Fristen für Abmahnung

      Fristen für Abmahnung

      Hallo,

      heute trete ich mit einer Frage an das Forum und hoffe auf eine Antwort. ?(

      Der Fall: Ein Kollege von mir hat eine dienstliche Verfehlung begangen, das war Anfang August 2017. Am 08.08.2017 fand ein Personalgespräch dazu mit Vorgesetzten ujnd Betriebsrat statt. Am 23.10.2017 hat er zu dieser Verfehlung eine schriftliche Abmahnung bekommen, das sind 2,5 Monate später! Nach vielen Recherchen habe ich jetzt aufgegeben dazu etwas zu finden. Ein weiterer Kollege sagte mir folgendes: Eine Abmahnung muss zeitnah nach Kenntnisnahme des Ereignisses vom Arbeitgeber erfolgen. Angeblich sind das 14 Tage.

      Kennt sich jemand von euch in diesem Thema aus und kann mir evtl. die Quelle dazu nennen?

      Im Voraus vielen Dank für eure Hilfe.

      Holmeise schrieb:

      Nach vielen Recherchen habe ich jetzt aufgegeben dazu etwas zu finden.


      Das ist nicht Dein Ernst, oder?

      Ich habe wörtlich Deinen Threadtitel in der Googlesuche eingegeben und bekomme bereits bei den ersten Suchtreffern eine Antwort auf Deine Frage:


      rechtswirksame Abmahnung

      3. Fristen für den Ausspruch einer Abmahnung Es gibt keine Frist, mit der eine Abmahnung ausgesprochen werden muss.

      Beieiner verhaltensbedingten fristlosen Kündigung muss der Arbeitgeber dagegen innerhalb von zwei Wochen nach Kenntnis des Fehlverhaltens die Kündigung ausgesprochen und dem Arbeitnehmer zugestellt haben.

      Beider Abmahnung gilt diese Frist nicht. Ein Arbeitgeber kann deshalb auchnoch ein Fehlverhalten abmahnen, dass er bereits seit z.B. drei Monaten kennt.



      HENSCHE Arbeitsrecht: Abmahnung und Fristen

      Wenn der Ar­beit­neh­mer ei­nen Pflicht­ver­s­toß be­geht: In­ner­halb wel­cher Fris­ten kann der Ar­beit­ge­ber ei­ne
      Ab­mah­nung aus­spre­chen?
      Vie­le Ar­beit­ge­ber mei­nen, sie hätten nicht all­zu viel Zeit, auf ei­nen Pflicht­ver­s­toß des Ar­beit­neh­mers mit ei­ner Ab­mah­nung zu re­agie­ren.

      Das ist un­rich­tig, denn für die Er­tei­lung ei­ner Ab­mah­nung gel­ten gar kei­ne Fris­ten. Ar­beit­ge­ber können da­her auch Vorfälle, die be­reits lan­ge zurück­lie­gen, u. U. ein oder so­gar zwei Jah­re, zum Ge­gen­stand ei­ner Ab­mah­nung ma­chen. Das kommt in der Pra­xis auch gar nicht so sel­ten vor, so z. B. dann, wenn der Ar­beit­ge­ber ei­nen Kündi­gungs­schutz­pro­zess über ei­ne ver­hal­tens­be­ding­te Kündi­gung geführt und ver­lo­ren hat. Dann will er nach Ab­schluss des Ver­fah­rens zu­min­dest den strei­ti­gen Pflicht­ver­s­toß ab­mah­nen.
      Die Ab­mah­nung wird dann aber lan­ge Zeit nach dem Pflicht­ver­s­toß aus­ge­spro­chen.

      Ähmja. Genau.

      Hast Du mal Deinen Beitrag weiter oben nochmal durchgelesen? An welcher Stelle genau steht, dass Du "selbst ermittelt" hast, dass es keine Fristen gibt? Da steht, dass Du "nach vielen Recherchen aufgegeben hast etwas zu finden". Und das ein Arbeitskollege irgendwas behauptet. Und dass Du zu dem Thema gerne Quellen hättest.

      Ich habe Dir von zwei Arbeitsrechtlern Antworten auf Deine Frage geliefert. Eine gesetzliche "Quelle" für eine nicht existierende Frist kann man naturgemäß nicht liefern.
      Aber das ist für Dich dann nicht hilfreich.

      Insofern stellt sich bei mir die Frage, ob das Dein Ernst ist... nach wie vor.