Paragraph 34a GewO pflicht ?

      Paragraph 34a GewO pflicht ?

      Hallo Leute,
      ich habe zur Zeit folgendes Problem.
      Vor zwei Jahren (Dezember 2014) bin ich aufgrund einer BEM (Betriebliches-Eingliederungs-Management) von der Produktion in den Werkschutz versetzt worden.
      Dort bin ich für die Sicherheit zweierlei Firmen zuständig.
      Zum einen für die Firma in der ich schon 17 Jahre arbeite und zum anderen über einen Dienstleistungsvertrag für eine Firma, die auf dem selben Werksgelände ansässig ist.
      Jetzt meine Frage: Bin ich verpflichtet an einer Unterrichtung für Bewachungspersonal nach § 34a Gewerbeordnung teilzunehmen oder nicht.
      Für eure Kommentare wäre ich euch sehr dankbar.

      joki76 schrieb:


      Für eure Kommentare wäre ich euch sehr dankbar.


      Ob Du noch so dankbar bist, wenn ich Dir das kommentiert habe, sehen wir dann noch. ;)

      joki76 schrieb:


      Jetzt meine Frage: Bin ich verpflichtet an einer Unterrichtung für Bewachungspersonal nach § 34a Gewerbeordnung teilzunehmen oder nicht.


      Erstmal fachlich:

      §34a GewO sagt:

      Wer gewerbsmäßig Leben oder Eigentum fremder Personen bewachen will (Bewachungsgewerbe), bedarf der Erlaubnis der zuständigen Behörde.


      Der Gewerbetreibende darf mit der Durchführung von Bewachungsaufgaben nur Personen beschäftigen, die

      <...>
      2. durch eine Bescheinigung der Industrie- und Handelskammer nachweisen, dass sie über die für die Ausübung des Gewerbes notwendigen rechtlichen und fachlichen Grundlagen unterrichtet worden sind und mit ihnen vertraut sind.



      Will heissen: Sobald eine zweite, rechtlich unabhängige Firma bewacht wird (Dienstleistungsvertrag), ist für den Gewerbetreibenden eine Bewachungserlaubnis und für die die Bewachungsaufgaben durchführenden Personen mindestens die Sachkundeunterrichtung notwendig.

      Und jetzt noch ein persönlicher Kommentar:

      Ich kann und werde vermutlich auch nie verstehen, wie man solche Fragen stellen und keinen Anspruch an sich selbst haben kann. Die Unterrichtung ist jetzt wirklich keinerlei Herausforderung und derzeit letztendlich noch ein Sitzschein, vermittelt aber zumindest ein bisschen Grundwissen für das, was man da eigentlich tut.
      Wenn man da zuhört, bräuchte man z.B. solche Fragen nicht stellen. Wenn man ein wenig in Eigenarbeit in der Gewerbeordnung liest, übrigens auch nicht.
      Und das ist wirklich nur das absolute Mindestmaß, was man bei der Ausübung einer solchen Tätigkeit wissen sollte - mehr ist selbstverständlich immer besser. Alleine schon aus gesundem Eigeninteresse.

      Wie kann und will man denn seine Arbeit verrichten, wenn es mit den rechtlichen, fachlichen und praktischen Grundkenntnissen so hapert? Und das jetzt schon jahrelang?
      Und das dann als "Problem" bezeichnen, das man hat. Das "Problem" ist man da IMHO am ehesten selbst.

      Sorry, wenn ich das so direkt sage, das musst Du auch nicht unbedingt ausschliesslich auf Dich beziehen, denn das ist ein weit verbreitetes Thema in der Branche.
      Nachtrag:

      Je nachdem, wie das Firmengelände aussieht und wie der Zugang zum Firmengelände geregelt ist und wie die Tätigkeit des Werksschutzes aussieht (Stichwort: Kontrollgänge in Hausrechtsbereichen mit tatsächlich öffentlichem Verkehr) kann es unter Umständen sogar notwendig sein, dass man die Sachkundeprüfung hat.


      Für die Durchführung folgender Tätigkeiten ist der Nachweis einer vor der Industrie- und Handelskammer erfolgreich abgelegten
      Sachkundeprüfung erforderlich:

      1. Kontrollgänge im öffentlichen Verkehrsraum oder in Hausrechtsbereichen mit tatsächlich öffentlichem Verkehr,



      Wie häufig das der Fall ist, kann ich ehrlich gesagt nicht zuverlässig sagen und es kommt wie gesagt auf die Umstände des Einzelfalls an.

      Von den Stellenausschreibungen für Werksschüzer her zu urteilen, ist es zumindest nicht total selten.

      MartinL schrieb:


      Wie kann und will man denn seine Arbeit verrichten, wenn es mit den rechtlichen, fachlichen und praktischen Grundkenntnissen so hapert?


      Er kam aus der Produktion u. wurde in den Sicherheitsbereich versetzt. Und er hat hier eine Frage gestellt. Hier, wo es mehr als tot ist..........



      Zuallererst hätte sich sein Unternehmen um diese Fragen kümmern müssen.

      Ex-Rezi schrieb:



      Er kam aus der Produktion u. wurde in den Sicherheitsbereich versetzt. Und er hat hier eine Frage gestellt.



      Ja, das habe ich gelesen.

      Ich habe aber in der Frage auch gelesen, dass er fragt, ob er denn verpflichtet ist, an einer Schulung für seine neue Tätigkeit teilzunehmen. Und alleine schon diese Frage zu stellen trifft bei mir leider auf Unverständnis.
      Selbst wenn er nicht verpflichtet wäre, sollte er ein Interesse haben, sich für seine neue Tätigkeit soweit es geht zu qualifizieren.

      Aber besonders viel Interesse an diesen Forum und an den Antworten auf seine Frage hat er ja auch nicht. Vielleicht haben die ihm genauso wenig gepasst wie sein neuer Job... :rolleyes: