarbeitern verlangen?

      Fump schrieb:

      @2m02cm-Mann
      Woher nimmst Du die Erkenntnis das die Abfrage Schufa im Bewachungsgewerbe schon fast zur Normalität gehört?
      Dem würde ich im Standardgeschäfte vehement widersprechen, außerhalb von GWT und Einnahmensicherung kenne ich nur ganz wenige Fälle.


      Bis vor knapp 5 Jahren war das die Information, die ich immer wieder erhalten habe bzw. schon im eigenen Arbeitsbereich erfahren habe.
      Das muss heute nicht mehr die gängige Praxis sein und auch ich kann nicht übers Wasser gehen. Will sagen, auch ich weiß nicht über jeden Vorgang, der heute vorgenommen wird, zu 100% bescheid. Dafür habe ich ja dann die Nutzer, die hier im Forum sind, die das dann gerne korrigieren können 8)



      Ich glaube fest daran, dass die schönste Stunde eines jeden Mannes - die erfüllung all seiner Sehnsüchte... der Augenblick ist wenn er sich für eine Gute Sache ganz verausgabt hat und erschöpft auf dem Schlachtfeld liegt - als Sieger.
      Vince Lombardi (1913-1970)