Terrorismusforschung und Datensammlung - Jahrbuch Terrorismus des Instituts für Sicherheitspolitik

      Terrorismusforschung und Datensammlung - Jahrbuch Terrorismus des Instituts für Sicherheitspolitik

      Publikationsreihe "Jahrbuch Terrorismus" des Instituts für Sicherheitspolitik an der Universität Kiel

      http://www.ispk.uni-kiel.de/de/publikationen/monographien-sammelbaende/terrorismusforschung-und-datensammlung

      https://www.amazon.de/Jahrbuch-Terrorismus-2015-Stefan-Hansen/dp/3847407732/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1476618642&sr=8-1&keywords=Jahrbuch+Terrorismus


      In der vergangenen Dekade ist die sicherheitspolitische Bedeutung des Phänomens "Terrorismus" signifikant gestiegen. Vor diesem Hintergrund hat es sich das Institut für Sicherheitspolitik an der Universität Kiel (ISPK) zur Aufgabe gemacht, in Form einer Jahrbuchreihe die Entwicklungen im Bereich terroristischer Konflikte und Terrorismusbekämpfung zu dokumentieren und zu analysieren.

      Hierfür gliedert sich das Konzept des Jahrbuchs in zwei zentrale Bereiche auf:

      Der erste Teil besteht aus einer rein quantitativen Datensammlung, mit der u.a. Urheber, Häufigkeit, Mittel, Ort und Auswirkungen von terroristischen Anschlägen weltweit in Form vonTabellen und Graphiken festgehalten werden. Die Datensammlung soll ermöglichen, einen Überblick über erfolgte Anschläge zu gewinnen und auf Grundlage der Fakten eine möglichst objektive Einschätzung des terroristischen Bedrohungspotenzials zu treffen. Aufgrund des langfristig angelegten Beobachtungszeitraums soll die Datensammlung
      darüber hinaus aber auch dabei helfen, Trends zu erkennen und neue Konfliktherde frühzeitig wahrzunehmen – wie dies bspw. bei Thailand der Fall war, dessen interne Destabilisierung sich anhand steigender Zahlen terroristischer Anschläge bereits in den Jahren 2006 und 2007 abzuzeichnen begann. Da es im deutschsprachigen Raum keine vergleichbare Datensammlung zu terroristischen Anschlägen gibt, stellt dieser Teil des Jahrbuchs einen ganz besonderen Wert dar.

      Den zweiten Teil des Jahrbuchkonzepts bildet eine qualitative Analyseeinheit, die nochmals in zwei Bereiche untergliedert ist. Während im ersten Abschnitt terroristische Konflikte
      in "Brennpunktländern" untersucht werden, widmet sich der zweite Abschnitt Maßnahmen und Mitteln der Terrorismusbekämpfung in unterschiedlichen Ländern bzw. von Seiten internationaler und regionaler Organisationen. Ein besonderer inhaltlicher Schwerpunkt der Analyseeinheit liegt hierbei auf Formen des "islamistisch-fundamentalistischen Terrorismus". Zudem wird Ländern, die in außerordentlichem Maße vom Terrorismus betroffen sind (so bspw. Afghanistan) besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Die Analyse ähnlich gelagerter Konflikte (insbesondere ihrer Ursachen wie auch ihres Verlaufs) und durchgeführter Bekämpfungsmaßnahmen soll letztlich einen Vergleich ermöglichen, der dazu beitragen kann, das Verständnis des terroristischen Phänomens zu verbessern und Rückschlüsse auf erfolgreiche Strategien im Vorgehen gegen terroristische Gruppen ziehen
      zu können.

      Seit 2012 ist ein dritter qualitativer Teil hinzugekommen, in dem theoretische und methodische Aspekte der Terrorismusforschung thematisiert werden.

