Neuer Tarifvertrag

      zur Info:

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      Pressemitteilung des BDSW 47 / 2018

      Berlin/Erfurt – Nach harten und langwierigen Tarifverhandlungen konnte für die privaten Sicherheitskräfte im Freistaat Thüringen am Donnerstag, den 20. September, in Erfurt ein Abschluss erzielt werden. Die Gewerkschaft ver.di und der Bundesverband der Sicherheitswirtschaft (BDSW) einigten sich auf einen Tarifvertrag bis zum 31. Dezember 2020.

      „Die Löhne für die 5.000 privaten Sicherheitskräfte steigen in den nächsten zwei Jahren um bis zu 18 Prozent“, so BDSW Hauptgeschäftsführer und geschäftsführendes Präsidiumsmitglied Dr. Harald Olschok. Diese exorbitanten Lohnerhöhungen seien der Sondersituation in Thüringen geschuldet und nicht auf andere Bundesländer übertragbar. so Olschok. Erfreulich ist lediglich die zweijährige Laufzeit und die damit verbundene Planungssicherheit für die Unternehmen und deren Kunden. „Wir sind weit über unsere Schmerzgrenze hinausgegangen und wissen, was wir unseren Kunden damit zumuten“, so Olschok abschließend. Ver.di hat eine Erklärungsfrist bis zum 4. Oktober erbeten.
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      Also abwarten bis der ausgehandelte TV von beiden Parteien unterschrieben ist.

      Folgende Info habe ich noch gefunden:

      Thüringen

      Abschluß mit ver.di für 2 Jahre, beginnend ab 01.01.2019 Erhöhung ab 01.01.2019 - 31.12.2019: zwischen 9,89 und 11,69% ab 01.01.2020 - 31.12.2020: linear 6% Ver.di hat eine Erklärungsfrist bis 04.10.18!



      Der bisherige Tarifvertrag wurde mit der Gewerkschaft GÖD abgeschlossen. Diesmal mit VerDi.
      Nuja, die thüringischen Tariflöhne (und Zuschläge) waren ja bisher kriminell niedrig (was der BDSW so schön euphemistisch als "Sondersituation" bezeichnet), so dass die "exorbitante Lohnerhöhung" gar keine ist sondern eher eine dringend notwendige Angleichung auf das Bundesniveau.

      Und eine Schmerzgrenze, über die man weit drübergehen kann, ist halt keine Schmerzgrenze. :rolleyes:

      Und ja, aufgrund dieser Konstellation wird die gleiche Argumentation in anderen Bundesländern zumindest etwas schwieriger.