Geld- und Werttransporte 101

      Geld- und Werttransporte 101

      Hallo,

      bei 0815 Geld- und Werttransporten gelten ja bestimmte Regeln, wie z.B. dass ein Geldbote Hartgeld alleine ohne ETS transportieren kann, für Scheine braucht er jedoch eine ETS oder einen zweiten Mann der sichert. Oder z.B. dass nur die Seitentür zur Schleuse geöffnet werden darf, die Außentüren hinten zum Tresor jedoch nicht. Oder dass der Tresor nur geöffnet wird, wenn der Panzer in der Schleuse steht und das Tor zu ist.

      Wenn ich es richtig verstehe, sind viele dieser Regeln aus Auflagen der Versicherer entstanden. Aber gibt es ein Buch oder ein Script, in dem die Basics erklärt werden?
      Ich möchte mal hier aus deinen genannten BGV C7 zitieren:

      ​Im Rahmen der besonderen Ausbildung ist auch den erhöhten Anforderungen hinsichtlich des frühzeitigen Erkennens von Gefahr- und Konfrontationssituationen Rechnung zu tragen. Hierbei sind ebenfalls Kenntnisse über das rechtliche, taktische und strategische Verhalten in Situationen vor, während und nach einem Überfall zu vermitteln.


      Sagen wir mal, genau diese Ausbildung hätte ich gerne, aber bitte einmal zum durchlesen.
      Was mir persönlich momentan absolut nicht klar ist, ist auch der Umgang mit Polizei oder dem Zoll. Okay, die negativste Erfahrung die ein Kollege hatte, war eine Verwarnung wegen einem nicht angelegten Gurt. Aber auch da wird mal der Tag kommen, an dem irgendein junger motivierter Polizist etwas mehr will.

      Im Grunde komme ich mir ab und an vor, wie der Transporter. Insbesondere mit Regel Nr. 3: Öffne niemals das Paket.
      Ich bekomme von einer Bank eine Kiste oder Tasche und fahre die zu einer anderen Bank. Okay, ich weiß, dass da Belege, Hartgeld und Sorten drin sind, aber da könnten auch genauso gut auch Drogen sein.
      Dass es zu diesem Thema eine separate Ausbildung gibt, ist mir nicht bekannt, allerdings bin ich kein GWT-Fachmann.

      So weit als möglich geschult wird das Thema "Vorfeldbeobachtung" im Personenschutz, im Revier- und Streifendienst und eben im GWT. Es liegt an jedem Mitarbeiter selbst, aufmerksam das Vorfeld von z. B. einer Abholschleuse für Werte zu beobachten, und situativ mit vergangenen Anfahrten zu vergleichen. In besseren Personenschutzlehrgängen wird so was in der Praxis trainiert. Wenn sich schräge Vögel oder ungewöhnliche Fahrzeuge, telefonierende Personen usw. vor dem Zielort befinden, ist ein gesundes Mass an Misstrauen angesagt!
      Dass es keine Berufsausbildung gibt, ist mir klar. Aber mich wundert es schon, dass es z.B. bei der VBG keine entsprechenden Seminare gibt.
      Die internen Schulungen der Mitarbeiter kann man leider vergessen, zumindest wenn es um unsere eigene Sicherheit geht. So konnte mir keiner genau sagen, was denn z.B. der Panzer so aushält, wo die Schwachstellen sind und bei welchen Waffen es eher Sinn macht, das Fahrzeug schnellstmöglich zu verlassen.

      Ganz im Gegenteil, man hat mir bei einer Schulung (von drei) versucht einzureden, dass es in Deutschland verboten ist, eine Waffe verdeckt zu tragen.

      Glock17 schrieb:

      Wie wäre es damit??? VBG - Seminare finden und buchen -

      Kennst du das Seminar? 85% des Seminars ist die Wiederholung der Inhalte der Waffensachkunde-Prüfung. 10% veraltete Videos und 5% evtl. etwas Praxis. Wobei Max Wiegand dabei eigene Ansichten hat, die 2015 nicht mehr dem Standard entsprechen.