      Datensammlung zu terroristischen Anschlägen und Reihe "Jahrbuch Terrorismus" Spätestens mit den terroristischen Anschlägen vom 11. September 2001 wurde das Phänomen "Terrorismus" zu einem der zentralen Themen der Sicherheitspolitik. Tägliche Meldungen von erfolgten Anschlägen – hauptsächlich in Ländern des Nahen und Mittleren Ostens – verdeutlichen seitdem regelmäßig die anhaltende Relevanz dieses Themas für sicherheitspolitische Bedrohungsanalysen. Darüber hinaus zeigten nicht zuletzt die Anschlägen von Madrid und London, dass auch Europa unmittelbar von der terroristischen Bedrohung betroffen ist. Mit der wachsenden Bedeutung des Themas "Terrorismus" erhöht sich auch die
      Anzahl der Beiträge zu dieser Problematik. Wissenschaftlichen Standards wurden diese allerdings häufig nicht gerecht. Eine auf Fakten und Daten basierende Auseinandersetzung mit dieser Thematik ist jedoch eine unbedingte Notwendigkeit, um basierend auf einer realistischen Gefahrenanalyse geeignete Politikempfehlungen zu entwickeln.

      Um dem häufig konstatierten Mangel an soliden Informationen Abhilfe zu verschaffen, hat das ISPK das Forschungsprojekt "Jahrbuch Terrorismus" initiiert. Im Rahmen dieses Forschungsprojekts werden täglich Daten zu terroristischen Anschlägen, Gruppen und staatlichen Antiterrormaßnahmen gesammelt. Diese sollen letztlich in Verbindung mit
      qualitativen Analysen zu speziellen Fragestellungen der terroristischen Problematik der Öffentlichkeit, in erster Linien aber der Wissenschaft in einem regelmäßig erscheinenden Terrorismus-Jahrbuch zur Verfügung gestellt werden. Hierbei wird der inhaltliche Schwerpunkt des analytischen Teils von Ausgabe zu Ausgabe variieren. In der Ausgabe 2011/12 lag dieser Schwerpunkt im Bereich des islamistisch-fundamentalistischen Terrorismus.

      Eine qualitative Analyse der Daten (einschließlich Quellenkritik) findet sich jeweils in dem Jahrbuch Terrorismus. Das Jahrbuch 2013/2014 enthält Beiträge von ausgewiesenen Experten zu drängenden aktuellen Problemen, etwa der Entwicklung von al-Qaida, zu den sog. Muhammad-Videos, zum Ende des ISAF-Einsatzes in Afghanistans und der sich anschließenden Transformation, zu den sog. Innentäterangriffen („green on blue“) oder dem Cyber-Terrorismus. Es bietet zudem Regionalanalysen zu aktuellen Schwerpunkten
      des transnationalen Terrorismus insbesondere im Nahen und Mittleren Osten sowie auf dem afrikanischen Kontinent. Des Weiteren werden unterschiedliche Lösungsansätze der Anti-Terrorismus-Politik untersucht, etwa der Einsatz der Streitkräfte im Inland, die Kommunikationsüberwachung oder der Einsatz von bewaffneten Drohnen.

      Das Jahrbuch thematisiert darüber hinaus gesellschaftliche Fragen der Bedrohungswahrnehmung sowie theoretische und methodische Fragen, beispielsweise zur Charakterisierung des Phänomens Terrorismus.

      Rezension des Buchs: Portal für Politikwissenschaft - Jahrbuch Terrorismus 2013/2014
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      Country Reports: Extremism & Counter-Extremism vom Counter-Extremism Project

      Extremism is a global problem. CEP’s Areas of Operation map includes comprehensive reports detailing the history of extremist movements,
      major terror attacks, and counter-extremism measures country by country. Click on a country to learn more about the phenomena of radicalization and foreign fighters, extremism and terrorist movements, and domestic and international counter-extremism initiatives.

      The map also links to CEP threat reports about extremist groups operating in each country. Click on an extremist group to learn more
      about its history, leadership, and violent activities.

      Zu vielen Ländern sind entsprechende Berichte abrufbar. Den Bericht zu Deutschland findet man hier Germany: Extremism & Counter-Extremism | Counter Extremism Project oder in der angehängten PDF. In Zukunft wird da sicher noch einiges auf uns zukommen.










      Germany: Extremism & Counter-Extremism | Counter Extremism Project
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