Grundvoraussetzung um als Hundeführer im Sicherheitsdienst tätig zu werden.

      Grundvoraussetzung um als Hundeführer im Sicherheitsdienst tätig zu werden.

      moin zusammen,...

      im internet finde ich nur recht widersprüchliche Aussagen über die Grundvoraussetzungen zur Anstellung als Hundeführer im Sicherheitsdienst.

      1. Welche Voraussetzung muß der Hundeführer erbringen?


      Ich habe derzeit das 8 Wochen-Seminar GSSK gem. §34a mit IHK-Sachkundeprüfung beantragt
      (ich war berentet und verzichte nun nach erfolgreicher OP auf die Erwerbsminderungsrente)

      Vor meiner Berentung war ich selbstständig als Berufsbetreuer für Hunde, Inhaber der Erlaubnis gem. §11 Tierschutzgesetz zum gewerblichen Führen und Halten von Hunden (regional und zeitlich begrenzt bis 2015) und habe den veterinäramtsgeprüften dauerhaften Sachkundenachweis erbracht.

      Jetzt lese ich immer wieder die Angebote "Ausbildung zum Hundeführer"...
      lese genauso oft, das solche Lehrgänge wenig mit dem Dienst im Sicherheitsdienst zu tun haben und sich mehr an Sporthundeführer orientieren,
      zum anderen, das solche Lehrgänge nicht einmal im rechtssinne anerkannt sind.

      Selbstverständlich muß eine regelmässige Qualitätssicherung die Leistung im Sicherheitsdienst sichern und verbessern.

      Aber wie sieht es nun mit der Grundvoraussetzung aus um als Hundeführer im Sicherheitsdienst tätig werden zu können?
      Reicht GSSK gem. §34a und der amtsveterinär geprüfte Sachkundenachweis aus?
      Der amtsveterinär geprüfte Sachkundenachweis ist bitte nicht zu verwechseln mit dem neuen Hundeführerschein,...
      (...den wohl fast jeder bekommt der den Lehrgang "bezahlt" ^ ^ )

      2. Welche Voraussetzung muß der Hund mitbringen?

      Diensthundeprüfung nach BGV C-7 lese ich da immer wieder.
      Lese aber genauso oft wieder das es keine Rechtsgrundlage gibt, die dem Hunde eine solche Ausbildung zwingend vorschreibt.

      Ist das Abhängig von der Entscheidung der Unternehmensleitung oder gibt es aktuelle Rechtsänderungen
      (Interneteinträge waren zum Thema oft veraltet)

      Im Rahmen der Qualitätssicherung machen solche Ausbildungen definitiv Sinn und sollten auch angestrebt werden!

      Aber wie ist die Grundvoraussetzung eines Diensthundes im privaten (nichtstaatlichen) Sektor?

      Frei von Fremdreizeinflüssen mit gediegenem Character steht ausser Frage.
      Rassespezifisches, kräftiges Erscheinungsbild ebenso.
      Alter und Gesundheit des Tieres dürfen den Dienst nicht negativ beeinträchtigen.
      Als agressiv und gefährlich einzustufende Tiere sind ausgeschlossen.
      Grundgehorsam muß gegeben sein.

      Aber welche Papiere braucht ein Hund im Sicherheitsdienst ?

      habe da mal was gelesen, das vertraglich noch zwischen Hundeführer mit Diensthund und
      Sicherheitsdienst in Begleitung mit Hund unterschieden wird.

      Wer kann Fakten zu Frage 1 und 2 geben?
      Danke schon mal im Voraus...

      PS: Suche Anstellung in der Region Hannover (auch ohne Hund)
      Moment ... zum Hunde(-führer) Thema kann ich nicht viel sagen. Aber etwas Licht hinter Begrifflichkeiten und Abkürzungen kann ich werfen.

      Bestimmt meinst Du gar nicht die GSSK, denn das ist die Geprüfte Schutz- und Sicherheitskraft. Das war früher mal Werkschützer und wird auch heute noch oft so genannt und behandelt, zumindest bei meinem Verein. Um den erlangen zu können musst Du aber erst 2 Jahre im Sicherheitsgewerbe gearbeitet haben - bei fehlender (beliebiger) abgeschlossener Berufsausbildung sogar 5 Jahre.