      Glock17 schrieb:

      es gibt ja auch noch die BDGW Dienstanweisung arbeitest du in einem Größeren Unternehmen?

      Nein, ich arbeite nicht in einem großen Unternehmen

      Glock17 schrieb:


      Und zu deiner Frage was ein Panzer aushält bin ich der Meinung das bestimmte Dinge nicht in ein Öffentliches Forum gehören X(

      Security by Obscurity hat noch nie funktioniert.
      @Spanky
      Aus deinen eingänglichen Postings geht hervor, dass du zwar im GWT schon gearbeitet, jedoch bislang keinerlei Ausbildung erhalten hast. Deshalb ja auch die Verlinkungen zu diversen Informationsmaterialien. Wenn du jedoch nicht mal die diesbzüglichen Inhalte der BGV C7 kennst, frage ich mich schon, welche Einweisungen du überhaupt genossen hast? Diese sind elementare Bestandteile der Tätigkeit, wer diese Kenntnisse nicht besitzt, hat in dem Job nichts verloren!

      Den "Mad Max" Wiegand so herunterzuziehen finde ich mehr als unfair. Der Mann hat in Deutschland mehr als jeder andere für Waffenausbildungen sowohl zivil wie auch bei Behörden getan. Sollen seine Methoden heute auch veraltet sein - ja - wirkungsvoll sind sie allemal noch!

      Aufseher schrieb:


      Wenn du jedoch nicht mal die diesbzüglichen Inhalte der BGV C7 kennst, frage ich mich schon, welche Einweisungen du überhaupt genossen hast?

      Woraus schließt du denn, dass ich die Inhalte der BGV C7 nicht kenne bzw. keine Einweisungen oder Schulungen erhalten habe?

      Aufseher schrieb:


      Den "Mad Max" Wiegand so herunterzuziehen finde ich mehr als unfair. Der Mann hat in Deutschland mehr als jeder andere für Waffenausbildungen sowohl zivil wie auch bei Behörden getan. Sollen seine Methoden heute auch veraltet sein - ja - wirkungsvoll sind sie allemal noch!


      Das mag sein. Aber irgendwann wird es aber Zeit sich weiterzubilden oder das Feld zu räumen.
      Gegenfrage: Gehört der Zeigefinger der schwachen Hand an den Trigger Guard?

      Spanky schrieb:

      Woraus schließt du denn, dass ich die Inhalte der BGV C7 nicht kenne bzw. keine Einweisungen oder Schulungen erhalten habe?

      Aus deinen ersten drei Postings?!?

      Spanky schrieb:

      Das mag sein. Aber irgendwann wird es aber Zeit sich weiterzubilden oder das Feld zu räumen. Gegenfrage: Gehört der Zeigefinger der schwachen Hand an den Trigger Guard?

      Lass den alten Mann mit seinen bestimmt über 70 Jahren in Ruhe! Anders aufgezäumt: Wenn die VBG ihn nach wie vor die Lehrgänge abhalten lässt, so ist das irgendwie deren Versäumnis. Zu deinen Trigger-dingsda: ... von Waffen habe ich zu wenig Fachkenntnis, das können andere 10x besser beantworten.
      Ich traue mir es zu, das zu bewerten.

      Was die VBG da als Seminar "Sicherer Umgang mit Schusswaffen" anbietet, ist der allergrösste Murks, hat grenzwertig wenig mit dem vermeintlichen Thema zu tun und tendiert bei dem bisschen themenrelevanter Materie, die vermittelt wird eher zu gefährlich denn im Sinne eines Gesetzlichen Unfallversicherers unfallverhütend.

      Und was irgendwer mal irgendwann in den Siebzigern und frühen Achzigern für irgendwen getan hat, juckt heute keine Sau mehr. Die Erde dreht sich weiter, genauso wie Waffentechnik und Schiesslehre.