Selbstverteidigung / Notwehr / Schadenersatzforderung

      Selbstverteidigung / Notwehr / Schadenersatzforderung

      Bin Anfang Februar angegriffen worden und habe mich erfolgreich verteidigt. Der Angreifer ist unglücklich gestürzt und durfte das nächste Krankenhaus von innen besichtigen.
      Seitens der Polizei wurde mir Notwehr zuerkannt. Auch die Verhältnismäßigkeit war gegeben. Dennoch kam nach einer Woche ein bitterböses schreiben eines Anwalts mit der Forderung nach Schadenersatz, Schmerzensgeld usw. und dem Hinweis, dass eine Klage bereits in Bearbeitung ist.
      Seitdem habe ich aber nichts mehr gehört. Nun mahlen die Mühlen der Justiz manchmal langsam. Nach wie viel Wochen/Monaten kann man davon ausgehen, da kommt nichts mehr?
      Grundsätzlich: §197/199 BGB

      Bei der heutigen Auslastung der Gerichte kann sowas Jahre dauern. Wochen und Monate sind da leider nichts.
      Die letzten Fälle, die ich so erlebt habe, haben zwischen 6 und 12 Monate gebrauchr.

      Ist der Vorfall im Dienst oder privat passiert?
      Der Arbeitgeber muss für soetwas eine Haftpflichtversicherung haben.

      Hast Du (oder der Arbeitgeber) eine Rechtsschutzversicherung, die solche Fälle umfasst?
      Der oder die Polizisten können Ihre Meinung dazu äußern. Entscheidungen bei einer Anzeige des "Gegners" treffen Staatsanwalt bzw. Richter nach Sachlage. Sie beurteilen ob aus ihrer Sicht "Verhältnismässigkeit gegeben" war oder nicht. Ob die Abwehr eines Angriffs angemessen war oder nicht.
      Abwehren heisst eben nicht ebenso zuschlagen, also offensiv handeln. Hier werden an Sicherheitsmitarbeiter höhere Massstäbe angelegt, eben weil sie rechtlich geschult sind und deeskalierend wirken sollen.
      Wenn ich die flapsigen Bemerkungen "unglücklich gestürzt" und "durfte das Krankenhaus von Innen besichtigen" lese, dann kommen mir schon gewisse Zweifel ob Alles so abgelaufen ist wie geschildert.
      Ich nehme mal an, das ist privat passiert? Weil, falls es im Dienst passiert ist, hat dein Arbeitgeber für so etwas eine Rechtsschutzversicherung und vermutlich sowieso einen Anwalt zur Hand.

      Wenn es privat passiert ist, würde ich mir an deiner Stelle überlegen einen Anwalt einzuschalten, je nachdem wie dein Verdienst ausfällt gibt es möglicherweise auch die Chance auf Prozesskostenhilfe. Wenn die Polizisten auf deiner Seite sind, sollten die Chancen da sowieso gut für dich stehen.