      Du meinst bestimmt die Sachkundeprüfung (SKP) nach § 34a Gewerbeordnung (GewO), abzulegen bei einer Handelskammer Deiner Wahl.
      Die kannst Du im Prinzip sofort machen, auch unvorbereitet. Vorbereitung ist aber IMHO unbedingt empfehlenswert - mindestens im Selbststudium, besser aber in einem der Kurse, welche von verschiedenen Anbietern im Umfang von ein paar Tagen bis hin zu einem Vierteljahr Länge angeboten werden.

      Natürlich ist das missverständlich. Da hat man eine Sachkundeprüfung abgelegt, also muss es doch die geprüfte Schutz- und Sicherheitskraft bedeuten. Ging mir auch so ähnlich, zudem habe ich regelmässig die Buchstaben der Abkürzungen zusammengekippt und nach dem Voodoo-Prinzip (=Knochen auf einen Lappen werfen) neu verteilt.

      Um die Verwirrung nun komplett zu machen, führe ich noch die Unterrichtung nach §34a GewO hinzu. Die dauert festgelegte 40 Stunden und wird eigentlich nicht geprüft, außer mit ein paar abschließenden Fragen zur Erfolgskontrolle. Daher wird er scherzhaft oft auch als Sitzschein bezeichnet. Aber da Du ja schon von einer Sachkundeprüfung schreibst, wird es nicht die Unterrichtung sein.

      Dennoch gibt es noch eine weiter Möglichkeit des Missverständnisses: Vielleicht hast Du wirklich einen GSSK Kurs gebucht und Ihr werdet erst feststellen, dass es (noch) gar nicht geht, wenn es zu spät ist.

      So - weiß noch jemand etwas zu der Hunde Sache?
      So - weiß noch jemand etwas zu der Hunde Sache?


      Sorry das ich solch ein altes Thema nochmals nach oben rufe, doch stellt sich mir die Frage wo genau gesetzlich festgelegt ist
      1. welche Hunde im Sicherheitsdienst arbeiten dürfen (abgesehen von Meldehunden)
      2. und was sind geprüfte Hunde in diesem Sinne
      besten Dank vorab

      "Als Diensthunde sind nur Hunde geeignet, die für die vorgesehenen Aufgaben ausgebildet sind, eine entsprechende Prüfung mit Erfolg abgelegt haben und deren Eignung bei Bedarf, mindestens jedoch einmal jährlich, erneut geprüft wird. Angemessene Qualifi kationen sind z. B. Gebrauchshundprüfungen entsprechend der Schutzhundprüfung A sowie Diensthundprüfungen der Bundeswehr, des Bundesgrenzschutzes, der Polizei und des Zolls"

      (DGUV 23 inkl. Durchführungsanweisungen, Stand: Januar 2010, Seite 15)

      Wach_und_Sicherungsdienste_DGUV_Vorschrift_23.pdf?__blob=publicationFile&v=9
      Die DGUV ist eine unvollständige Auflistung, erkennbar an der Formulierung "z. B. ...".

      Jede andere gleichwertige oder höherwertige Ausbildung ist ebenfalls anzuerkennen. D. h. man kann praktisch erstmal machen was man will, ausbilden was man will und an Hunden verwenden was man will.

      Dies macht man natürlich in der Praxis sehr ungern, da im Zweifelsfall die Gleichwertigkeit / Höherwertigkeit gerichtsfest nachgewiesen werden muss, aber es ist möglich.
      Das ist per Definition schon nicht gleichwertig, daher reicht es natürlich nicht aus.

      Was hindert die Hundeausbilderin ihre Ausbildung zu bescheinigen? Nach dem Motto, das Tier hat eine entsprechende Ausbildung, wurde nur nicht geprüft? Bzw. mit einer entsprechenden Ausbildungsbescheinigung per Sondererlaubnis, aufgrund des Bedarfes, auch entsprechend zu prüfen?

      Die Regeln sind alle nicht so starr.... man muss nur reden und begründen... dann klappt das, hoffentlich, auch meist.