Kündigung in der Probezeit - Sachsen

      Kündigung in der Probezeit - Sachsen

      Hallo,

      ich arbeite in Dresden im Sicherheitsgewerbe und würde jetzt gerne, innerhalb der Probezeit, kündigen. In meinem Arbeitsvertrag steht darin, dass erst der Manteltarifvertrag zu Einsatz kommt und dann und sofern es in meinem Bundesland keinen gibt die gesetzliche Regelung in Kraft trifft.

      Gesetzliche Regelung sind ja 14 Tage Kündigungsfrist. Leider habe ich keinen Manteltarifvertrag für Sachsen gefunden, nur einen für die Bundesrepublik Deutschland. Dieser ist gültig ab 1. Januar 2012 erstmals kündbar zum 31. Dezember 2016. In diesem steht, dass ich während der Probezeit 4 Tage Kündigungsfrist habe.

      Nun zu meiner Frage: Wann kann ich, innerhalb der Probezeit, in Sachsen kündigen?
      Wie wäre es denn, wenn Du zum "frühmöglichsten Zeitpunkt" kündigst?

      Das ist dann entweder der aus dem (derzeit noch unbekannten) Manteltarifvertrag Sachsen, der aus dem MTV für Deutschland mit 4 Tagen oder halt die gesetzlichen 14 Tage.

      Ansonsten mit dem Arbeitgeber sprechen, dass Du so früh wie möglich das Arbeitsverhältnis auflösen möchtest, gerne auch vor der gesetzlichen/tariflichen Frist.

      Je nach Arbeitgeber ist der vielleicht ganz froh, einen Mitarbeiter mit Kündigungswunsch nicht mehr bei Kunden einsetzen zu müssen. Ich kenne Fälle, da wurden die Betroffenen ab Aussprache des Kündigungswunsches freigestellt.
      Natürlich kann's auch sein, dass seine Personaldecke so knapp ist, dass er keinen Ersatz hat und sich querstellt. Dann kommen halt wieder die Fristen in's Spiel.
      Seid Gegrüßt!

      Um das Thema noch einmal allgemein Verständlich kurz zusammen zu fassen möchte ich ein paar Sätze los werden.

      Grundsätzlich beträgt die Kündigungsfrist in einer vereinbarten Probezeit 2 Wochen. § 622 (3)
      Diese Zeit kann durch einen Tarifvertrag tatsächlich verkürzt werden. Aber auch nur durch diesen. Eine einzelvertragliche Regelung ist ausgeschlossen. Die Kündigungsfrist kann nur bei Aushilfen (bis 3 Monate Beschäftigungsdauer) und kleinen Betrieben angewendet werden. Hierauf gehe ich an dieser Stelle nicht näher an.

      Grundsätzlich gilt jedoch, dass der Arbeitnehmer gegenüber dem Arbeitgeber nicht benachteiligt werden darf. Eine Regelung, welche eine längere Kündigungsfrist für den Arbeitnehmer als für den Arbeitgeber vorsieht ist ausgeschlossen. § 622 (6)